Sänger, Falk-Reimar [Editor]
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: Baudenkmale in Niedersachsen (Band 21): Landkreis Lüchow-Dannenberg — Braunschweig, 1986

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Waddeweitz-Diahren, Verkoppelungskarte, 1806,
Amt für Agrarstruktur, Hannover


WADDEWEITZ-DIAHREN

Das im Niederen Drawehn südlich der B 493
gelegene Dorf Diahren hat die Form einer
Sackgasse mit Rundlingsmerkmalen. Die
Hauptgebäude der Höfe sind fast ausschließ-
lich traditionelle Hallenhäuser in Vierständer-
konstruktion. Ihre Inschriften sowie die glei-
chen Baudaten der Häuser Nr. 7, 8, 9 und Nr.
10 belegen einen Großbrand im Jahre 1808.
Der anschließende Wiederaufbau prägt im
wesentlichen bis heute das Ortsbild. Aus die-
ser Zeit stammen auch das undatierte Haus
Nr. 2 sowie Haus Nr. 1, welchem 1894 am
Wirtschaftsgiebel ein traufständiges zweige-
schossiges Ziegelfachwerkwohnhaus vorge-
baut wurde. Zwei weitere Brände in den Jah-
ren 1856 und 1876 betrafen jeweils nur einzel-
ne Höfe, die in herkömmlicher Weise wieder-
aufgebaut wurden. Auch die Nebengebäude
stammen überwiegend aus dem vorigen Jahr-
hundert, so daß sich zusammen mit dem alten
Baumbestand ein fast unverändertes Ortsbild
des 19. Jh. erhalten hat.
Von völlig anderer Art ist die im Jahre 1899
südöstlich des alten Dorfkerns entstandene
Villa (Nr. 22). Das mit Schmuckformen über-

ladene Ziegelfachwerkgebäude spiegelt ein
gesteigertes Selbstdarstellungsverlangen
seines Bauherrn wider.
WADDEWEITZ-DICKFEITZEN

Das am Osthang des Hohen Drawehn gelege-
ne Dorf Dickfeitzen zeigt heute ein stark auf-
gelockertes Siedlungsbild, während für das
frühe 19. Jh. noch einige Rundlingsmerkmale
belegt sind. Alle heutigen Gebäude sind ge-
gen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jh.
entstanden. Das einzige Hallenhaus in Dick-
feitzen steht etwas abseits der Ortsmitte (Nr.
4). Es wurde im Jahre 1873 in Vierständerkon-
struktion errichtet und zeigt die Spätform die-
ses Gebäudetyps. Im Nordwesten des Dorfes
steht auf dem Friedhof eine bescheidene Zie-
gelfachwerkkapelle aus der Zeit um 1900.
WADDEWEITZ-DOMMATZEN

Dommatzen liegt an der B 493 westlich von
Waddeweitz und war bis ins 18. Jh. ein herr-
schaftliches Vorwerk. Dann wurde es im Zu-
sammenhang mit der allgemeinen Besied-

Waddeweitz-Diahren, Dorfplatz mit den Höfen Nr. 3, 4, 6, 7



Waddeweitz-Diahren, Nr. 1,
Wohnhaus, 1894

Waddeweitz-Diahren, Nr. 10,
Wohn-Wirtschaftsgebäude, 1808


Waddeweitz-Diahren, Nr. 22,
Wohnhaus, 1899


Waddeweitz-Dickfeitzen, Nr. 4,
Wohn-Wirtschaftsgebäude, 1873



Waddeweitz-Dommatzen, Nr. 3,
Wohnhaus, 1903

Waddeweitz-Groß Wittfeitzen, Kirche


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