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Twachtmann-Schlichter, Anke [Editor]
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: Baudenkmale in Niedersachsen (Band 14,1): Stadt Hildesheim: mit den Stadtteilen Achtum, Bavenstedt, Drispenstedt, Einum, Himmelsthür, Itzum, Marienburg, Marienrode, Neuhof, Ochtersum, Sorsum, Steuerwald und Uppen — Hameln, 2007

DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.44417#0118
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Hildesheim, Kardinal-Bertram-Straße 36-38

Hildesheim, Kardinal-Bertram-Straße 38, Sgraffito

Hildesheim, Andreasstraße 4/6


Hildesheim, Andreasstraße 3/5


Straße 36 betont das von A. Dorn geschaffene
Sgraffito Dianabrunnen und ein ausluchtartiger
Vorbau im Bereich des Treppenhauses die Be-
deutung als weiterer Endpunkt der Häuserzeile.
Wie die Inschrift: „Der Dianabrunnen aus dem
Hofe des Kaiserhauses“ verrät, stand dieser
Brunnen vor seiner Zerstörung 1945 in unmit-
telbarer Nähe zum Kaiserhaus. Gleichfalls als
Erinnerung an das vormals dort befindliche
“Rolandhaus“ ist das Sgraffito an der südlichen
Traufseite Kardinal-Bertram-Straße 38 zu
sehen. Die Inschrift informiert auch über die
ursprüngliche Nutzung: „Hier stand bis zum 22.
März 1945 das so genannte ehemalige Roland-
haus. Seit 1769 war es Spital als Stiftung von
Senator Roland“.
Durch die Öffnung und Entkernung der Block-
innenbereiche im Zuge des Wiederaufbaus
erhielt die Andreasstraße, die Verbindung von
der Kardinal-Bertram-Straße zum Andreas-
platz, ein völlig neues Aussehen. Indem die
geschlossene Blockrandbebauung aufgehoben
und die neuen, blockhaften Häuserzeilen quer
zur Straße gestellt wurden, entstand eine Öff-
nung in die Blockinnenbereiche. Bepflanzungen
füllen die großzügig bemessenen Freiflächen.
Die sich quer zur nördlichen Straßenseite er-
streckenden Häuserzeilen Andreasstraße 4/6
und 8/10 sind schlichte vierstöckige verputzte
Massivbauten mit Satteldächern. Akzente set-
zen die mittig angeordneten, überdachten Ein-
gänge der Treppenhäuser und die darüber lie-
genden vierbahnigen Fenster.
Traufseitig zur Straße liegen die Wohnhäuser an
der gegenüberliegenden Südseite. Andreas-
straße 3 ist ein in Rasterfachwerk gehaltener
dreigeschossiger Massivbau. An den Seiten
verputzt, besteht das Raster aus gemauerten
„Gefachen“, dreiteiligen Fenstern mit darüber
liegenden Lamellen.
Andreasstraße 5 wurde als schlichter drei-
geschossiger verputzter Massivbau mit seitlich
integrierter Werkstatt im Jahre „1950“ laut In-
schrift über dem Hauseingang erbaut.

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