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bauweise erbaute, rückwärtig aufgestockte
Eckhaus Quergasse 4, sind die übrigen Fach-
werkgebäude vermutlich bereits in der 1. Hälfte
des 19.Jh. errichtet worden, Quergasse 2 so-
wie Rosenstraße 18, 20 und 22 (1830/40).
Neben den schlichten Fachwerkbauten unter
Satteldach, wie das Doppelhaus Rosenstraße
20, fallen im Straßenbild besonders die mit einer
quaderimitierenden Holzverkleidung aufgewerte-
ten Gebäude auf, wie Nr. 18 mit breitem
Zwerchhaus und zeitgenössischer Innentreppe
sowie Nr. 22. Unter den meist noch originalen
und von hölzernen Pilastern gerahmten Haustü-
ren erscheint die wohl etwas jüngere von Nr. 18
besonders dekorativ.
Auf dem Eckgrundstück gegenüber steht das
älteste, denkmalpflegerisch bedeutsame Ge-
bäude dieses Bereichs, Quergasse 6. Das
Kerngerüst dieses 1982 restaurierten Bauwerks
unter steilem Satteldach stammt wahrscheinlich
von 1752. Der Straßengiebel fällt durch ein
nachträglich angebrachtes, ehemaliges Laden-
fenster mit vortretender Rahmung und Verda-
chung auf sowie durch das auf gerundeten

Balkenköpfen und ebensolchen Füllbrettern
auskragende Giebeldreieck.
Die kleine Gebäudegruppe am Anfang der Ro-
senstraße wird von zwei Wohn- und Geschäfts-
häusern gebildet, die ebenfalls straßenseitig mit
Holzquaderung des 19.Jh. bekleidet sind. Wäh-
rend das traufständige, von Ecklisenen und pro-
filierten Fenster- und Türrahmen geprägte Haus
Nr. 5 wahrscheinlich erst in der 1. Hälfte des
19.Jh. erbaut wurde, entstand der ähnlich be-
kleidete Kern von Nr. 3 sicherlich bereits im
18. Jh., erkennbar an den rückwärtigen Fuß-
dreiecken und an dem stark vorkragenden Gie-
beldreieck.
Das traufständige Haus Rosenstraße 11 unter
Satteldach mit Teilunterkellerung und doppeltem
Queraufschluss ist ebenfalls 1984 renoviert
worden und entstammt sicherlich dem frühen
19. Jh. Der ebenfalls erneuerte Fachwerkbau
Scheibenstraße 23, der mit seiner ausgegliche-
nen Fachwerkfassade und zeitgenössischen
Haustür die historische Straßenkreuzung am
nördlichen Ende der Rosenstraße prägt,
erscheint dagegen etwas jünger.

In den Nachbarstraßen spiegeln zwei kleine
Hofanlagen die ursprünglich vielfach verstreut
liegende ländliche Bebauung des Bereiches
wider. Die in der 1. Hälfte des 19.Jh entstande-
ne Bebauung, Schützenstraße 6, stellt sich mit
zwei parallel auf Feldsteinsockeln errichteten,
giebelständigen Fachwerkbauten unter Sattel-
dach dar. Die von einer außermittigen Längsein-
fahrt, einem breiten Andreaskreuz sowie einem
verbreitertem Giebeldreieck gekennzeichnete,
stark verfallene Scheune ist in Oberrähmverzim-
merung errichtet worden. Das Wohnhaus wird
von einem von Doppelstielen gegliederten Gie-
bel sowie einer breiten doppelflügeligen und
etwas außermittigen Eingangstür bestimmt. Die
Hofanlage Nr. 22 in der Mühlenstraße, welche
auf die nördlich gelegene ehemals bedeutende
Wenser Mühle zuführt, wird von einem im Kern
bereits 1739 erbauten und wohl um 1900 um-
gebauten, ehemaligen Wohnwirtschaftsgebäude
in Fachwerkkonstruktion und einem 1769 er-
bauten Brunnen gebildet sowie der allseitig
verbreiterten Fachwerkscheune aus der Zeit um
1900. Den langgestreckten Hauptbaukörper un-
ter Satteldach prägen teilweise quadratische




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Soltau, Rosenstr. 18, Wohnhaus, um 1830/40

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