Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 52.1901-1902

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Unsere Silber.

(32. Gm telsch ließe von Reck & Schwarz, München. Silber,
z. T. gebräunt, z. T. vergoldet; Stein blaßgrün. (2/s d. w. Gr.)
Muster geschützt.

pork vermacht, so daß dieses Museum aus diesem
Erbanfall über ein jährliches Einkommen von etwa
einer Million Mark verfügt. Meiches europäische
Museum ist in der Lage, damit konkurrieren zu
können?

(Unsere (Kikder.

ie Dülferschen Merke — Abb.95 \\7 —

sind meistenteils bereits in dem zuge-
hörigen Aufsatz näher beleuchtet; nur
die vier letzten Bilder — auf Seite 77 —,
welche erst eingereiht wurden, nachdem
der Satz der vorhergehenden Bogen bereits feststand,
bedürfen noch einer kurzen Erläuterung. Es sind
Konkurrenz - Entwürfe für die neu zu erbauenden
Theater in Dortmund und Freiburg i. Br., beide
für eine Besucherzahl von f200 Personen berechnet.
Das Dortmunder Theater kommt auf einen schief-
winkeligen Platz zu stehen, dessen unregelmäßige Ecken

einerseits durch die
Magazine und Ver-
waltungsgebäude,
anderseits durch
Foyer mit Restaura-
tion eingenommen
werden. Es folgen
neuere Münchener
Schmucksachen,
über deren Aus-
führungsweise der
Textunterdruck das
Nötige mitteilt.

Roth müllers
Schmucksachen sind
in unserer Zeitschrift
keine Neulinge; so
neu und eigenartig
sie aber auch stets
sind, so verleugnen
sie doch niemals die

Lehre, die ihr Meister seiner Zeit in der Schule der
Alten genossen. Man wird bei seinen Arbeiten immer
durchfühlen, daß bei der Entstehung der Ent-
würfe Zweck und Material die leitenden Faktoren
gewesen sind.

Die Schmucksachen von P. Merk bewegen sich
mehr auf dem von I. F. Werner-Berlin unter
Führung pirzels eingeschlagenen Mege, während
Thallmayrs Aämme und Schließen ihren künst-
lerischen Eharakter hauptsächlich durch die überaus
feinfühlige Durcharbeitung naturalistischer Pflanzen-
dekoration erhalten. Bei diesem Anlaß sei bemerkt,
daß Nikolaus Thallmayr vor kurzem in der Firma
Eduard Schäpflich, Nachfolger von NikolausThall-
inayr, ausgegangen ist. Die abgebildeten Arbeiten
stammen noch alle aus der Zeit vor dieser Vereinigung
mit Goldschmied Schöpflich.

Die weiteren Schmucksachen vonAeckdcSchwarz,
endlich die von A. Rees haben ihren Pauptreiz in
der Farbenzusammenstellung von Steinen, Perlmutter
und Metall. An diese ausgeführten Stücke reihen
sich einige Entwürfe zu Schmucksachen: von Albin
Müller ein Anhänger und eine Vorstecknadel aus
Silber und Steinen — und von Beruh. Wenig
ein Aufsteckkannn aus Schildpatt mit vergoldeter
Silbermontierung und Edelsteinen — ganz originelle
Arbeiten auf diesein Gebiete. Menig, der lange
Zeit von Berchtesgaden aus für sehr verschiedene
Zweige der dekorativen Aunst gearbeitet, hat diesen
seinen peimatsort vor kurzem verlassen und an der
Zeichenakademie in panau eine Lehrstelle angetreten.

Dem schmiedeisernen Thor von Sch obloch Sc
Airsch, das genügend für sich selber spricht, folgen
zwei elektrische Tischlampen von Ejetnr. Jobst, die
einiger erklärender Morte bedürfen. Bei der ersten
Lampe gelangen die Drähte von hinten in den Fuß
und steigen dann bis zum Aopf der Figur empor;
hier verzweigen sie sich in die beiden Ringhälften,
wo sie in einer ringfärinigen Aontaktfläche endigen,
welche seitlich am Pauptring befestigt ist; in dem
kleineren Ring läuft eine federnde Nadel, welche mit
den an der Rückseite der Scheibe befestigten Drähten
in Verbindung steht, wodurch der Rontakt hergestellt
wird, ohne die Beweglichkeit der Scheibe zu beein-
trächtigen. Bei der anderen Lampe treten die Drähte
durch das Ende der Schwanzflosse ein und gehen
durch den Aörper und die Arme zur Glühbirne. —
Das Brunnenmodell harrt noch eines Auftraggebers.
Das Ganze ist für das Innere eines pauses, z. B.
dem Eingang gegenüber gedacht, etwa mit Ausnahme
der helleren Nymphen in farbigem Marmor.

Dein prächtigen Taufstein — S. 9l — sind alle
nötigen Erklärungen beigedruckt.

(33. Giirtelschließe von A. Rees,
München, kfauxtrahmen vergoldet,
Slätter Silber, z. T. grün oxydiert,
— Blumen und Anhänger ans Perl-
mutter, — unten ein Almandin,
ebenso an den Pollen der Staubfäden,
(b/i d. w. Gr.) Muster gesch.

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