Verband der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein [Hrsg.]
Die Rheinlande: Vierteljahrsschr. d. Verbandes der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein — 7.1903-1904

Seite: 62
DOI Heft: DOI Artikel: DOI Artikel: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/rheinlande1903_1904/0076
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
wie nach gewgltgem Lsuf ein 8ote

^em Zlel oekspertt slelit oon de,- stuinpfen Menge

Und wütend selnen weg dnlcht dunchs öednä'nge,

5o keucht dei' Zug seht üder 5tkahen, 5chlenenstkätine,

Uust, rögett, di'vtit, welcht uus und wlndet
5ich eifttgen dunch jedeo Ijeminung 5piel,

Und gkvst einpsüngt den öiligen sein Ziel.

ll.

Uie hotie weite kisentinlle beaust, ein 51öt>nen, 5tohen,
Knieschen, Klini'en und vonnein tiullt da innen
von öisenrügen, die den pott gewinnen.

Sewöldte Dämmi'ung. Mit gewaltig gnohen

7,-üden SIg5wänden fä'ngt - umfängt sie Uguch und 5icht,

5änm, I?uh und Sile; fatilei- dttcht

ves himme>5 Ulau dunch ihi'es Siedels Uogen,

Latennen glllhn tiesrot, mdinengleich,
lvie 5teme klai- als Zeichen hochgerogen.

Sin weiiee 5asl. viel Lichtee, Menschen, lische.

S; dunkelt di-auh. vui-ch eine vün oon SIa5
UUnkt tiell die 5ti-ahe hett Slektnisch dleich
5ti-g>ilt eine Lampe, bläulich, ost gespiegelt
von 5cheiden, SIZseen, 5piegeln, lünen —

5ie scheint dunch einee Lsude Seün ru fütu-en:

Zatt dlütit chi- 5icht im 5aud oon 5chwanrdoimdäumchen,
5ie scheinen pi-g» duechsonnt, doch stetin in kühlen vttsche.

5aud, Uasen sind smai-agd oom gmnsten 5icht. Und heiten,

Seschästig, leuchtend, — so oom 5chein

ven stühn Ueleuchtung wie de5 späten 5ag5 —

Kneuet hiei' da5 5eden einen gnosten 5tadt. Minkfein
5punwagen laufen, klingeln, vnoschken nollen. weiten
öffnet den VIsh sich, wieden jeht oendeckt
von wagen und oon 5euten. vnüden flammen
In 5enstenn, 5Sden 5ichten, dunt oensteckt —
vnaumhaft und mild und flllchtig KIingt'5 rusammen.

lll.

„Und tmg mich dunch ein Iaue5 5and,
wo ,'edee vaum in ölüte stand —"

5ingsang, laktak, d35 5and ist schwaer: doch watii': die 5ust

Ist lau und wägt den leichien vust

von glüten mit, su5 öäumen ii°gend nah

stm 5tmm, dei' tief oon goldnen 5ichtei°pfätilen dlinkt

Und jeht in dumpfe5 5chwg,-r oei-sinkt

Und nun weih, mondig glänrt: wie da5 geschgh!

stun stllgel diüden, velsen tpett jeht gei'ge, angebiochcn,
5chwacr, düstec. gmu sich wandelnd, bald deglänrt
von dleichec vcacht, jeht übeckcochen
von wolkenoieh, langweilig, langdeschwänrt, —
jeht oollei' Lüsche, jedec ru cckennen,

5ie scheinen gmd in UN5 hineinrucennen, —

Und jeht nuc eine stmppige Masse ttnsteimk.

gm dcolligsten gewih
5ut sich dec Mond. von einec Zacke
hüpst ec euc sndecn, schwindet, lugt hecoott
5ächelt wehleidig nuc mit einec Sacke,

5teigt jäti wie aufgesteckt, pomphast empoc,

5chwankt cecht5 und Unk5, die 5tecne gaukeln mit,
wicd klein, gcoh, ändett 5icht und Mienenschnitt. —

Seh, 5pott5 genug! vecdcelispiel! 5oppei-ei!
sluc adwätt5 schsu ich noch au5 meinem senstei-,
va! glihend causcht ein Zug oocdei,

Sin schnellei' 5tceis au5 Slanr und vunkel: voppeltakt!

Lin 6and oon wagen, endlv5, adgetiackt,
vucchsichtig, schemenhsst, ecschceckend, wie öespenstett
Ich seh die stäusttt 5Iuh, 5chifs, gäume ducch den 5Iug,

Ich schlieh die vugen, e5 oechallt dec Zug,
tjoi'ch, wie die welt dec Sile flieht. —

vie gädei- pochen meinem 5chlaf da5 5ied:
stocch, wie die welt dec Sile flietit.

Ois rieue Xuu8t§e5verbe8Lk5iIe
iu Oü88e1c1ork.

däsil KLNN sis Ilsu Ileillieil, wsil ciis llsrukunß: von llster
llstirens nicllt ^sscksk, uin Isciixtictl sinsn Oireictorposten
nsu 2U bssstLsn, sonciern weii INLN sn leitsncier Stsiis sins
disuorctnunx wünscbte. Ois Oüssslciortsr XunstASWörbs-
scbuls wsr bisisnA ^swiss iceins bssonüsrs scklsckts. 8is
wsr wie visls Lnüsrn sins Orünclunx ^sner 2sit, ÜL INSN
in Asrecktsr llswunöerun^ alter üeutscksr llunst „Onssrsr
Väisr Wsrlcs" NLckLuskinen bs^ann, unü von Stssts unü
Osrnsinüs ws§sn ^srsös, inüein insn stilvoll ssin unü üis
'rrsclition püsZssn wollts, üsn unksilvollsten Lruck niit üsr
r'rsüition volllükrts. Ini Orunüs sin 8isx ctsr kistoriscksn
Oelskrssnllcsit übsr üsn Oesckinsclc, üer nock bssonüsrs un-
snxsnskin wurüs, weil clsr wirtscksltlicks A.ulsckwunß: nsck
üsin siebtt^sr llrisx sinsn sckliininsn Usn^ sur Orotssrsi
ÜS2U brsckte. Osnlsls wurüsn clie lstrtsn Olütsn slter Xultur
suin ttluncler ^sworksn: OuüwiA llicktsr, Qottkrisü Xsllsr,

d^örilcs, öis ^utsn slten IVlöbel, clis wir keuts so sekr
wieösr lieben, öis slt^swoknts Ssusrt, ösr ksrbi^s I^nstrick,
slles öss wurös kortAsks^t öurck „Onssrsr Vstsr Wsrks".
llnö ösinit öss rsckt ^rünölick ^sscksks, inusstsn sllsrortsn
llunstAswsrbssckulsn erricktst wsröen, uin öie lstcten liests
einss vollcstünllicksn Qesckinsclcs sussutrsibsn: ös lernts
ösr Ssurneistsr bei intsrnstionslen 8tilsrckitslctsri k'ssssösn
rsicknsn ststt 2U bsusn, ös wurösn ösin ^nstreicksr öis slt-
^swoknten k'srben in keirniscksr Weise vsrscktlick Aernsckt
uin ösr brsunsn 'vunlcs willsn, ös ssxts ösr 8ckrsiner
köusckslsuksst2s unö es kstts nickt visl xsksklt, so wsrsn
uns öis 8ckneiösr init 8srnt unö 8«iösnkosen ^slcoininsn.

dtur weil öer 8ckneiösr kür öis koks Lunst sin ^sr ru
Asrin^er kksnöwerlcei wsr, kielt unsre Xleiöun^ ikrs 1'rsöition
öurck. ^.usssr ikr nock sinixs snösre kür öie „llunst" ver-
scktlicks OinAS, wsil „Onsersr Vstsr Wsrlcs" öskür Icsins
Vorbilösr ^sben: kkssckinen, Lissnbrüclcen, Llissnbsknwsxen,
öis unbskinöert ikrs k'orinsn sntwiclcsln öurkten. llnö nun,
ös wir in öiessn sscklicksn 5'orinsn öss sinrißis erbliclcsn,
wss wir sn 8til sukwsissn Iconnsn, ininittsn sinss iinitiertsn

62
loading ...