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Sänger, Falk-Reimar [Hrsg.]
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: Baudenkmale in Niedersachsen (Band 21): Landkreis Lüchow-Dannenberg — Braunschweig, 1986

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https://doi.org/10.11588/diglit.44260#0178
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und feuchten Ortslage wurden die Höfe wäh-
rend des 19. Jh. auf höherem Geländeniveau
neu errichtet. Nur ein Hof (Nr. 2) mit den tradi-
tionellen Gebäuden (Torscheune, Vierstän-
derhaus und Längsscheune), die alle im 19.
Jh. entstanden, ist an seinem alten Standort
verblieben und vermittelt einen Eindruck des
ehemaligen Ortsbildes.
SCHNEGA-HARPE

Harpe ist der südlichste Siedlungsplatz des
Kreisgebietes und besteht nur aus drei Halb-
höfen und einer Kossaterstelle. Im Jahre 1842
vernichtete ein Schadenfeuer unter anderem
auch das Haupthaus des Hofes Nr. 1. Der im
gleichen Jahr entstandene Nachfolgebau, ein
Vierständerhaus mit der typischen Vorschau-
er, steht heute noch unverändert auf diesem
Hof. Das Streben nach feuersicherer Bauwei-
se führte offenbar auch dazu, das Backhaus
des Hofes teilweise in Feldsteinmauerwerk
auszuführen.

Schnega-Gledeberg, Nr. 10,
Wohn-Wirtschaftsgebäude, 1836


Schnega-Kreyenhagen.
ehemaliges Krughaus Neu Kreyenhagen, 1836-42


Schnega-Oldendorf,
Wagenremise der Wassermühle, 1813


SCHNEGA-HARPER MÜHLE

Die bereits 1243 erstmals erwähnte Wasser-
mühle liegt an der Dumme etwa 1 km nordöst-
lich des Dorfes Harpe. Die seit 1940 stilliegen-
de Mühle hat ihr Wasserrad verloren, der Stau
ist teilweise verlandet. Das Haupthaus, ein
teilmassiviertes Ziegelfachwerkgebäude aus
dem Jahre 1767 umschließt zusammen mit
mehreren aneinandergebauten landwirt-
schaftlichen Nebengebäuden des 19. und 20
Jh. einen rechteckigen Wirtschaftshof.
Der Reiz der landschaftlich hübsch gelegenen
Anlage wird allerdings durch einen modernen
Brückenbau über die Dumme erheblich ge-
stört.

SCHNEGA-KREYENHAGEN

Kreyenhagen-Schnackenburg ausgebaut
wurde, entstand in den Jahren 1836-42 ein
Krughaus mit der Bezeichnung Neu-Kreyen-
hagen. Das Ziegelfachwerkhaus steht noch
heute nahezu unverändert an der B 71 bei der
Abzweigung der Straße nach Clenze.
SCHNEGA-LEISTEN

Die alte Rundlingform des südlich Schnegas
an einem flachen Westhang gelegenen Dor-
fes Leisten wurde durch Nachsiedlung, Aus-
siedlung und Umkehrung von Höfen völlig
verändert. Ein Hallenhaus (Nr. 8) nimmt noch
seinen angestammten Platz in traditioneller
Stellung ein. Das im Jahre 1840 in Vierstän-
derkonstruktion errichtete Gebäude zeigt
auch die für diese Region typische Vorschau-
er.

Das südwestlich von Clenze im Hohen Dra-
wehn gelegene Dorf Kreyenhagen (früher
Kreyendorf) hatte offenbar bereits einen län-
geren Wüstungsprozeß hinter sich, als im Jah-
re 1654 das letzte bewohnte Haus abbrannte.
Im 18. Jh. wurde hier eine Schäferei eingerich-
tet. Als im 19. Jh. die Straßenverbindung

Schnega-Harpe, Nr. 1,
Wohn-Wirtschaftsgebäude, 1842


SCHNEGA-OLDENDORFER MÜHLE
Die nordöstlich Schnegas in reizvoller Land-
schaft gelegene Mühle wurde erst im Jahre
1961 stillgelegt. Ihre gesamte Anlage und Ein-

Schnega-Harpe, Nr. 1, Backhaus


Schnega-Oldendorf, Wassermühle, 1895


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