Heidelberger Jahrbücher der Literatur — 31,2.1838

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HEIDELBERGER

N°. 76. HEIDELBERGER 1838.
JAHRBÜCHER DER LITERATUR.

v. Fahnenberg: Die Heilquellen am Kniebis.
( B es c hl uf s.)
Wir geben den Inhalt dieser kleinen Schrift kurz an:
zuerst wird uns gleichsam der Vorhang aufgezogen und der
Blick auf den Schwarzwald überhaupt und in Sonderheit
auf den Kniebis in einer allgemeinen sehr anziehenden Be-
schreibung' derselben geöffnet: dann wird , unter Beifügung
feognostischer Andeutungen, die Lage der genannten sie-
en Heilquellen an dem Kniebis näher bezeichnet, wird
von der Entstehung der Kurorte, besonders durch die Klö-
ster, von den alten Badeordnungen und dem frühem fröhli-
chen Leben, und den frühem Sitten an solchen Badeorten
geredet; darauf beschreibt Freiherr von F. die sieben Mi-
neral-Quellen am Kniebis in physicalisch - chemischer
Hinsicht näher und werden wir bekannt gemacht mit den
Heilkräften derselben, mit den Brunnen-. Bade- und
Wohnanstalten, mit dem Preise der Zimmer und Bä-
der, mit der jährlichen Versendung von Mineral-
Wasser und mit der ärztlichen Hülfe, so wie mit dem
gegenwärtigen Leben in diesen Kurorten, mit der
Tagesordnung, mit dem Preise der Mittags- und
Abendtafel, mit der Anzahl der Badegäste und mit
den Ausflügen in der Nähe und Ferne. Und zuletzt wird
noch gehandelt von den Strafsen-, Post- und Reisean-
stalten; erhalten wir Andeutungen, wie man am besten zu
Wagen und zu Fufs Ausflüge machen kann von Baden nach
Rippoldsau durch das Murgthal, und nach den andern sechs
Kurorten am Kniebis und von Ripp oldsau nach dem Was-
serfalle bei Tryberg, steht eine Höhentafel der wichtigsten in
dem Wegweiser angeführten Puncte, und folgt eine Darein-
gabe verschiedener Poesien über den Schwarzwald und Ge-
genstände desselben. Dazu bildet noch einen Anhang der
vorläufige Entwurf zu einem Rundgemälde des Schwarz-
waldes, der hier nochmals durchgesehen und ergänzt ist,
nachdem er schon in dem November 1836 als Handschrift in
mehrern hundert Abdrücken vertheilt worden war. Das Ganze
ist in sehr angenehmer blühender Sprache geschrieben und
wird nicht nur Jeden, der diese Heilquellen besucht, überall,
wo er irgend einen Aufschlufs über einen Gegenstand des
Kurortes begehret, befriedigen; sondern auch ein Jeder, wel-
cher die kleine Schrift lieset, wird sich angereizt fühlen,
diese Heilquellen zu besuchen und die bezeichneten Ausflüge
zu unternehmen. Besonders auch ist die physicaiisch-chemi-
XXXI. Jahrg. 12. Heft. 76
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