Wörner, Ernst
Kunstdenkmäler im Grossherzogthum Hessen: Inventarisirung und beschreibende Darstellung der Werke der Architektur, Plastik, Malerei und des Kunstgewerbes bis zum Schluss des XVIII. Jahrhunderts: Provinz Rheinhessen: Kreis Worms — Darmstadt, 1887

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KREIS "WORMS

S. 41. v. Quast, in der Zeitschr. f. christl. Archäologie und Kunst, I Schnaase, Gesch. der

bildenden Künste im Mittelalter, II, 2. Abt. S. 113. Lübke, Gesch. der Architektur I (4. Aufl.)

S. 370. Förster, Denkmale deutscher Baukunst II, S. 25. Romberg's Zeitschr. f. prakt. Baukunst

XXVI, S. 218. Kugler, Gesch. der Baukunst, II, S. 254. Kugler, Kleine Schriften II, S. 733.

Organ für christl. Kunst 1871, S. 95. Hohenreuther in Deutsches Kunstblatt VIII, S. 58. 96.

Kugler in Deutsches Kunstblatt 1854, S. 32. Lötz, Deutsche Kunsttopographie II, S. 585. Frank

in Deutsches Vaterland I, 3. Heft (Dezbr. 1876). Springer, Textbuch zu den kunsthistorischen

Bilderbogen II, S. 123. Gutachten über den baulichen Zustand des Wormser Doms vom 22.,

26., 28. Sept. 1884 (von j. v. Egle, Wilh. Meyer und Dr. Müller) in Wormser Z. t884, Nr. 243 ff.

u. Darmstädter Zeit. 1884, Nr. 289, 1. & 2. Bl. u. Nr. 290, 2. Bl. Zum Gutachten etc. ebenda

Nr. 300, 2. Bl. Zweites Gutachten über den baulichen Zustand in der Wormser Zeitung vom

25. Juli 1885. Ludwig Becker, Die Baugebrechen des Wormser Doms, ihre Ursachen und deren

Behebung im Centralblatt der Bauverwaltung 1886, S. 77. Ders., Die Wiederherstellungsarbeiten etc.

ebenda S. 474. Propst Fehr, Zur Restauration des Domes zu Worms in Worms. Zeitung 1886,

v. 14. März ff. und 18. Mai 1886. Strigler, Zur Frage der Wiederherstellung etc. in Deutsche

Bauzeitung 1886, S. 589 f., 601 f. u. 613 f. Lieber die Steinmetzzeichen am Dom: Schneider,

über die Steinmetzzeichen (Mainz 1872) Taf. I. Ueber die Figuren am Südportal: S. 185.

Aufnahmen Abgesehen von den Abbildungen, welche der Dom auf Ansichten der Stadt erfährt, sind

. ,. zu verzeichnen: Aufnahmen von Hundeshairen im Paulusmuseum: a. Längsschnitt, skizziert,

Abbildungen b & .

b. Grundriss, c. Nordseite, d. Ansicht der Westseite (Skizze), und Ostseite. Moller, Denkmale
der deutschen Baukunst, I, Taf. V (Grundriss ohne die Kapellen), T. X (Thüre am Kreuzgang).
Lithographie des Doms von Südost gez. von B. Hoffmann in Worms, Lith. Anst. von Creuzbauer
in Carlsruhe bez. Der Dom in Worms (ca. 1830). Kallenbach, G. G., Atlas zur Geschichte der
deutsch mittelalterlichen Baukunst, München, 1847, Taf. 13 u. 14. Redtenbacher, Beiträge zur
Kenntnis der Architektur des Mittelalters, Taf. 19 (Masswerke), Taf. 40 (Rosen), v. Quast; a. a. O.
(Gewölbejoch und Details). Ottc, a. a. O., S. 338 u. 339 (kleiner Grundriss nach Moller und Gewölbe-
joch nach Quast). Kugler, Gesch. der Baukunst a. a. O. (kleine perspektivische Ansicht nach
Gladbach). Förster, a. a. O. (ideale Ansicht von der Nordseite, Grundriss, Gewölbejoch und Details).
Lübke, a. a. O. (kleiner Grundriss nach Moller). Franck, a. a. O. (malerische Ansicht des West-
chors). M. Thomas H. King, Etudes pratiques tirees de l'architecture du moyen äge en Europe
Tome IV (Bruges 1857) 4 PI. 33 u. 34 (Grundriss, Ansicht der Westpartie, Querschnitt und
Ansicht der Osttürme und Ostkuppel, Längsschnitt durch ein Gewölbequadrat, Ansicht eines Teils
des Langhauses von Norden, Details). Eine kleine Ansicht von Südwest (Holzschnitt) im Land-
kalender f. d. Gr. Hessen 1880. S. 28. Ansicht von Südwest in Dieffenbach das Grossh. Hessen,
2. Aufl., zu S. 450. Holzschnitt eine Ansicht von West gebend in III. Zeitung 1886, Nr. 2289
v. 25. Dezbr. Abbildungen kommen natürlich auf allen Stadtansichten vor, von S. Münster anfangend.
Noch älter ist eine solche auf dem Titelblatt des gedruckten Missale von 1522 (illustriert von dem
Strassburger Maler Schlitzoc); der nicht ganz korrekt gezeichnete Dom steht vor phantastischen Bergen
im Hintergrunde; im Vordergrund der vor S. Petrus knieende Bischof Reinhard von Rippur.

Baubescbreibung DREIFALTIGKEITSKIRCHE. Diese evangelische Hauptkirche von Worms

wurde in der Zeit vom 31. Juli 170g, an welchem Tag der Grundstein gelegt
wurde, bis 13. Juli 1725 auf dem Platze erbaut, auf welchem vor dem grossen
Brand des Jahres 168g die Münze gestanden hatte. Sie zerfällt in zwei Haupt-
teile , das im Osten polvgon geschlossene Schiff und den im Westen vorgelegten
Turmbau mit zwei flachgedeckten Seitenflügeln, von gleicher Höhe wie das Schiff,
welche die dreiarmigen Treppen zu den Emporen enthalten. Während der Schiffbau
und Chor, abgesehen vom Nordportal, in schmuckloserer Weise gehalten sind und
nur einfache schlanke Rundbogenfenster zwischen dorischen Pflastern zeigen, ist
die Westfacade mit drei reicher gebildeten Fenstern und mehrfach verkröpfter
Pilasterstellung ausgestattet (Fig. 101). Ein weit ausladendes mannigfach gegliedertes
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