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GÖHRDE-BREDENBOCK

Die zerstreute Bebauung Bredenbocks er-
streckt sich entlang eines Weges, der nördlich
der B 216 den Ort mit den Nachbardörfern
Metzingen und Tollendorf verbindet. Durch
Neuansiedlung hat das Dorf zu Beginn des 20.
Jh. erhebliche Erweiterungen erfahren. Sei-
nen alten Mittelpunkt markiert noch heute die
Kapelle, die im Jahre 1732 einen verfallenen
Vorgängerbau ersetzte. Der bescheidene Zie-
gelfachwerkbau wird von einer gepflegten
Grünanlage umgeben, in der ein Kriegerdenk-
mal aufgestellt ist. Im Norden dieser Anlage
steht auf Hof Nr. 21 ein großes Zweiständer-
haus aus dem Jahre 1793. Es ist das einzige
weitgehend original erhaltene Haupthaus der
ursprünglichen vier Höfe, aus denen Breden-
bock bis ins 19. Jh. hinein bestand.

kommene große Zweiständerhaus des Hofes
Nr. 20 aus dem Jahre 1864 ein letzter Zeuge
der alten Bautradition.

GÖHRDE-SARENSECK

Das 3 km südwestlich Hitzackers gelegene
Dorf zeigt in seiner Parzellenstruktur noch
einige Rundlingsmerkmale. Die charakteristi-
schen giebelständigen Hallenhäuser sind je-
doch überwiegend stark verändert oder er-
setzt worden. Ein Zweiständerhaus aus dem
Jahre 1771 steht noch auf Hof Nr. 1 und gibt
einen Eindruck von der ursprünglichen Be-
bauung des Dorfes.
GÖHRDE-SCHMARDAU

GÖHRDE-DÜBBEKOLD

Die kleine Siedlung Dübbekold am Oberlauf
des Kateminer Mühlenbaches war im frühen
20. Jh. vorwiegend Wohnplatz für Forstbe-
dienstete und Waldarbeiter des nahen Staats-
forstes Göhrde. So diente der heutige Hof Nr.
3 lange Zeit als Forstsekretärgehöft. Sein
Haupthaus wurde 1859 als Vierständer-Hal-
lenhaus eines landwirtschaftlichen Anwesens
errichtet. Es ist heute vollständig zu Wohn-
zwecken umgenutzt.
GÖHRDE-KOLLASE

Der am Ostrand der Göhrde gelegene Ort be-
stand ursprünglich aus zwei Vollhufen, die zu
Beginn des 20. Jh. in einer Hand vereinigt wur-
den. Um 1910/12 wurde der Ausbau des An-
wesens zum Gutshof begonnen. In schneller
Folge entstandenen zahlreiche Wirtschafts-
und Wohngebäude. Daneben blieben auch
die beiden stattlichen Haupthäuser der alten
Höfe erhalten, die in den Jahren 1757 und
1811 jeweils in Zweiständerkonstruktion er-
richtet wurden.

GÖHRDE-MAILAGE

Mailage ist ein am Ostrand der Göhrde liegen-
der Einzelhof, dessen Name laut mündlicher
Überlieferung von einer Weide herrührt, deren
Tränke nur bis Mai Wasser führte. Das Haupt-
haus des Hofes ist ein bescheidenes, 1846 er-
bautes Zweiständer-Hallenhaus, wie es vor-
wiegend auf Kossaterstellen errichtet wurde.
GÖHRDE-METZINGEN

Metzingen liegt nördlich an der von Hitzacker
nach Lüneburg führenden B 216, die hier das
hügelige und bewaldete Gelände des Hohen
Drawehn durchquert. Das alte, rundlings-
artige Dorf mit acht Höfen hat zu Beginn des
20. Jh. eine erhebliche Erweiterung an der
Landstraße erfahren. Die damals entstande-
nen Ziegelbauten beherrschen heute das
Ortsbild. Im Dorfkern ist das vollständig über-

Das kleine Dorf Schmardau liegt im Hohen
Drawehn südlich Metzingens und hat seine
Rundlingsmerkmale, die es noch im ausge-
henden 18. Jh. zeigte, heute völlig verloren. In
der zweiten Hälfte des 19. Jh. wurde der Hof
Nr. 1 nach Nordosten aus dem Dorf ausgesie-


Göhrde-Bredenbock, Kapelle, 1732

Göhrde-Bredenbock, Nr. 21,
Wohn-Wirtschaftsgebäude, 1793


Göhrde-Sarenseck, Nr. 1,
Wohn-Wirtschaftsgebäude, 1771


delt. Als Haupthaus wurde damals ein mächti-
ges Vierständer-Hallenhaus errichtet, dessen
Datierung und Inschriften heute leider nicht
mehr lesbar sind. Ein weiteres Hallenhaus in
Vierständerkonstruktion entstand noch im
Jahre 1887 auf Hof Nr. 5 und zeigt somit die
Spätestform dieser Gebäudegattung.
Das Zweiständerhaus Nr. 3a stammt dagegen
in seinem Kern noch aus dem frühen 18. Jh.
Im Jahre 1885 wurde sein Wirtschaftsteil um
zwei oder drei Fach zum Dorfplatz hin verlän-
gert. Offenbar wurde dabei gemeindeeigenes
Land überbaut, was drei Jahre später durch
eine Spezialteilung reguliert werden mußte.
Das heutige Ortsbild Schmardaus erhält
durch den alten Baumbestand auf den Höfen
sein besonderes Gepräge.
GÖHRDE-TOLLENDORF

Auf leichter Anhöhe, halbwegs zwischen
Metzingen und Tollendorf gelegen, steht der
achtseitige Unterbau einer Kappenwindmüh-
le. Die Mühle, der Kappe und Windwerk schon
längere Zeit fehlen, wurde laut Inschrift im

Göhrde-Mailage, Nr. 1,
Wohn-Wirtschaftsgebäude, 1846


Göhrde-Kollase, Nr. 1,
Wohn-Wirtschaftsgebäude, 1757


Göhrde-Kollase, Wohn-Wirtschaftsgebäude, 1811


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