Deutsche Kunst- und Antiquitätenmesse [Editor]
Die Weltkunst — 5.1931

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V. JAHRGANG, Nr. 12

22. MÄRZ 1931

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LMONDEMKIS

ART/theWORLD

ILLUSTRIERTE WOCHENSCHRIFT



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Das internationale Zentralorgan für kunst / buch / alle sammelgebiete und ihren markt

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Tag
des Buches

Eine kritische Betrachtung

. Vor zwei Jahren hat man zuerst das
J-°sungswort vom „Tag des Buches“ aus-
gegeben — das drittemal ist es heute, daß
^'eser Tag begangen wird. Unwillkürlich ver-
alt man in den Ton von Festreden, wenn man
'hier dieser und über diese Devise schreibt.
. Il(i das siimml doch nachdenklich. Es ist
,°ch deutlich in aller Erinnerung, daß man
■ lese Formulierung schuf, als der Ansturm
,u&er- und antiliierarischer Mächte immer
'ohender wurde und das künstlerische
„Trifttum an seiner Wurzel bedrohte.
lcherlich im Grunde ein sehr begrüßens-
®rter Gedanke. Aber es fragt sich,
~ die grundlegende Idee wirklich ge-
inUPend erfaßt und propagiert worden ist,
Adem man zu den mancherlei Fest-
igen, die unser Arbeitsjahr rhythmisie-
/n> diesen neuen Tag des Buches hinzu-
u9fe. Es ist im höchsten Maße fraglich, ob
diese Weise wirklich eine aktiv, isii-
nc^>e Buch - P o 1 i i i k erzielt oder auch
pUr angekündigt werden kann. Denn dem
|.esitage mit seiner Atmosphäre von erbau-
S'C| r Feierlichkeit oder fröhlichem tlber-
jUiWang fehlt das pointiert Kämpferische und
/'denschaffliche. überhaupt ist ja die Fest-
/\keif in der irrationalen Sphäre verwurzelt,
j„ .,ede politische Handlung und darum auch
ß ..e Aktion der Buch-Politik sollle jedoch von
„ üzisen Zielseßungen durchdrungen sein,
r? “e man nicht dem Titel einen gewichtigeren
m uakter geben? — dadurch würde freilich
p ch eine extensiv und intensiv verstärkte
r°Pagandatätigkeit gefordert werden.
m der Tat erschiene es uns angemessen,
Bnstatt eines „Tages“ eine „Woche des
[j11 c h e s“ ins Leben zu rufen. Nicht mit
pi_!echt wird vielfach darüber Klage geführt,
„ ö die mannigfachen Veranstaltungen, die
T troffen werden, sich auf den einen heutigen
zusammendrängen. Es wirkt gewiß
§ Posant, wenn an ein und dem gleichen
'Ä in den größten Städten Deutsch-
jTos die verschiedenartigsten Vorträge, Vor-
"üngen und Vorlesungen stattfinden, oder
er|n man die stattliche Zahl von Frauenorga-


„Templum Pilati". Anonymer Florentiner Kupferstich um 1450—60
Gravüre florentine anonyme, versl 1450-60 — Anonymous florentine engraving, about 1450-60
Passavant V, 41, 98 Hind 39,5 — Kat. Boerner Nr. 15. Versteigerung — Vente — Sale: C. G. Boerner, Leipzig, 27.—28. April 1931

nisationen überblickt, die sich zusammen-
geschlossen haben, weil der heutige Tag
unter der Devise „Frau und Buch“ steht.
Es ist sicherlich eindrucksvoll, wenn man
hört, daß sich in Berlin ein Ortsausschuß ge-
bildet hat, dem die Berliner Frauenkonferenz
mit ihren großen Organisationen: Vereini-

gung evangelischer Frauenverbände, Katho-
lischer Frauenbund, Jüdischer Frauenbund,
Sfaafsverband Berliner Frauenvereine, Vater-
ländischer Frauenverein vom Deutschen Roten
Kreuz, ferner der Schußverband deutscher
Schriftsteller, der Verband Deutscher Er-
zähler, die Vereinigung der Berliner Mit-

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