Prähistorische Blätter — 6.1894

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Verschiedenes.

nach Depot-Funden. Gussformen. — II. Abtheilung: Gräber-Funde der
Bronzezeit. I. Grabstätten der h'egenden Hocker. II. Hügelgräber. Er-
klärung der Tab. XLVIII—LV. Analogien zwischen Depöt- und Gräber-
funden. Der Mensch der Bronzezeit (Todtenbestattung). Schlussbetracht-
ungen. Gesammtresultate.

Sammler, Der. Herausgeber Dr. H. Brendicke. Berlin. XV. Jligg.,
1894, Nr. 23. Enth. u. a.: S. 353—355. Das Steinkammergrab von
Gleesen bei Lingen.

Siret, L. L’ Espagne prehistorique. („Revue des questions scientifiques.“
Bruxelles 1893, Octobre. S. 1—78.) Mit zahlreichen Plänen und Ab-
bildungen im Text.

In dieser Publikation berichtet der allseits wohlbekannte Verfasser
über neue Entdeckungen, welche er im südlichen Spanien gemacht hat.
Von der älteren Steinzeit bis herab zur Eisenzeit erstrecken sich diese
Forschungen, deren Hauptgewicht der Verf. auf die neolithische Periode
legt. Die Funde dieser Epoche sind aber auch besonders interessant
und bringen manches Neue für die Wissenschaft. Recht wichtig er-
scheinen uns die von Herrn Siret hervorgehobenen Analogien zwischen
der neolithischen Cultui' Spaniens und der von Hissarlik-Troja, die nicht
nur im Material zu Waffen und Werkzeugen, sondern auch in der Form
derselben, sowie in der Töpferei und deren Verzierung klar zu Tage
treten. Die Arbeit ist mit zahlreichen vortrefflichen Abbildungen von
der Hand des Verf. ausgestattet und bringt schon jetzt eine Fülle wichtigen
Matei'ials. Herr Siret beabsichtigt die vorerst nur kurz von ihm ge-
schilderten Forschungen in einem grösseren Werke zu veröffentlichen, dem
wir mit Spannung entgegensehen.

Szombatty, J. Ein Tumulus bei Langenlebarn in Niederöster-
r e i c h. F u n d b e r i c h t. Mit 23 Abbilduugen. („Mittheilungen der prä-
historischen Commission der Kais. Akademie der Wissenschaften“. I. Bd.
Nr. 3, 1893.)

Der verdienstvolle Custos der prähistorischen Sammlung des k. k.
naturhistorischen Hofmuseums bietet uns hier eine Veröffentlichung der
reichen und interessanten Funde, welche unter seiner Leitung einem
Grabbügel der Hallstattzeit bei Langenlebarn in N.-Ö. entnommen wurden.
Begleitet ist die Monographie von wirklich ausgezeichneten Abbildungen.
welche nach Art und Weise der Darstellung uud Ausführung muster-
gültig genannt werden können. Was die Funde selbst betrifft, so decken
sie sich im Grossen und Ganzen mit den bereits bekannten Hallstatt-
zeitfunden vou Gemeinlebarn in N.-Ö., nur dass der Tumulus von Langen-
lebarn noch manches Neue dazu brachte.

Verschiedenes.

Der Vorstand und Ausschuss des Vereins für Geschichte und
Alterthumskunde in Hohenzollern in Sigmaringen hat Dr. J. N a u e
einstimmig zum Ehrenmitglied erwählt und zwar als „Beweis der
Anerkeunung, welche er durch seine rastlosen Forschuugen und hierdurch
erworbener Verdienste um die prähistorische Wissenschaft in so reichem
Maase ve.rdient.“ .

Verlag und Redaction von Dr. J u 1. N a u e in Münclien, Promenadeplatz C.

Kgl. Hof- und Universitätsbuchdruckerei von Dr. C. Wolf & Sohn in München.

Commissionsverlag der litterarisch-artistischen Anstalt
(Tiieodor Riedel) in Münehen, Prannerstrasse 13.
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