Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 14.1896

Page: 122
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122 —

132 gnuzfüderige0 Eiche» ä 2 fl. 30 kr. 330 fl. —
2 halbsüderige Eiche» a 1 fl. 15 kr. . 2 „ 80 kr.
300 übergehende südcrige Taniieu
.L. 30 kr..?.ISO „ -
585 gemeinfüderige » 20 kr.195 „ --
640 halbfiidnigc S 12 kr..128 „ —
800 Drilling a 10 kr.50 „ —
24 Stangen a 3 kr. 1 „ 12 kr.
Von geschiiiltcneiu Zrng im Ganzen 611 „ 34 „

Wohlgenieikt! Tie beigefüglen Sinninen sind
bloß Anschlag; cs heihl auSdiiicllich „veigebcnt-
lich und vhnc Bezahlung".
Jahr 1684
64 Eichen ganzfiiderig ä 2 fl. 30 kr. 160 fl. —
10 „ halbsiiderig ä 1 fl. 15 kr. 12 „ 30 kr.
41 Tannen gnuzsüdcrig ä 20 kr. . 13 „ 40 „
70 „ halbsiiderig a 12 kr. . 14 „ —
400 Drilling znm gcriislen a 10 kr. 66 „ 40 kr.
Oieschnitlencr Zeug (mich den Cügmnhlerech-
nungen) :
193 Bcschvck (— Schack 60 Sliily und
35 Stück, teils Brellcr vvn verschiedener Länge
)12 16 Schuh) und verschiedener.Dicke zl -l'/s
Zoll), leils Dielen (2—2 Ls Zoll dick), teils Lallen
lind Schallriegei in, Wert vvn 543 fl. — Aehn-
lich öfters, z. B. 1685 iiu Wert vvn 498 fl.
Die Schnittwaren worden meistens
ans den fürstlichen Sägcmnhlcn zugerichtck.
Ferner bedurfte man sehr viel Holz znm
Brocken machen. Die Fahrwege, die in,
allgemeinen sebr mangelhast waren, wor-
den nämlich mit guer gelegten Knüppeln
(Bruchhölzern) belegt, nicht nnr in Wäl-
dern, wo man sie bis vor kurzer Zeit sehen
tonnte. — Sodann lieferten die fürstlichen
Hüttenwerke unentgeltlich Eise». Von
Ablsgmünd und Iluterkoche» kam Slab-
nnd Zaineisen. Im Jahre 1684 wurde in
der Hofschmiede allein für 624 fl. 4s kr.
verarbeitet, und die Schmiedknechte bekamen
dazu noch die Kost. Gusseisen (Oefen,
zwei Uhrentafeln n. anderes) lieferte der
Schmelzofen zn Wasseralfingen. Was „ver-
gebendlich und ohne Bezahlung" geleistet
worden, belief sich im Jahre 1684 aus
1806 sl., 1685 ans 1494 fl., in den zwei
folgenden Jahren zusammen auf beinahe
200 sl. Der Zentner wurde zu 2 fl. 30 kr.
angeschlagen. — Wir müssen eS bei diesen
wenigen Angaben aus der reiche» Fülle
des Stoffes bewenden lassen.
(Schluß folgt.)
Vie Slnoiiialcro! im „Avchvrblii'tt
Von Amlseichter n. D. Beck.
Die Geschichte der altschwäbischen Glas-
malerei ist immer noch ungeschrieben und
st Etwa drei Fesliucker haltend.

vorderhand — und wobl noch längere
Zeit, wenn nicht neue Forschungen und
Funde inzwischen anstanchc» — ein kümmer-
liches Fragment. Nicht einmal mehr die
alle Technik ist sicher bekannt, was sich
daher erklärt, das; dieselbe stets sorgfältig
als Geheimnis bewahrt wurde. So bietet
denn auch der jüngst als Broschüre heraus-
gekommenc „Ueberblick re." des Herrn
vr. Probst (S. 27/28). in dessen im
„Archiv für christl. Kunst" erschienenen
Vorläufern die Glasmalerei gar nicht ge-
streift ist, über diesen Knnstzweig der ober-
schwäbische» Landschaft wenig und nichts
Neues und ist derselbe, wenn man auch
zugegebenermaßen bei dein mehr als lücken-
hasten Quelleumaterial keine großen An-
sprüche au eine übersichtliche Darstellung
stellen darf, immer noch ungemein dürftig
ausgefallen. Aus der f r ü hgolis ch e n Zeit
sind — um meinerseits eine gedrängte
Uebei sicht über diesen Knnstzweig in Schwa-
ben (möglichst unter Weglassung des bereits
von Herrn Probst Erwähnte») zn geben
— von größeren Werken nnr noch daS
große, i. I. 1869 bis 1871 durch Wil-
helm in Stuttgart restaurierte Hochaltar-
feilster mit 20 Cistercienserheiligen der
Kirche des ehemaligen NonnenstiflS Heili g-
Kreuzthal, welches sogar wahrschein-
lich Salemer Knnstprovenienz ist sowie
vielleicht einige Neste in der sonst namentlich
au Arbeiten aus dem 16. und 17. Jahr-
hundert reichhaltigen und bereits eingehend
in den Heften 11 und 20 des „Vereins
für Geschichte des Bodensees re." beschriebe-
nen GlaSgemaldcsammlnng der königlicheil
Svmmerresidenz in Schloß Hofen a. B.
vorhanden. Weitere Neste alter Glas-
malereien finden sich noch da und dort
vereinzelt, so in der Pflnmmernschen Ka-
pelle zn Biberach, woselbst die Stadl-
pfarrkirchc einst (nach der Beschreibung
im Freiburger D.-A. XIX. 1887) ') reich
an Glasmalereien gewesen sein muß, in
der Karmeliter- (jetzigen cvangelischcu)Kirchc
zn Naveusburg, im dortige» Natsaalc, in
der katholischen Stadlpfarrkirche von Saul-
gan, ans den Rathäusern zu Ehingen a. D.

0 S. 20: „Der Chvr hat gchapt Hipsche Hvhe
Fenster, und das hindenu Althor Ist vvuu ge-
inahlet glöser gesetn." S. 44: „Die Liberey
hat hipsche geuiahlete Glvsser gehabt mit Hay-
ligen des Allte» Werckhes ic."
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