Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 18.1893

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BOSIPOLIS IN OLYMPIA

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nur seit uralter Zeit in Olympia bekannt, sondern direkt loca-
lisirt war.
Σωτηρ ύψινεφές Ζεΰ, Κρόνιόν τε ναίων λόφον
τιμών τ’ Άλφεόν ευρύ ρέοντ’ Ίδαΐόν τε σεμνόν άντρον
betet Pindar 01. V, 40 zu dem Zeus von Olympia, dem So-
ter, dem Sosipolis. Dass das ’ίδαΐον άντρον wie der Kronos-
hügel und der Alpheios in Olympia zu suchen ist, lehrt der
ganze Zusammenhang; trotzdem ist es in alter und neuer Zeit,
auch früher von mir selbst, bestritten worden. Die Scholien
haben aber die wichtige, leider fetzenhafte und verderbte No-
tiz bewahrt: iv Ήλιδι Δημήτριος ό Σκέψιος νεών διάκοσμον ιερόν
Διός1. Sicherlich in der Nähe des Sosipolisheiiigtums wird
man diese Höhle zu suchen haben, falls sie nicht überhaupt
mit ihm identisch ist. Und wir dürfen jetzt wol zuversichtlich
die Behauptung aufstellen, dass dieser Sosipolistempel nicht
nur das älteste Zeusheiligtum von Olympia, sondern über-
haupt der Ausgangspunkt des ganzen Kultes ist.


Am Fusse des Kronoshügels am westlichen Ende der Schatz-
häuserterrasse, recht eigentlich έν ρ,έσω τών θησαυρών καί του
όρους, d.h. dessen südlichem Vorsprung, haben die deutschen

1 S. R. Gäde, Demetrii Scepsii quae supersunt S. 47, Fr. 54, der iv νεών
διαχο'σρ,ω zu schreiben vorschlägt.
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