Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 36.1911

Page: 8
DOI article: DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/am1911/0024
License: Free access  - all rights reserved Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
TH. SAUCIUC

39; vgl. auch oatog av mit dem Indicativ, wenn die Ergän-
zung richtig ist, in IG. II 1,62 und orav apahov mit dem In-
dicativ IG. II 5, 614 b, 31.
Z. 15 und 16: Weil: At^YNHPrH^ANEl^TO^tTON
EYMAPE^TEtjENTHtPOAE! ([x]a! ouvfjpyTioav Etg io otrov
sopapsg.ev rf) aoXst); Dragatsis: KAi^YNHPrH^ANEl^
TO^tTONEYHAPE^TE . ] . . NTEtPOAE); Pernice: [ptp] x[al]
dbvt)pyt]oav slg io otrov EopapEoiE[pov]][EtoctyEtv] ist ao^Et; Hiller
von Gaertringen: §g^A!^YNHPrH^ANEl^TO^tTONEYMA
PE^TE^^j^%^l^.^/,'E)NTEtPOAE! ([ptot x]al (nivf)pyt]oav Etg ro
otrov EopapEoiE[pov Eto]-][a^.]Etv iEt ao^Et. Vorerst sei bemerkt,
dass Z. 15 durch EopapEciEpo[v] vollkommen ausgefüllt wird.
In Z. 16 sehen wir vor N oben einen horizontalen Strich,
ebenso in der Mitte der Zeile den Ansatz eines zweiten Stri-
ches, parallel zum ersten. Daher kann der Buchstabe vor N
in Z. 16 nur ein E sein; somit steht sv ist ao^Et fest, was wir
schon auch bei Weil finden, nur dass er sv rip ao^st statt des
vorhandenen sv ist (sic!) ao^Et gelesen haG. Die Ergänzung
EtoctyEtv, die Pernice vorschlägt, sowie stoa^stv, das von B. Keil
und v. Wilamowitz vermutet wird, ist sicher unhaltbar. 'Ev
rsl ao^Et muss bleiben und der Raum vor sv, der für höch-
stens fünf Buchstaben ausreicht, kann wohl am besten durch
Etvcu ausgefüllt werden, wenn auch zuzugeben ist, dass die
Verbindung des EopapsotEpov mit Etactystv oder Etoa^Etv rsl ao^st
passender wäre. Mit der Aufzeichnung und Aufstellung des
Volksbeschlusses wird hier der ypappotiEug i&v apvcdv[E]) [tov]
betraut, wofür Weil röv de ypappctiEa i&v [. paii)oEa)v dv]}aypd-
i^ou, Dragatsis tov 8s ypappaiEu idiv - - - schreibt. Töv 8s ypctp-
parsa TMV apvravEMv steht hier wie IG. XII 5, 715 ausser
Zweifel. Pernice schliesst aus dieser Stelle, dass der ypctp-
parsäg T&v apvrdvEcov auch "in dem ersten Psephisma der An-
drier Z. 9' (s. Weil, AM. I 236; IG. XII 5,717) einzusetzen sei.
Es sei schon an dieser Stelle bemerkt, dass in der von Per-

' Dazu dass im Dativ seit 380 v. Chr. vielfach EL für T) geschrieben
wird, vgl. Meisterhans, Grammatik der attischen Inschriften ^ 36 und 120.
Doch möchte ich rel eher für ein Versehen des Steinmetzen infolge der un-
mittelbar darauf folgenden Endung EL von jto^EL halten.
loading ...