Marées-Gesellschaft [Editor]
Ganymed: Blätter der Marées-Gesellschaft — 5.1925

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NACHTRAG ZUM MABÜES-KATALOG

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WIEDERGEFUNDENE BILDER
BILDNIS EINES RUSSISCHEN OFFIZIERS
Um 1864. 70 hoch, 57 breit.
In den typischen Farben der späten Münchener Jahre.
Früher im Besitz des Malers Professor Robert Ulke, Lehrers an der Kunstgewerbe-
schule in München, der mit Marees befreundet gewesen sein soll. Von der Tochter,
Frau Marie Steiner geb. Ulke, 1920 dem Kommerzienrat Schmeil in Feldafing bei
München verkauft, heute im Besitz der Witwe.
Vermutlich stand der Dargestellte in Beziehung zu dem Russen Swertschkoff, der
Marees in Schleißheim beschäftigte. Vgl. Marees-Werk Bd. I, S. 76ff. Hierzu die
Lichtdrucktafel.
Bes. Frau Bertha Schmeil, Feldafing.
BILDNIS EINER DAME
Um i863. 72,5 hoch, 58 breit.
Rötlich gewärmtes Fleisch, rötliches Haar. Geschlossenes dunkles Kleid mit weißem
Kragen.
Vermutlich ursprünglich in dünnerem Auftrag begonnen, später von der gleichen
Hand übermalt. In der Art der Behandlung dem Bildnis der Frau Lier — M. W.,
Nr. 86 — ähnlich. Die pastose Übermalung könnte auch erst 1864 erfolgt sein. Hier-
zu die Lichtdrucktafel.
Im Kunsthandel.
SZENE IM ABENDLICHEN WALDE
106 hoch, 174 breit.
Aus der Motiv- und Stil-Region der großen Abendlichen Waldszene (M. W. i53)
und wohl aus derselben Zeit.
Das Bild ist durch eine in die Tiefe führende Straße in zwei Hälften geteilt. Rechts
zwei Pferde (das vordere schokoladefarben); zwischen ihnen taucht das weiße Gesicht
eines Mannes auf. Dahinter und überragend: schwarzolivene Bäume. Links eine Stein-
bank (am Weg) und eine stehende Frau in Lichtblau; dahinter und überragend
schwarzolivene Bäume. Der Horizont gelblich weiß aufgelichtet; der Himmel nach
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