Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 25.1907

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1812. 24. entwiech Mitternacht

H. Landvogt v. Hornstein mit seinem
Bedienten L^rl, insÄlutato Ilospite!

Den— Juui 1812 traf hier der neue
Landvogt ein, Kammerherr und Staats-
rath I^ro nv. 3 c Ii m i t ^-(^roll endur^.

Deu 8. Juli bezog der Ki efermeister
I^romlet seine neue I^o^ie in den ehe-
maligen Stndentenschnlen.

Den 15. Jnli 1812 ist O o m i n i l< u s
K^ser von ^epfent^n Zum OecanÄts-
lcommiss^ir des Landkapitels l'roclitel-
ünAen, nnd Pfarrer in Großengstiugeu,
Oberamts I^eutlin^en, ernannt worden.

Den 11. abends kam S e. IVl es t^t
der König hieher, und blieben 2 Tage.

Den 16. bezog Herr Pfarrhelfer Xra-
ten m a ck er seine Wohnnngin den Kranken
Zimmern ober der Apothek.

Den 20. früh 5^2 Uhr starb uuser
Herr Pfarrer Er stand

hiesiger Pfarrev vor — Jahre.

Diesen Monath noch Zog anch die Wittwe
Hauptmännin Einser in meine untere
I^oAiZ, und überließ Ihr freywillig meinen
Holzplaz in der ehmaligen Glaserey; w-
men non content^.

Den 11. Ott. 1812. traf hier ein der
nene Landvogt I^aron v. VVeläen.

Deil 13. abends wnrde im Lamm zu
Ravensburg der Abschieds-Ball geseyert von
H. Landvogt IZ. v. Lcdmit^-t^rollen-
dur^, wo ich anch gegenwärtig war; und
deu 14. reißte Er nach Stuttgart ab,
als Direktor des königl. geistl. Raths-
colle^ium.

Den 20. ^lov. Zog Lehrer Fischer
in seine nene Wohnnng im oberen Lonvent-
gang ein.

Heinrich von WeggiF, Aantor in
Fchvnenwcrd und bei St- Johann
in ÄonstANZ.

In dem Artikel: „Die Porträts der
10 Stifter von St. Johann ?c. und
Hans Holbein" von F. I. Mone im
„D.-A." 1899 S. 1 steht folgender Satz:
„Daß Magister Heinrich von Weggis nnr
der spätere Bischof Heinrich von Klingen-
berg sein kann, unterliegt keinem Zweifel."
Schon znm vornherein muß diese Be-
hauptung auffallen, da die Herreu von
Klingenberg mit Weggis nie in Berührung

kamen. Verfolgeu wir die Spuren dieses
Heiurich vou Weggis.

1. 1274, 17. August. Zwischen dem
Leutpriester iu Horgen und der Abtei in
Zürich waltet ein Streit um Zehnten.
Unter den vier Schiedsrichtern befindet
sich Meister Ileinricus 6e Wetzls, cano-
nicus VVeräensis. Gefchichtsfreuud XIV.
186. 1857.

2. 1286, 7. August wurde im Stifte
Schöueuwerd die Kantorei aufgerichtet und
als Kantor wnrde gewählt maxister I^en-
ricus 6e VVeti^ls concÄnonicus noster,
snäex ecclesie Lonstantiensis, c^ui 36
ipSÄM curiÄM vi^inti rnarc^s ^r^enti
6e6it. (Nach dem Jahrzeitbuch von Schöuen-
werd gedruckt im „Solothuruer Wochen-
blatt". Jahrg. 1821. S. 549.)

3. 1290, 12, März. m^ister
I^Äinricus dictns cle ^liclin^en s^ncti
^olrannis civitatis Lonstantiensis et
VVer6ensis eeclesiarum prirnus cantor
S2NU8 statuo et or6ino. t^Es folgen die
Statuten der Kantorei zu St. Johann.)
In der Urkunde fiud geuauut: Walter
vou Laubegg, Propst zu St. Johanu,
^non^ÄM MÄ^ister Eberhard von Horwe,
welcher die von Heinrich von Nldingen
innegehabte Pfründe zu St. Johann
gründete. (Diese Urkunde ist der folgen-
den vom Jahre 1314 inseriert. Nengart-
Mone, I^piscopatus donstAntiensis II.
663. 1862.)

4. 1296, 16. April. Bischof Heinrich II.
von Konstanz (der frühere Propst zu
St. Stephau uud St. Johanu) tritt 6omum
Huvn6,ÄM MÄ^istn I^Zinrici cle XVät^is
cantoris ecclesie sancti ^olr^nnis Lon-
stantiensis der Kautorei der geuaunteu
Kirche uud der Pfründe, die genannter
Magister Heinrich inne hatte, ab. (Neu-
gart-Moue, I^piscopÄtus (^onstÄntien-
sis II. 672.)

5. 1314, 10. Februar. Zwischen Kon-
rad, Propst zu St. Johauu uud dem
Kapitel waltete eiu Streit über die Kollatur
der Kantorei, welche sein Vorgänger, Propst
Walter von Laubegg dem verstorbenen
(^uon6am) Heinrich Pfefferhart, Kantor
derselben Kirche, übertragen hatte. Durch
Zengen wird erwiesen, daß <^non6am
maxister I^ainricus cle ^Vet^is canoni-
cus ecclesie SAncti ^solrÄNnis primus
funäator ipsius cantorie et cantor die
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