Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft — 20.1926

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HERMANN GUMBEL.

Wir nennen es das Wesentliche der Entwicklung, daß in
der »Biographie«, in den Werken der Mitte des Gesamtschaffens der
Huch, die der »Biographie« am nächsten kommen, die Thematik ganz
eingesogen, eingedrungen ist in das Innerste des Werkes und sich
weit mehr im Gesamtton als in periodischen Einzelmomenten äußert,
daß es synthetische Werke sind, die die Gegensätze zu neuer Schreib-
art verschmelzen. Im Anfang beobachtet man eine vereinzelte, fast
zwangsläufig sich mit einschleichende Thematik, die dennoch mehr
auf das Äußere und die Peripherie geht. Spät (als Extrem) ist Gesamt-
eindruck wie Einzeleindruck übermächtig und fessellos thematisch und
die Naturkraft erscheint (wie die Thematik im Beginn) mehr als An-
hängsel, Technik.
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