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Eine ungedruckte Denkschrift von Gentz
ans dem Jahre 1822.
Von
Eugen Guglia.
I.
Die nachfolgende Denkschrift entstammt einem Fascikel
Gentziana im Wiener Staatsarchiv (Interiora 61, Nr. 3). Sie führt
den Titel „Ueber die zum Schutze der Ordnung und Ruhe in der
Bundesversammlung liegenden Mittel“ und ist datiert „Innsbruck
Dezember 1822.“
lieber ihre Entstehung geben die Tagebücher hinlänglich
Aufschluss. Unter dem 27. Dezember 1822 (Innsbruck, auf der
Rückreise von Verona) heisst es da (III. S. 125) „Ich arbeitete
an einem Aufsatz über die Benutzung des Bundestages für die
künftige Sicherheit Deutschlands, der den nunmehr zu München
und nachher zu Wien eingeleiteten Besprechungen zur Grund-
lage dienen soll.“ Eine Eintragung vom 29. (gleichfalls Inns-
bruck) notiert die Vollendung des Memoires.
Die Genesis der Denkschrift führt in das Jahr 1819 zurück,
auf den in Karlsbad beschlossenen Präsidialvortrag beim deutschen
Bundestag vom 20. September 18191 und dem Bundesbeschluss
vom selben Datum2, ferner auf die Ministerialkonferenzen, die
vom November 1819 bis zum Mai 1820 in Wien tagten, und
aus denen eine Reihe von Zusatzartikeln zur Bundesakte hervor-
gingen, welche unter dem Titel Wiener Schlussakte zusammen-
1 Von Gentz redigiert: bei Schlesier III. S. 157 uf. Vgl. Tagebücher
Ang. 1819 (III. S. 344); auch in Metternichs Nachgel. Schriften III. S. 270.
2 Protok. der deutschen B.-V. VIII (1819) S. 266 uf.; vollständiger bei
Aegidi, Aus dem J. 1819 2. A. S. 166 uf. Dazu Treitschkes deutsche Ge-
schichte3 II. S. 572.
 
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