Das Buch für alle: illustrierte Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für die Familie und Jedermann — 37.1902

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Hest is. Illustrierte Familien-Deitung. Mr-, ms.


ki/ck'as kacke.
Koman von iosinrick lies,
(korttehung.)

* tlllickliruck verboten.)
laube mir, daß ich nicht hart von deinem
Vater denke," fuhr Georg fort, Staschas
Hände drückend, „niemand darf ihn richten.
Du bist sein Kind. Dafür habe ich ihm dankbar
zu sein. Er lebt nicht mehr, und ich kann ihm

meine Dankbarkeit nicht mehr beweisen. Sein An-
denken soll mir aber nicht weniger heilig sein als dir."
Ja, was meinte er denn nur? Nun schien sie
ihn wirklich nicht zn verstehen. Wenn Lydia ihm
damals alles über den Valer gesagt hatte — wie
kam er dann darauf, daß der Gefangene nicht mehr-
lebte? Oder war ans der Anstalt eine Nachricht
gekommen, die Nachricht — ein Schrei ivolltc sich ihr
über die Lippen drängen, und doch schnürte ihr eine
unbestimmte andere Angst die Kehle zu daß der
Vater gestorben war? Aber nein, dann hätte er
nicht in solcher Weise gesprochen. Es war etwas
anderes. Es mußte ein Mißverständnis obwalten.

Es bestand zwischen ihm und ihr ein Rätsel — ein
Rätsel, das sie erst in diesen: Augenblick gewahr
wurde. Und seit wann bestand es? Von Anfang
an! Von dem Tage an, wo sie seine Braut ge-
worden war. Was war es mit dieser Angst, die
plötzlich über sie kam, die Erinnerungen in ihr
weckte — Erinnerungen an Dinge, an die Vor-
gänge bei seiner Werbung nm sie, über die sie sich
schon damals in Gedanken quälte, ohne sie bis zum
heutigen Tage ergründet zu haben? Wer hatte ihm
von ihrem Vater erzählt? Lydia! Und die ganze
Wahrheit hatte sie ihm erzählt?
Aber wenn er des Glaubens war, daß ihr Vater


lteciü; um! vriginalreicknung von C. llöcklmg. (5 457)
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