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Bockei, Bockei 8, Hofanlage


Bockei, Bockei 8, Erdkeller


schließenden Gemeindefreien Gebiet Osterheide
mit dem Nato-Truppenübungsplatz Bergen, der
die gesamte Gemeinde von den jenseits der
unbewohnten Flächen liegenden Ortsteilen der
Stadt Fallingbostel trennt.
Auf nur fünf der insgesamt neun historischen
Höfe sind denkmalwerte Gebäude zu erwähnen,
obwohl sich die Siedlungsstruktur der zumeist
idyllisch gelegenen Einzelanlagen nur wenig ver-
ändert hat. Die Gebäude hingegen wurden seit
Beginn der Veränderung der landwirtschaftli-
chen Nutzungsstruktur den jeweils neuen Be-
dingungen angepasst und erscheinen heute
vielfach umgebaut. Insbesondere die jüngsten
Modernisierungsmaßnahmen hatten u.a. bei der
Vergrößerung der Fenster Gefügeveränderun-
gen zur Folge.
Eine Ausnahme bildet der fast neun Kilometer
von Wietzendorf entfernte Lehmberghof, Bockei
1, der sich in der ansteigenden Hügellandschaft
an einem nach Westen in die Böhme fließenden
Bachtal nahe des etwa 100 Meter hohen Lehm-
berges angesiedelt hat und heute inmitten von
Truppenübungsplatzflächen zwischen B 3 und
der Autobahn südlich der Kreuzung und der
Auffahrt nach Soltau liegt. Im südlichen Teil der
von Norden erschlossenen und von ausgedehn-
ten Waldflächen des Staatsforstes Wense um-
schlossenen Hofanlage stehen unterhalb des
durch Umbauten veränderten Wohnwirtschafts-
gebäudes von 1865 eine Reihe weitgehend un-
veränderter Wirtschaftsgebäude aus dem frühen
18. bis Mitte 19.Jh. inmitten von altem Baumbe-
stand und Resten der alten Hofpflasterung.
Das älteste Gebäude ist der 1731 erbaute, im
Inneren teilweise erneuerte langgestreckte Hof-
schafstall, dessen hohes Dreiviertelwalmdach in-
zwischen überwiegend mit Stegbiechen ge-
deckt ist. Das teilweise nachträglich auf einem
Ziegelsockel aufgebaute, verbohlte Fachwerk-
gerüst in Oberrähmkonstruktion mit eingehäls-
ten mächtigen Ankerbalken ist quer- und längs-
aufgeschlossen. Es wird von dem giebelseitig auf
profilierten Knaggen vorkragenden Dreiviertel-
walmdach und den im Giebeltrapez offenen
Gefachen gekennzeichnet. Etwas später, 1733,


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