Wagner, Heinrich
Kunstdenkmäler im Grossherzogthum Hessen: Inventarisirung und beschreibende Darstellung der Werke der Architektur, Plastik, Malerei und des Kunstgewerbes bis zum Schluss des XVIII. Jahrhunderts: Provinz Oberhessen: Kreis Büdingen — Darmstadt, 1890

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BURGBRACHT

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LITTERATUR UND ABBILDUNGEN VON BÜDINGEN.

Braun, Georg, Civitates Orbis Terrarum, Lib. VI., Taf. 13, 1618.

Meisner, Daniel, Sciographia Cosmica, Pars tertia, C, 94, 1638.

Merian, Matth., Topographia Hassiae etc., S. 18. 1646.

Neithard, Grundriss der Stadt Büdingen, 1819, im Grossh. Haus- u. Staats-
Archiv zu Darmstadt, No. 107.

Thudichum, G., Geschichte des Gymnasiums zu Büdingen, 1832.

Archiv für Hessische Geschichte u. Alterthumskunde, I. 430 u. 452,
VIII. 283—290, X. 443, XL 188 u. 647, XIV. 245.

Weber, P,, Büdingen, nebst einer Ansicht in: Das Grossherzogthum Hessen
in malerischen Original-Ansichten, II. S. 144, 1853.

Moller, G., Denkmäler Deutscher Baukunst, fortges. von Gladbach, III.
S. 13, Taf. 49—51.

Simort, G., Geschichte des reichsständischen Hauses Ysenburg und Bü-
dingen, iL S. 87 bis 100 u. II. 1865.

Thudichum, Fr., Rechtsgeschichte der Wetterau, I, 1867.

Meyer, Chr. Fr., Geschichte der Staclt u. Pfarrei Büdingen, 1868.

Haupt, R., Abriss einer Baugeschichte der Stadt Büdingen, 1875.

Lübke, W., Geschichte der Renaissance in Deutschland, II. S. 483, 1882.

BURGBRACHT

ILIALDORF, rechts der Bracht, 17 km nordöstlich von Büdingen. Aligemeines
Die Geschichte des Ortes geht zurück ins 9. und 10. Jahrhundert, in
welcher Zeit (u. A. 900 und 929) die dem Kloster Fulda gemachten
Schenkungen*) häufig Güter in Brahtaha, auch villa Brataha, zum
Gegenstand haben. Die nächste urkundliche Nachricht über den Ort findet sich
erst 1333, in welchem Jahr Burg Bracht, zu einem Teil im Besitz Hermann's
von Lissberg »genannt von Prachta« erscheint,**) der sie indes schon 1334 zu
pfalzgräflichem, 1335 zu ziegenhainschem Lehen machte. Nachdem sodann der
Abt von Fulda dem Herrn von Lissberg 1347 auf seine Lebenszeit »seine Veste
zu Brachta« versetzt hatte, wurde sie 1363 würzburgisches Lehen. Seit Anfang
des 15. Jahrhunderts aber erscheinen als Mitteilhaber der Erben derer von Liss-

*) Dronke, Cod. Dipl. Fuld. No. 647, 676, u. Dronke, Trad. et Ant. Fuld. Cap. 42 No. 112, 217,
287, 291, 292.

**) Landau, Beschr. d. Gaues Wettereiba S. 112 u. Simon, Gesch. d. reichsst. Hauses Y. u. B. II, S. 15.

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