Deutsche Kunst- und Antiquitätenmesse [Hrsg.]
Die Weltkunst — 12.1938

Seite: 34 35 1
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28. August 195 8

XIL JAHRGANG, Nr. 34/35



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ANERKANNTES ZENTRALORGAN FÜR SAMMLER, MUSEEN, BIBLIOTHEKEN, KÜNSTLER UND KUNSTHÄNDLER
VERÖFFENTLICHUNGS - ORGAN DER FACHGRUPPE DES KUNST- UND ANTIQUITÄTENHANDELS, LAND OESTERREICH

Erscheint jeden Sonntag im Weltkunst-Verlag,
Berlin W 62, Kurfürstenstr. 76-77. In den Monaten Mai bis Oktober jeden
Zweiten Sonntag. Bankkonti: Deutsche Bank, Depositen-Kasse M,
Berlin W 62, Kurfürstenstr. 115. Barclays Bank Ltd. 262, Kirkdale
Sydenham, London S. E. 26. Postscheckkonti: Berlin 118054;
''üen 114783; Den Haag 1455 12; Paris 170014; Prag 59283; Zürich 8159

Redaktion, Verlag und Lesesaal:
Berlin W 62, Kurfürstenstr. 76-77
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Man abonniert beim Verlag, bei der Post oder bei den Buchhändlern.
Einzel-Nummer 35 Pfennige. Quartal für Deutschland inkl. Postzustellung
RM 4.50; Lieferung durch den Verlag im Umschlag RM 5.50; für das
Ausland (nur i.Umschlag) RM 4.40; oder Ts c hechoslowakei Kc 50;
Frankreich ffrs. 58; Holland hfl. 3.25; Schweiz sfrs. 7.70;
und die nicht angeführten Länder RM 4.40; Übersee $ 1.80

Galerie Haberstock
Berlin W 9, Bellevuestraße 15

Meisterwerke der Malerei
des 15. bis einschließlich
19. Jahrhunderts

Die neue Pinakothek

zu ihrer Wiedereröffnung

Um eine Galerie oder ein Museum richtig
genießen und beurteilen zu können, muß man
sozusagen ihren Lebenslauf kennen. Das Ge-
bäude der Neuen Pinakothek ließ König Lud-
wig 1. von Bayern in den Jahren 1846 bis 1853

vom Architekten Voit auf eigene Kosten er-
richten. Wie einst auf den riesigen Außen-
flächen des Baues Kaulbachs Fresken den
Ruhm des Monarchen als Schirmherr und För-
derer der Künste verkündeten, sollte das


Neueröffnung der Neuen Pinakothek München
^ben, Fresken von W. von Kaulbach — Unten: Mitte: Paris, Marmorplastik von
Antonio Canova {Foto Pinakothek;

Innere der lebenden
Kunst gewidmet sein, ge-
wissermaßen den Erfolg
dieser Schirmherrschaft
vor Augen führen. So
schuf der König ein Spie-
gelbild der Malkunst sei-
ner Zeit. Die nach ihm
kamen, hielten den
Grundsatz der „lebenden
Galerie“ aufrecht und
füllten sie bis zur völli-
gen Uebersichtslosigkeit
mit den Staatsankäufen,
und das bis in die letzte
Ecke. Es entwickelte sich
ein Zustand, von dem ein
Kenner um die Jahrhun-
dertwende sagen konnte:
ihr heutiger Bestand ent-
spricht weder an Güte
noch an Auswahl den ho-
hen Zielen des Gründers.
Erst unter General-
direktor Dörnhöffer
wurde Wandel geschaf-
fen, nachdem im Jahre
1915 das Gebäude mit
der Galerie in Staatsbe-
sitz übergegangen war.
Eine moderne Abteilung
wurde zusammengestellt
und als Neue Staatsgale-
rie im Kunstausstellungs-
gebäude am Königsplatz
untergebracht. Tn der
Neuen Pinakothek ver-
blieb die Sammlung Lud-
wigs T. allerdings mit aus-
gewählten Werken er-
weitert bis zum Jahrhun-
dertende. Auch kam
damals schon eine
Gruppe von Werken des
(Fortsetzung S. 2)

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David Friedrich, Ostseestrand bei Mondschein
Riga, F. W. Brederlosche Sammlung

(Foto Kundt)

Unbekannte Werke

von C.D. Friedrich im ßaltenland

Zu den hervorragendsten Gemälden der
deutschen Maler des 18. und frühen 19. Jahr-
hunderts im Baltenland, die demnächst in
größerem Zusammenhang behandelt werden
sollen, gehören zwei Werke C. D. Friedrichs,
die von der Forschung bisher übersehen wur-
den. Es ist der Rest der Gesamtzahl von
sechs Gemälden des Künstlers, die sich noch
1914 in Estland (1), Livland (1) und Kurland (4)
befanden. Von den einst in Kurland befind-
lichen Werken sind zwei Landschaften „Nebel
am See“, 1894 auf der Mitauer Gemäldeaus-
stellung gezeigt, und „Nebellandschaft“ nach
dem Weltkrieg in Berlin verkauft worden und

seitdem verschollen; ein Winterbild aus dem
Besitz der Grafen Medem-Elley verbrannte
1951 im Münchener Glaspalast, das Gegen-
stück „Der Sommer“, gleicher Herkunft, ist
seit 1931 eine Zierde der neuen Pinakothek in
München.
Nach 1820 malte Friedrich „das Grab Ger-
hard v. Kügelgens auf dem Dresdner Friedhof“
für die Familie des Ermordeten, in deren Be-
sitz dies Hauptwerk (41 cm hoch, 55 cm breit)
des Künstlers sich noch heute befindet. Es
wurde 1911 auf der Kügelgen-Ausstellung in
Riga und 1918 auf der Kunstausstellung aus
Revaler Privatbesitz gezeigt und in deren


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