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Napoleon I.
und die Feldzugspläne der Verbündeten von 1813.
Von
Chr. Waas.
Die Entstehungsgeschichte des Trachenberger Kriegsplanes
der Verbündeten für den Herbstfeldzug von 1813 und des Frank-
furter Planes für den Einmarsch in Frankreich ist in den letzten
Jahren des öfteren erörtert worden.1 Die Frage, wie sich Napoleon
zur Ausführung der einzelnen Bestimmungen dieser Pläne verhalten
habe, hat — abgesehen von gelegentlichen Hinweisen in den
Darstellungen der Freiheitskriege — im Zusammenhang noch
keine Beantwortung gefunden. Dies nachzuholen, sei der Gegenstand
der folgenden Untersuchung.
I. Napoleon und der Trachenberger Plan.
Durch das Protokoll vom 12. Juli war in Trachenberg in
Schlesien zwischen Preussen, Russland und dem Kronprinzen von
Schweden ein Feldzugsplan für die Armee-Einteilung und die
kriegerischen Unternehmungen nach Wiedereröffnung der Feind-
seligkeiten vereinbart worden, der dann auch bis auf eine Aenderung
die Zustimmung Oesterreichs fand.
Die Gegenpartei war aller Verhandlungen und Schreibereien,
die der Trachenberger Zusammenkunft auf Seiten der Verbündeten
vorausgegangen waren, überhoben. Im Lager des Feindes herrschte
von vornherein die Einheit des Willens, verkörpert in der Person
1 Oncken: Oesterreich und Preussen im Befreiungskriege, II Bd.; ders.:
Gneisenau und der Marsch der Hauptarmee durch die Schweiz. Deutsche
Zeitschrift f. Gesch.-Wiss. X, 199ff.; ders.: Zur Gesch. d. Frankfurter
Novembertage 1813. Allg. Mil. Ztg. 1894. N. 69—71. Roloff: Die Ent-
stehung des Operationsplanes für den Herbstfeldzug 1813. Mil. Wochenblatt
1892. Nr. 58—60. v. Quistorp: Gesch. der Nordarmee I, 60 ff.
 
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