Die Dioskuren: deutsche Kunstzeitung ; Hauptorgan d. dt. Kunstvereine — 8.1863

Page: 153
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Mutsche Kunst-Zeitung.

o.

> Achter Jahrgang.

HkranLgegeben und rebigut

1 von j

24. Mai \

; M 21. <

Dr. Max Schasler,

-> Herausgeber des „Deutschen Kunst-Kalenders" in Berlin. -s

1863. ,

o

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Abhandclndcr Artikel: Zur Reorganisation der Akademie der
Künste in Berlin.

Korrespondenzen: © Düsseldorf, den 20. Mai. (Adlofs;
Permanente Ausstellung.) — f Nürnberg, den 22. Mai.
(Beiträge zum Germanischen Museum.) — -/ München,
den 20. Mai. (Kunstverein). — B. N o m, im Mai. (Aus-
grabungen.) — f Rom, im Mai. (Originalzeichnungen

alt:

von Carstens.) — B. Florenz, im Mai. (Faxade von
Sta Croce.)

Kunstltironik: Lokalnachrichten ans Berlin, Kö.n, Leipzig, Mün-
chen, Stuttgart, Wien, Paris, London.

Kunst-Kritik: Der diesjährige Pariser Salon.

Kunstinstitntc u. Kunstverrinc: Archäologische Gesellschaft in
Berlin. — Ausstellungskalendcr.

Zur Reorganisation der Akademie der Künste in Werlin.

s sind zur Reorganisation der Akademie
bereits so viel Vorschläge gemacht worden,
daß es scheint, als ob man Eulen nach
(Spree-) Athen tragen wollte, wenn man
> dieselben noch durch neue zu vermehren
^ suchte. Andererseits aber bietet die Frage
wieder so verschiedene Seiten dar, daß
eine öftere Beleuchtung derselben doch im-
merhin von Nutzen sein möchte; nament-
lich im gegenwärtigen Augenblick, wo, wie
es scheint, man ernstlicher an eine definitive
Konstituirung unserer akademischen Kunstlehr-
organisation denkt. Daranfdeutenwenigstcns
die in Künstlerkreisen verbreiteten Gerüchtehin,
welche sich neuerdings mit der Aufhebung des
Provisoriums durch Designation eines Direktors*) sowie mit
*) Siehe Nr. 18 der „Dioskuren" unter Chronik. D. R.

der Erbauung eines neuen Akademiegcbäudes*) beschäftigen.
Es scheint deshalb nicht ungeeignet, die öffentliche Auf-
merksamkeit auf diesen Punkt zu lenken, und dadurch zu
weiterer, allgemeiner Aussprache Veranlassung zu geben.

Unter den zahlreichen principiellen Punkten der Betrach-
tung, welche die Reorganisationsfrage darbietet, wollen
wir heute nur einen herausgreifen, der — obgleich unseres
Wissens »ach gar nicht erörtert — doch eine nicht zu über-
schätzende Tragweite hat. Man hat bisher nämlich die
Ernennung eines ständigen Direktors (auf Lebenszeit) als
selbstverständliche Veraussetzung gelten lassen und hieran
weitere Folgerungen geknüpft. Allein, ist denn — fragen
wir — die Ernennung einer bestimmten Person zum lebens-
länglichen Direktor durchaus nothwcndig, ja nur wünschens-
werth? Wäre nicht ein unter den Mitgliedern des Senats

*) Siehe Nr. 19 u. 20 der „Dioskuren" unter Chronik. D. R.
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