Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 25.1907

Page: 81
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Organ für Geschichte, MtertumMunde,

Annst und Aultur der Diözese Kottenburg und der angrenzenden Geriete.

herausgegeben und redigiert von Amtsrichter a. D. Vecsk in Kabensburg.
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stets direkt an Amtsrichter a. D. Be ck in Ravensburg, B e stel l nng e n nnd Reklamationen an
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s.

Wo?.


Schwabische Biographien.
Iii. Lcdoen. 44. Herzogin Maria
Augusta von Württemberg, ge-
borene Prinzessin von Thuru
und Taxis.!)

151 Jahre sind dahin gerauscht, seit-
dem im Schlosse zu Göppingen eine edle
sürstliche Dame, reich ausgestattet mit
allen Gaben des Körpers und des Geistes,
ihre Augen für immer schloß. Es war
dies Herzogin Maria Augusta von
Württemberg, die Mutter Herzog Karl
Eugens, die erste katholische württem-
bergische Landesmutter seit der Kirchen-
spaltung im 16. Jahrhundert, geborene
Prinzessin von Thurn und
Taxis, von welcher das gesamte könig-

') Außer handschriftlichen Aufzeichnungen eini-
ger Zeitgenossen, welche die Herzogin persönlich
kannten, und deren einer viel mit ihr verkehrte,
wurden benützt: Patriotisches Archiv 1, 1784,
366—372; Bülau, Geheime Geschichten und rätsel-
hafte Märchen 3, 1851, 127—143; Karl Fr.
Dizinger, Beiträge zur Geschichte Württembergs
und seiues Regentenhauses, zur Zeit der Regie-
rung Herzog Karl Alexanders und während der
Minderjährigkeit seines Erstgeborenen; Württ.
Vierteljahrshefte 1888, 1—281 (P. Stark); „D.-A.
von Schwaben" 8, (1891), 10—12, 13, 16, 18
bis 29, 26--L8, Beilage S. 44 (P. Beck); „Evang.
Kirchenblatt" 64, 77—78; „D.-A. von Schwaben"
18, 16—33, 93—95, (O.) 159-160; 21, 63-64
(O.); Besondere Beilage des „Staatsanzeigers" 21,
63—64 (E. Schneioer); Blätter für württ. Kirchen-
geschichte, Neue Folge 4, 123—143 (I. Scholl);
Herzog Karl Eugen und seine Zeit, Hest 1, 1903
(E. Schneider), Abschnitt 4, 1904 (E. Adam);
„Tübinger Blätter" 6, 48 (P. Beck); E. Schnei-
der, Württ. Geschichte 1886; „Neues Tagblatt"
1904, Nr. 103, 1 (I. Giesel); „Katholisches
Sonntagsblatt" 1906, 242—243, 253—254, 266,
278, 288—289 (K. K.); „Jahresschrift für Theo-
logie" und „Kirchenrecht der Katholiken" 1830,

liche Haus Württemberg abstammt. Sie
erblickte das Licht der Welt am 11. August
1706 in Brüssel (nicht in Frankfurt am
Main, wie man irrtümlich liest) als
Tochter des Fürsten Anselm Franz
von Thurn und Taxis (geb. 29. Ja-
nuar 1679, ^ 8. November 1 739 zu
Brüssel) und der ihm am 6. Dezember
1701 vermählten Prinzessin Luise
Auua Franziska v. Lobkowitz
(geb. 20. Oktober 1683, ^ 20. Januar
1750). Der Vater verlieh dem Brüsseler
Hofe den größten Glanz. Das Taxissche
Hans oder Palais in Brüssel war
prächtig und stand allen Rentabilitäten,
besonders den Fremden, offen. Es lag
auf dem Platz Grand Sablon, nicht weit
von dem riesigen Justizpalast. Das
Jesuitenkolleg lag auch au diesem Platz,
ebenso die alte schöue Kirche unser lieben
Frau vom Siege, welche später erueuert
wurde und in der sich bis jetzt die be-
rühmte sürstliche Thuru und Taxissche
Grnstkapelle, ein achteckiger Kuppelraum,

458—567 (B. M. Werkmeister); Pfaff, Miszellen
aus der württ. Geschichte, Stuttgart 1824, Z04
bis 115; „D.-A. aus Schwaben" 1, 1884, 34 ff;
R. Beringuer, der Besuch der württembergischen
Prinzen zur Zeit Friedrichs des Großeu in Berlin
und ihre Beziehungen zum preußischen Königs-
hause, Berlin 1879, Druck der Norddeutschen
Buchdruckerei und Verlagsanstalt; „Archiv für
christliche Kunst" 1906, 23-25, 33-34 (I. Gie-
sel); Zeitschrift für preußische Archive 18; Thie-
baut, Friedrich der Große, seine Familie,
s. Freunde, s. Hos; Bieleseld, Friedrich der Große,
2; s. H. Dropsen, Friedrich der Große, 2; po-
litische Korrespondenz Friedrichs des Großen, 2;
Oeuvres cls k^recieric: 1e Arancl, XVII, XXVII.
Staatliche Archive wurden nicht benützt, da-
gegen mehrere Privatarchive.
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