Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Hrsg.]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 52.1901-1902

Seite: 320
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Unsere Bilder.

520. Bibliothek-Sitz. Entwurf von U). v. Beckerath, ausgeführt von A. Bertfch, München. (Muster geschützt.)

und (000 IR.; eine Abänderung in der Verteilung
der Gesamtsumme der Preise kann nur bei ein-
stimmigem Beschluß des Preisgerichts erfolgen. Über-
dies ist der Ankauf zweier nichtprämiierter Entwürfe
zum Preis von je 500 IR. Vorbehalten. Unterlagen
sind gegen Einsendung von 3 IU. durch den Landes-
hauptmann zu Wiesbaden zu beziehen. ^

ei dem Wettbewerb für den Erweiterungsbau
des Rathauses in Hienburg a. W. sind
53 Entwürfe eingegangen. Den (. Preis errang
(Oberlehrer Architekt Gebhardt in Nienburg, —
den 2. Preis die Architekten Permann Schaedtler
und Karl IRüller in Hannover, — den 3. Preis
die Architekten lUax und paus Köhler in Berlin.
Der Entwurf der Architekten Karl und A. Liebrecht
in Hannover wurde zum Ankauf empfohlen.

tto Eckmann ist am ((. Juni d. I. in Baden-
weiler nach langem Siechtum gestorben. Liegt
auch die Zeit noch ferne, in der man über den Ver-
storbenen ein abschließendes Urteil fällen darf, -
das Eine darf schon heute als feststehend angesehen
werden: mit Eckmann ist einer der erfolgreichsten
Führer der modernen dekorativen Kunst Deutschlands
dahingegangen. Geboren am (si. November (865
in Hamburg, erreichte er ein Alter von noch nicht
37 Jahren; aber in der kurzen Zeit feines künst-
lerischen Schaffens hat er mehr erreicht als manches

lange Künstlerleben. Seine Ausbildung als Ulaler
genoß er in IRünchen, wo er sich allmählich ganz
der dekorativen Kunst zuwandte, fodaß er im Jahre
(8H7 einen Ruf an die Berliner Kunstgewerbeschule
1 erhielt. Seine besten - und auch bekanntesten -
Arbeiten liegen auf dem Gebiet des Flachornaments,
wie typographische Zierleisten, Tapeten, Teppiche,
Druckschriften; aber auch das Kleingerät verdankt
ihm manchen trefflichen Gedanken.

Patri; »Zuber hat feine Verbindungen in Darin
stadt gelöst; er verläßt die Künstlerkolonie —
wie schon vor ihm Ehristiansen und Bürck — und
nimmt seinen ständigen Wohnsitz in Berlin.

(Unsere (Kikder.

er bildliche Inhalt dieses Heftes besteht
zum weitaus überwiegenden Teil (Abb.
:(77—5(7) aus Darstellungen von der
I. internationalen Ausstellung für mo-
derne dekorative Kunst in Turin. Der
dieselben begleitende Text bedarf nur bei wenigen
Stücken einer Ergänzung.

Zur Veranschaulichung der farbigen Ausstattung
der Kuppelhalle (Abb. ^79) diene das Folgende:
Ein niederer roter, durch graugrüne Sofas unter-
brochener Sockelstreifen scheidet den grauen Boden
von der grauen Wand, wo die Pfeiler durch hellere
Streifen markiert sind; das kräftige Rot des Sockels

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