Das Kunstgewerbe in Elsaß-Lothringen — 5.1904-1905

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MATTHIAS

(jRÜNFVALP

als meister der isenheimer
altargemälde und in
seiner vorbildlichkeit
für arnold böcklin.

Von FRITZ BAUMGARTEN.

Nachtrag.

Durch ein Versehen bei der
Drucklegung sind die Abbildungen,
welche die im Juli- und Augustheft
dieser Monatsschrift publizierte
Abhandlung über Matthias Grüne-
wald illustrieren, in verkehrter
Reihenfolge über den Text zer-
streut, woraus dann weiter folgt,
daß die Hinweise auf diese Bilder
in vielen Fällen nicht stimmen wollen, sondern irreleiten ; einige Illustrationen aber,
auf die ich besonders Gewicht lege, sind überhaupt in Wegfall gekommen Diesen
verschiedenen Mängeln soll nach dem Wunsch des Herrn Verlegers dieser Nachtrag
begegnen, vor allem dadurch, daß jene ausgefallenen Abbildungen jetzt nachge-
liefert werden.

Abbildung I gibt von dem «Besuch des hl. Antonius bei Paulus», der auf S- 37
nur ausschnittweise zur Wiedergabe kam, eine vollständige Abbildung. Die Studie
dazu, auf welche S. 38 Bezug nimmt, erscheint in Abb. II reproduziert. Diese
Studie befand sich früher im Kabinet Winkler in Leipzig und gehört jetzt Herrn
Professor Dr. Ehlers in Göttingen, dessen Güte ich verdanke, was ich über das
interessante Blatt mitteilen kann. Konrad Lange (Tübingen) hat zuerst erkannt, daß
hier eine Originalskizze zu dem hl. Antonius in der Wüste vorliegt; er glaubt auch,
daß die Beischrift oben rechts als Isnewa zu lesen und auf Isenheim zu deuten ist.
Das derbe, fast bäurische Gesicht des mit überreichem Bart- und Haupthaar geseg-
neten Klosterabtes ist auf dem Gemälde erheblich veredelt, wozu besonders das

Abb. I. Der Isenheimer Altar: Der Besuch des hl. Antonius
beim Einsidler Paulus (nach Fleurent-Hammerle). n n o o n o
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