Das Kunstgewerbe in Elsaß-Lothringen — 5.1904-1905

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Fig. 1—6 Schmuck der spätem Steinzeit (ca. 3-2U00 vor Cliristus).

1. Durchbohrter Bahrenzahn, aus Pfahlbau Meilen.

2. Perlen aus Kelemnitenröhrchen, aus Erstein.

3 Röhren-Perle aus gebranntem Ton, von Erstein.

4. Kette aus Perlen durchbohrter Kohle, neolitischcs Grab bei Königshofen.

5. Durchbohrter Wolfszahn aus einer neolitischen Wohngrube bei Mundolsheini,

6. Durchbohrter Knochen-Anhänger aus Pfahlbau Meilen.

Nrn. I & 6 Sammlung Dr. Forrer. — Nrn. 2-5 Museum elsässischer Altertümer

PlE 5trassburger

Historische SctImuck-aussTeiluNq

Vqn 1904

Von Dr. ROBERT FORRER.

Den in Straßburg so zahlreichen
Gemäldeausstellungen und der im Jahre
1903 durch die Gesellschaft der Kunst-
freunde veranstalteten Waffen- und Militär-
kostümausstellung ist im Jahre 1904 eine
umfangreiche historische Schmuck-
Ausstellung gefolgt. Sie entsprang dem
in meinen « Straßburger Museumsbriefen»
anfangs 1904 geäusserten Vorschlage zur
Veranstaltung alljährlicher Ausstellungen
kunsthistorischen, archäologischen und
kunstgewerblichen Charakters. Noch im
August desselben Jahres bildete sich unter
der Ägide des Straßburger Hohenlohe-
Kunstgewerbe-Museums ein Arbeitskomitee

bestehend aus den Herren Dr. Adolf
Seyboth, Direktor der städtischen Kunst-
sammlungen, Dr. Robert Forrer, Kunst-
historiker und Archäologe, Camille
Binder, Konservator des städtischen
Kupferstichkabinetts, Julius Diener,
Konservator des Kunstgewerbemuseums,
und L.Ruf, Museumssekretär. Dies Komitee
erliess einen Aufruf zur Beschickung einer
vom 20. September bis 20. Oktober fest-
gesetzten Ausstellung von Schmucksachen
aller Zeiten: «der vorhistorischen und
römischen Zeit, des Mittelalters, der Renais-
sance und der Neuzeit; Aufnahme sollten
finden Schmuck aus Gold und Silber mit

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