Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 25.1900

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ALPRED ROERTE

tigte sie ihren Mann neben sicli im Nominativ anzuführen,
sie fällt dann aber ans der Konstruktion, weil die Weihung;
an die Eltern eingeschoben und der Anteil des Gatten auf die
Weihung an den Gott beschränkt wird.
37. Ebenda. Marmorne Stele mit Giebel, in diesem Bukra-
nion und Trauben, über der Inschrift Kranz. Höhe 0,34"',
Breite 0,52m, Dicke 0,1lm. Buchstabenhöhe 0,03'".
Έρρ.ής αδελφή
Χρυοίω κέ Διί βρο-
τών-π (!) ευχήν.
38. Ebenda. Altar aus Marmor: Höhe l,25,n, Breite 0,55"*,
Dicke 0,35m. Buchstabenhöhe 0,03m.
5 του γαρ καί | θείος Σωσθέ|νης ίερευς | σδν τευξεν ά||γαλιαα
αύτ|δς ό την πλ|άκα θείς Διο|ρ/.ήδης ίδρυσε | βωυ.όν.
Die durch Einschiebung des Namens Sostbenes ganz aus
den Fugen gegangenen Verse sind in ihrer Unbeholfenheit
schwer verständlich. Sie besagen wol: '(DemGott) dessen Bild-
säule ja auch der Oheim Sostbenes als Priester Dir stiftete,
errichtete Diomedes.eben der welcher die Inschrift setzte, ei-
nen Altar’. Also der Dedikant Diomedes und sein Oheim, der
Priester Sostbenes, haben sich beide um einen nicht genann
ten Gott verdient gemacht, der eine durch Weihung des Kult-
bildes, der andere durch Errichtung des Altars. Das Wort
πλάξ im Sinne von Inschrift findet sich auch im benachbarten
Dorylaion in einer Weihung an Artemis (Göttingische gel.
Anzeigen 1897 S. 407). Der Gebrauch ist wol so zu erklären,
dass Inschriften vielfach auf besonders eingefügte Steinplat-
ten geschrieben wurden. Die späten Felsgräber von Japuldak
tragen besonders viele Spuren von solchen. Dieser Altar ist
offenbar erst nachträglich, wol in christlicher Zeit, als Grab-
stein benutzt worden.
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