Wörner, Ernst
Kunstdenkmäler im Grossherzogthum Hessen: Inventarisirung und beschreibende Darstellung der Werke der Architektur, Plastik, Malerei und des Kunstgewerbes bis zum Schluss des XVIII. Jahrhunderts: Provinz Rheinhessen: Kreis Worms — Darmstadt, 1887

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WORMS

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fortgeführt sind, über einem aus Plinthe, Plättchen und Viertelstab bestehenden
Sockel. Attische Basis und Sockelprofil kröpfen sich um alle Vorsprünge herum
und wiederholen sich ganz gleich auch an dem äusseren Sockel der Ostteile der
Kirche. Die Dienstkapitelle sind einfach kelchförmig und sind in den im Grundriss
viereckigen profilierten Kämpfer durch allmähliche Bildung eines Grates übergeführt,
eine Anordnung, die sich auch an der Bechtheimer Kirche findet. Die beiden
letzten östlichen, freistehenden Schiffspfeiler haben unter dem Quergurt einen anders
gebildeten Kämpfer aus ornamentiertem Viertelstab und Platte bestehend, der ebenso
wie der in derselben Höhe fortlaufende Gurt unter den Mittelschifffenstern, welcher
an Stelle des Viertelstabes eine glatte Schmiege zeigt, und wie die Schiffspfeiler
mit ihren ornamentierten Scheidebogenkämpfern einer früheren romanischen Periode,
als die Ostteile der Kirche angehören kann. Unter dem Kämpfergurt der Seiten-
wände des Chors ist ein Rundbogenfries angebracht, der an Lisenen, neben den



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Fig. 66. Worms. Portal im Chor der Andreaskirche.

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