Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 25.1907

Page: 190
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1704

i6em Ii^betnr.

1708

nowtnm est, LÄpellanum esse 1^. O.
s e Än n^ ö^ptistAm LrundÄc^er
sudsilnÄNum I4e1uetum ^nnornm 3^,
cni^tnm et in sudsi6inm 1^. I).
roclii in X^örinAen^ori?, ebnere tamen
innestitui'Ä. It^c^ue eti^m kvc 3nnc>
sine contrÄäictiene fuit peraeta. visi-
t^tio eeclem mo6o c^eteris Annis, uti
etiam 1724^

Item 1726
cZiebns 25, 26, 27 et 28 pei^ctis, ndi
prime 1^. O. VisitÄteres Ä R.. I).
eApellÄno d^diti sunt pro?rÄe6iL3n-
tidns, Posten sutem aZniti cum i-e-
uei-enti^ et 6eprecÄtione Ä^missi, in
^rcem eti^m 2. I), ?iÄefecto ^snlei-,
sient ÄÜ3S beneuole suscepti, null^
prersus interposit^ protest^tiene visi-
tatio <7!ecan3lis peracta iuit.

(Korljetzuilg solgt.)

Rireracur.

-e- Baer, Joseph, Co., Hand-
schriften und Drucke bts Mittelalters
und der Renaissance. Katalog 500 an-
läßlich des 120jährigen Bestehens des
Antiqncniates I. Baer ^ Co., I.Teil:
Handschriften dcs II.—16. Jahrhnn-
derls — Incunadul^ t^poZNÄpsiicA
1450 — 1500, Fiantsnn u. 1905,
Jos. Bacr ^ Co., 136 Seiten, 8 Tafeln
und 25 Textabbildungen, Preis 3 M.
II. Teil: Drncke des 16. Jahrhunderts
mit Jllnstrationen deutscher Künstler,
ebeudaselbst 1907, 239 Seiten, quer
Folio, Preis 5 M.

Von dem großen Handschriften- und Jnku-
nabelnkataloge, den die im Antiquariatsfache
rühmlichst bekannte Firma Jos. Baer A Co.
in Frankfurt a. M. — unseres Wissens das
älteste Antiqnariatsgeschäst in Deutschland —
zur Feier ihres l^vjährigen Bestehens heraus-
gibt und der — ein zweites Jubiläum — die
Nr. 500 trägt, liegen nun die zwei ersten Teile
vor, welchen der dritte mit ausführlichen alpha-
betifchen und Sachregistern im Herbste dieses
Jahres folgen soll. Die beiden, 378 Seiten
starken, gut ausgestattete» Teile verzeichnen nicht
weniger als 1458 Handschriften und Drucke vom
11. bis zum 16. Jahrhundert. Gemäß dem vor-
wiegenden Jntereffe, welches in einer so um-
grenzten Sammlung die Persönlichkeiten der Jllu-

stratoreu beanspruche!?, sind die Drucke, soweit
es anging, uuter deren Namen geordnet, wozu
auch die wichtigste einschlägiqe Literatur ange-
geben ist. Die Monogramme auf den Holz-
schnitten und Kupferstichen wurden nur in den
Fällen aufgelöst, in denen dies durch urkundliche
Beweise zu belegen war. Auch die Lebensdaten
der Meister sind möglichst knrz uud knapp ge-
halten; ebenso beschränken sich die bibliographi-
schen Angaben auf das Notwendigste. Durch
etliche Tafeln und zahlreiche Textabbildungen
wird das Bild des deutschen Holzschnitts im
Iii. Jahrhuudert, w?lches sich auf diese Weise
ergibt, bestens vervollständigt. Bei der Aus-
wahl der Abbildungen mußten viele der schönsten
Illustrationen unberücksichtigt bleiben und ließ
man sich von dem Bestreben leiten, möglichst
bisher unveröffentlichte und kulturhistorisch in-
teressaute Bilder auszunehmen. Gegen 300 Drucker
und Verleger marschieren im I. Teile auf, das
Sachregister für deu II. Teil weist u. a. —
woraus auf die Reichhaltigkeit der Sammlung
geschlossen werden kann — folgende Rubriken
auf: Alchimie und Chemie, Architektur, Astro-
nomie und Astrologie, Bergbau. Breviere, Chiro-
mautie, Einbände, Einblattdrucke, Lx lidris,
Jagd und Fischerei, Judaiea, Kalender, Koch- und
Kräuterbücher, Lieder, Mathematik, Mechauik,
Medizin, Militär und Kriegswesen, Missale,
Mnemotechnik, Ornamentik, Musik, Mystik, Magie,
Optik, Ornamentik, Physiognomik, Psalterien,
Rechenbücher, Reitkuust, Schiffbau nnd Schiffahrt,
Trachten, Volksbücher, Wappen und Emblemen-
bücher u. f. w. Im übrigen ist anf den Inhalt
des Katalogwerkes selbst zu verweisen.

?I. P f l e i d e r e l, Nuo., Di-., Sladtpfar^r,
M n nsterbnch , das Ulme r Münster
in Vergangenheit nnd Gegenwart, mit
45 Abbildnngen nach Originalanfnah-
men, Druck und Verlag von I. Ebner
in Ulm, 1907. VIII n. 230 Seilen,
gebd. 3 M. 50 Pf.

Dieses kürzlich erschienene Münsterbuch vou
Psleiderer, zur Zeit wohl dem besten Kenner
des Ulmer Münsters, der auch ein größeres Werk
über dasselbe: „DaZ Münster in Ulm nnd seine
Kunstdenkmale", 48 Tafeln im Format von 51^/s
zu 37^/z cm mit Text im Verlage von Konrad
Wittwer in Stuttgart, 1905 ^in Leinwandmappe
40 M.), herausgegeben hat, dürfte anch manchen
Lesern des „D.-A." willkommen fei». Was den
neueu Münsterführer besonders empsiehlt uud
vor andern Schriften ähnlicher Art auszeichnet,
ist nicht bloß die Fülle von interessanten Daten
aus der Münstergeschichte, sondern vor allem die
exakte Darstellung und kunstverständige Bewertung
der vielen Kunstschätze des Münsters. Auch das
Kleinste und Unscheinbarste, das dem Auge des
Beschauers häufig entgeht, ist hier genau uud
deutlich beschrieben (manches hier zum erstenmal)
und mit sicherem Kunstverständnis gedeutet. Mit
Recht tritt der Verfasser auch der in neuerer
Zeit da und dort, u. a. von Dehio-Bezold be-
liebten Geringerschätzung des Ulmer Domes ent-
gegen. Die änßere Ausstattung ist hübsch, der
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