Heidelberger Jahrbücher der Literatur — 31,2.1838

Page: 754
DOI issue: DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/hdjb1838_2/0138
License: Public Domain Mark Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
F, Kurz: Österreich unter Albrecht II,

154
befanden. Alle folgende Stücke No. VI—IX inet, sind aus
dem Frankfurter Archiv, d. h. aus den Wahltagacten von 1400
bis 1412, gezogen. Die zehnte Beilage ist ein Brief Sigmunds
an die Wetterauischen Städte, ebenfalls aus dem Archiv5 No.
XI — XIII incl. sind Notizen von geringer Bedeutung aus den
Frankfurter Wahltagacten 5 XIV — XVI allerlei Schreiben aus
dem Frankfurter Archiv 5 XVII ist der Bericht über die Rede
K. Sigmunds an die Rathsfreunde zu Frankfurt den 13. Dec.
1414. No. XVIII. 1. 2. 3. 4. sind aus Handschriften gezogene
Zusätze zu Eberhard Windecks gedruckter Lebensgeschichte
Sigmunds. Diese Zusätze sind von keiner grofsen Bedeu-
tung, wie denn der ganze Eberhard ein wunderliches Pro-
duct ist.
Schlosser*

Österreich unter K. Albrecht dem Zweiten. Fon Franz Kurz , reg. Chor-
Herrn und Pfarrer zu Set. Florian Ir Theil. 262 S. T. 12 S. Bei-
lagen. 2r Th. 310 S. T. und 74 S. Beil. Wien 1835. kl. 8.
Der Verf. dieses Buchs hat sich bekanntlich um die ur-
kundliche Geschichte von Österreich grofse Verdienste erwor-
ben , und das Zeugnifs Mannerts, eines sehr freimüthigen Man-
nes, beweiset am besten, dafs IFr. Kurz nicht in den gewöhn-
lichen Fehler der Lebensbeschreiber der Vorfahren ihrer Lan-
desregenten verfallen ist. Hr. Männert nämlich sagt irgendwo
in seiner Geschichte von Baiern, Hr. Kurz habe Friedrich den
Schönen in gar manchen Dingen getadelt, die er als Ge-
schichtschreiber Ludwigs des Baiern übergangen oder ent-
schuldigt habe. lief, will dieses neue Werk nur darum ganz
kurz durchgehen, Aveil es mit dem Buche des Hm. Aschbach
in so enger Verbindung steht. In den beiden ersten und im
Anfänge des dritten Kapitels handelt Hr. Kurz von den Ge-
schichten, welche auch Hr. Aschbach erzählen mufste, Aves-
halb wir in der vorhergehenden Anzeige Mrn. Kurz mehrere
Mahl erwähnt haben. Wir bewundern dabei AVeniger die Ge-
nauigkeit als die Offenheit und Strenge, Avomit sich der Vf.
über diese grausigen Zwiste und empörenden Händel ausge-
sprochen hat. Herr Kurz geht übrigens noch weiter als Hr.
Aschbacb, er nimmt nämlich einzelne Erkunden wörtlich in
seinen Text auf. Aus diesen Geschichten, so verwirrt sie
sind, kann man, Avie aus der Geschichte der Mark Branden-
loading ...