Mader, Felix [Editor]; Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (2,10): Bezirksamt Kemnath — München, 1907

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X. B.-A. Kemnath.

Schloß. Leuchtenberg, Weiden 1862, S. 98. — Sperl, S. 419, 420. — Doeberl, Markgraf-
Geschichte. schaft, S. 47. — Kreisarchiv Amberg, Landsassenakten Nr. 438.
Die ,villa Wolframmesdorf ‘ wird schon 1054 anläßlich einer Schenkung Kaiser
Heinrichs III. an einen gewissen Hartwich erwähnt. (MB. XII, 95. — Ernst Stein-
dorff, Jahrbücher des deutschen Reiches unter Heinrich III., Leipzig II [1881], 274.)
In der Frühzeit des 15. Jahrhunderts Teilbesitzer die Ochs und Gotzfelder. (Reichs-
archiv München, Leuchtenberger Lehenbuch Nr. 1, fol. 10 und Nr. 3, fol. 10.) Seit
1430 werden die Sparnberger als Teillehenträger genannt. (Leuchtenberger Lehenbuch
Nr. 6, fol. 40, 71.) 1448 treffen wir als Teilbesitzer die Redwitz, Ochs und Sparn-
berger (Lehenbuch Nr. 6, fol. 299. — VO. XXXIII, 41); 1499 die Sparnberger und
Steinhäuser. (Lehenbuch Nr. 2, fol. 77 b und Register s. v. Wolframshof.) Die Sparn-
berger haben wir bereits als Erbauer der Kirche zu Kastl kennen gelernt. (Vgl. S. 34 ff.)
Bis 1617 hatten die Sparnberger den Sitz inne und zwar seit dem 16. Jahrhundert
anscheinend als Alleinbesitzer. (Lehenbuch Nr. 6, fol. 254; Nr. 7, fol. 316.) 1617 er-
wirbt Bernhard Sigmund von Löschwitz das Gut durch Kauf. Auf die Löschwitz
folgten seit 1725 die Freiherren von Lindenfels. (Die historischen Notizen verdanken
wir dem gegenwärtigen Besitzer Ludwig Frhr. v. Lindenfels, Kgl. Kämmerer.)
Neubau mit Einbeziehung spätgotischer Baubestandteile. Ansicht des Schlosses
vor dem 1899 erfolgten Neubau Fig. 74. Der polygone, erkerartige Anbau und
die gotisierenden Fenstergewände erhalten. In den Gemächern Ahnenbildnisse.
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