Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 16.1898

Page: 33
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Äuust und Lnltnr der Diärese Gorrendurg und der angrenzenden Gebiete.
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stets direkt cm Amtsrichter a. D. Beck itl Ravensburg, Beste! lnitgen n»d Reklainationeti an
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W9S.

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-ls.
ahW.

Geschlechchaüzweignng des schwä-
bischen Hauses lwnigSegg nach
Rreuszen.
Von Aintsrichter a. D. Beck.
Eine solche hat, wie beim Hause Wald-
burg (siehe diese Zeitschrift XIII, S. 15),
früher sicherlich und zwar wahrscheinlich
im Laufe des 15. oder 16. Jahrhunderts und
im Wege der Auswanderung eineSGeschlechts-
augehörigeu nach Norden wahrscheinlich zum
Dentschorden auch bei dem Königseggschen
Geschlechte stattgefunden. Hopf fuhrt
in seinem historisch-genealogischen Atlas,
1858 (auf S. 196) einen „Lentold v. K.
in Preußen" auf und Mone in der
„Zeitschr. f. d. Gesch. des Oberrheinö"
pIII., 93) gleichfalls einen „Leuthold
v. Kvnigsegg" zum I. 1398 mit dem
Aningen, „daß derselbe wohl der Stamm-
herr der in Preußen blühenden Linie des
K.scheu Hauses sei» dürfte". Ein „Livtold
v. K." siegelt im selben I. eine LeibgedingS-
nrknnde des Ulr. v. Hörningen für seine
Enkelin Ursula, Trnchsessin b. Urach (Reg.
im Stuttgarter St.-A.). Nach der übrigens
für die älteren Zeiten nicht immer ganz
sicheren, bezw. vollständigen K.schen Stamm-
tafel müßte dies der daselbst unter I, 31
anfgeführle Lnithold (st 1418), Sohn
Ulrichs v. K. zu Antendorf, oder — aber
weniger wahrscheinlich — der unter Ziff. 39
verzeichnete Lnithold v. K., gen. „zum
Hatzenthurm", Sohn des Eberhard v. K.,
gen. von Fronhofen gewesen sein. Heide-
los f läßt in seinem „deutschen Fürsten-
und Ritter-Album" (S- 81) das K.sche
Geschlecht durch Marqnard, Hochmeister
des Dentschordens, welchen Hopf a. a. O.
(S. 236) ebenfalls als DentschordenS-

meister bezeichnet, nach Preußen verzweigt
werden und Käst (S. 37) macht hiezu
in seinem „historischen nnd genealogischen
Adelshandbnch des Königreichs Württem-
berg", 1839 folgende nähere Angaben:
„Marqnard v. K. war 1440 Hochmeister
des deutschen Oidens in Preußen (ch 1440);
noch bei seinen Lebzeiten berief er von
den Söhnen seines 1444 st Bruders Ulrich,
Lenthold den ältesten nach Preußen, welcher
daselbst Kriegsdienste nahm nnd Stifter
der heutzutage noch blühenden Linie KönigS-
egg in Preußen geworden ist. Die Linie
in Schwaben wurde durch Lentholds
Bruder Johannes und Ulrich IV. fort-
gesetzt, welch' letzterer mit Margareta
Gräfin v. Isenburg vermählt war." Mar-
qnard war aber nie Dentschordensmeister,
es liegt dafür nicht nur kein authentisches
Zeugnis vor, sondern eine Mitteilung aus
dem kgl. prenß. St.-A. in Koblenz vom
20. November 1883 an die K.sche Doma-
nialkanzlei in Antendorf entkräftet geradezu,
diese von Käst neu aufgelegte, falsche An-
gabe, indem sie besagt, no. 1426 sei laut
Urkunde vom 1. Februar: „Ebirhard von
Saiinsheim meister dntsches ordens in
butschen und welschen landen" gewesen
nnd Marqnard v. K. komme weder in den
alten Aufzeichnungen noch bei Voigt, Ge-
schichte des deutschen Ritterordens I, 668
und II, 663, in der Reihenfolge der
Deutschmeister bis 1526 vor, wohl aber
zu den Jahren 1411 —1437 als „Land-
komtnr im Elsaß". Auch das weitere,
was Käst vorführt, nämlich, daß Mar-
qnard ein Sohn von Hans I. nnd Bruder
von Albrecht II. gewesen, dann (1420
! Großmeister im Orden geworden und)
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