Oechelhäuser, Adolf von ; Kraus, Franz Xaver [Editor]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 4,4): Die Kunstdenkmäler der Amtsbezirke Mosbach und Eberbach — Tübingen [u.a.], 1906

Page: 111
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AMT MOSBACH. — NECKARMÜHLBACH. BURG GUTTENBERG.

III

Gemmingen'schen Wappen-
schUd, ist also höchstens
ein oder zwei Menschenalter
jünger, als der gegenüber-
liegende Alte Bau. Er er-
streckt sich mit einem flachen
Knick in der Mitte die
ganze Ostseite des Schloss-
hofes entlang, bis zum
Berchfrit. Der Name Neuer
Bau hängt offenbar mit dem
Umbau im Zeitalter des
Barock zusammen, der nicht
nur das Innere umgestaltete,
sondern auch den Fenstern
die barocke Formen gab.
(Möglich freilich auch, dass
der Bau auf den alten Grund-
mauern damals neu aufge-
führt worden ist; das Mauer-
werk in seinem verputzten
Zustande giebt keinen Auf-
schluss darüber.) Aus dieser
Zeit stammt auch das an
der Knickstelle in den Hof
hinein vorgebaute Treppen-
haus mit seinem reichen
Portal, wie die Jahreszahl
1776 mit dem Gemmingen-
schen Wappen über letz-
terem bezeugt. Der Bau im
Aeussern gänzlich schmuck-
los, enthält zahlreiche schön
ausgestattete Innenräume
und dient dem jetzigen Be-
sitzer Eberhard, Freiherrn
von Gemmingen-Guttenberg
zur Wohnung. Eine statt-
liche Treppe mit schönem
barockem Geländer ver-
bindet die Stockwerke und
mündet jeweils in einen
breiten Korridor, der die
ganze Hoffront entlang läuft.
Von den Fenstern der Wohn-

-

Fig. 68. Berchfrit von Gutlenberg.
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