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Zweiundzwanzigstes Kapitel

Was Kandide und Martin in Frankreich begegnet
/Kandide hielt stch nur so lange Zeit rn Bordeaux auf als nötig war, einige Eldoradosche
Kieselsteine in Gold und Silber umzusehen, und sich eine zweisihige Chaise anzu-
schasten, denn sein Philosoph Martin war ihm ganz unentbehrlich geworden.
Daß er sich von seinem Hammel trennen mußte, tat ihm herzlich leid. Er überließ ihn
der Akademie der Wissenschaften zu Bordeaux.
Alles, was Kandide begegnete, ging über Hals und Kops nach Paris; das machte Kan-
dide auch lüstern, diese Hauptstadt zu sehen; und über Hals und Kops eilte er ihnen
nach. So sehr viel lenkte er sch eben nicht aus dem Wege.
Er kam durch die Vorstadt St. Marceau hinein und glaubte sch in dem schmutzigsten
Dorse Westsalens zu bestnden. Kaum war er im Gasthose angekommen, so bestel
ihn eine kleine Unpäßlichkeit; eine Frucht seiner Strapazen. Da er einen außerordent-
lichen großen Diamanten an seinem Finger hatte, und man unter seinem Gepäck eine

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