Muss, Ulrike; Bammer, Anton; Österreichisches Archäologisches Institut [Editor]
Forschungen in Ephesos (Band 12,2: Textband): Der Altar des Artemisions von Ephesos — Wien: Verl. d. Österreich. Akad. d. Wiss., 2001

Page: 121
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1 cm
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Die Deckprofile der Eschara

ten sind. Seite B: oberer Teil einer gerahmten ,gesprengten4 (offe-
nen) Palmette, deren Blätter - wie auch die kragbogenförmig rah-
menden - an ihrer Oberfläche bestoßen sind.
Unpubliziert
MB
433 StJ 78/15 Kat.-Nr. 185
Maße: H: 25,0 cm; T: 11,0 cm; L: 28,5 cm (inkl. Bruch)
FO: Areal der Johannesbasilika
AO: Depot der Johanneskirchengrabung
Profil wie Art. 70/4. Oberes Auflager bis zu einer Tiefe von
11,0 cm erhalten und grob gepickt. 5,7 cm hohes, glattes Profil,
dessen Oberfläche von herabgelaufenem Wasser korrodiert ist.
Unter dem Profil kleine Hohlkehle, darauf folgend große Hohl-
kehle mit dem Motiv der alternierend geschlossenen und geöffne-
ten Palmetten. Hier zwei offene und eine geschlossene Palmette
des auf Art. 70/4 erhaltenen Typus erhalten. Die schräg an das
Profil anstoßenden Blätter, die sich oben etwas einziehen, liegen
in der Achse der Palmetten, wie bei Art. 70/4. Eier und Zwi-
schenblätter zeigen deutlich Korrosionsspuren von Wasser, insbe-
sondere die Grate der Hüll- und Zwischenblätter sind wie ausge-
waschen.
Der großteils verbrochene Astragal zeigt hohe kugelige Perlen,
schmale grätige ellipsoide Scheibchen, alle durch deutlich angege-
bene Stege voneinander getrennt. Hüll- und Zwischenblätter ha-
ben ebenfalls feine Verbindungsstege zu den Scheibchen des
Astragales.
Das untere Auflager war grob gepickt.
Unpubliziert
MB
434 StJ 81/72 Kat-Nr. 186
Maße: H: 25,5 cm; L: 35,5 cm
FO: Areal der Johannesbasilika
AO: Depot der Johanneskirchengrabung
Deckprofil wie Art. 70/4 mit oberem und unterem Auflager und
den entsprechenden Profilbestandteilen. Das untere Auflager war
mit dem Zahneisen bearbeitet und ist heute korrodiert.
Vom Kyma ist nur ein Ei vollständig erhalten, von zwei weiteren
nur die Hüllblattansätze, der Astragal ist fast vollständig verbro-
chen. Die Kymaphase betrug etwa 8,0 cm. Die Oberfläche des
Werkstückes ist stellenweise versintert. Die offenen Palmetten ha-
ben volle gegratete Blätter, ebenso die Eotosblüten, deren Blätter
aber etwas schmaler sind. Die Blätter der geschlossenen Palmetten
sind nicht konkav, sondern in ihrer Mitte geschlitzt. Von den Volu-
ten bei den Palmetten und gezackten Blättern sind bei StJ 78/15
nur mehr die kleinen Bohrlöcher vorhanden.
Unpubliziert
MB
435 StJ 87/53 Kat.-Nr. 187
Maße: H: 26,5 cm; L: 36,5 cm
FO: Areal der Johannesbasilika
AO: Depot der Johanneskirchengrabung
Eckfragment eines Deckprofiles; unteres und oberes Auflager teil-
weise erhalten. Aufgebaut wie die Eckfragmente Art. 67/35 und
SU 1975. Im Unterschied zu diesen ist hier aber auch das Kymati-
on erhalten, dessen Phase 8,5 cm beträgt.
Der Lotospalmettenfries ist an der Ecke verbrochen. Von der Eck-
lösung des Kymations ist auf Seite A ein Teil des Eies erhalten.
Auf der Seite B ist dieses völlig weggebrochen.

Auf Seite A ist der Ansatz einer Ranke zu sehen, die ausgehend
vom Hüllblatt des Eies zur Volute hin S-förmig geschwungen ist.
Der über Eck laufende Astragal ist ebenfalls verbrochen.
Unpubliziert
MB
StJ 90/o. Nr. Kat.-Nr. 188 436,437
Maße: H: 25,5 cm; T: 63,5 cm (ohne Profil); 75,0 cm (mit Profil);
L: 94,5 cm
FO: 1990, beim Abriss der Häuser zwischen Johannesbasilika und
Zitadelle gefunden
AO: Johannesbasilika, Steingarten
Epikranitis. Gleiches Profil wie SU 87/53 und die übrigen von der
Johannesbasilika oder aus dem Artemision stammenden Blöcke.
Erhalten sind elf mehr oder weniger gut erhaltene Eier des Kyma-
tions, deren Phase zwischen 8,3 und 8,4 cm variiert. Der Astragal
darunter ist fast vollständig verwaschen und abgerieben. Beide
Seiten offenbar sekundär abgeschlagen.
Die Aufsicht ist gepickt und zeigt insgesamt 5 Stemmlöcher, da-
von 3 schmale unmittelbar beieinander links - ein breiteres bei der
rechten Seite - alle hochkant, sowie ein querliegendes etwa nach
der Mitte des Steines. Zur Rückseite eine Klammer oder ein Dü-
bel.
Die Untersicht zeigt Zahneisenbearbeitung.
Unpubliziert
MB
Appendix: Vergleichbare Deckprofile aus dem Artemision und
aus Ephesos
Art. 69/5 Kat.-Nr. 189 438,439
Maße: H: 19,5 cm; L: 22,7 cm
FO: In der sog. Ausgleichsschicht über dem Rinnenfundament des
Altarplatzes am 10. 9. 1969
AO: Depot Gh
Eckfragment von Epikranitis mit abgetrepptem Profil, bestehend
aus kleinem Rundstab sowie zwei Fascien. Unter diesen Hohlkeh-
le. Seite A ist glatt, auf Seite B sind die Reste einer großen offenen
Palmette erhalten. Die Form des erhaltenen Blattstengels mit ein-
getieftem Mittelgrat entspricht den Palmettenblättern auf Kapitell
K 1. Dem Verlauf des Blattes folgend sind vier winzige mehr oder
weniger eingetiefte Bohrlöcher zu sehen. Die Oberfläche dieser
Seite ist nicht fertig abgearbeitet und dementsprechend nicht voll-
ständig geglättet. Der erhaltene Teil der Aufsicht ist in gesamter
Tiefe mit dem Zahneisen bearbeitet.
Unpubliziert
UM
o. Nr. Kat.-Nr. 190 440,441
Maße: H: 22,10 cm; L: 79,75 cm
FO: entweder 1971 im Areal der Johanneskirche oder in Ephesos
gefunden
AO: Ephesos, Steindepot (nach Zwischenlagerung bis 1977 im
Depot des Gh)
Epikranitis. Die Vorderseite zeigt ein System von Lotosblüten,
die durch jeweils eine geöffnete und eine geschlossene Palmette
unterbrochen werden. Bei dem darunter direkt anschließenden
Kymation liegen die Eier nicht in der Achse der Palmetten (wie
bei 70/1 und 70/4). Die Eier stoßen oben schräg an. Der Astragal
ist stellenweise nur noch zu erahnen. Die Kymaphase beträgt
8,5 cm.
Sechs Eiphasen betragen 51,0 cm. Die Entfernung von Lotosblüte
zu Lotosblüte beträgt 14,5 cm; die Korrespondenz 5,6 cm.

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