Hager, Georg [Editor]; Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (2,5): Bezirksamt Burglengenfeld — München, 1906

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Emhof. — Ettmannsdorf.

Si

zwei Wappen. Unten Inschrift in Kartusche. Um 1600. Solnhofer Stein. H. 0,8g, Kirche
Br. 0,62 nt. — 3. Grabplatte des sechs Tage alten Kindes Domicella Magdalena
Margaretha Franziska Paul. Antonia de Maifei de Laserra, *j* 12. April 1746.
Innen an der Südwand Inschriftplatte: »Gedenk Tafel. Im spanischen
Erbfolge Kriege hei in dieser Gegend Mittwochs am 28. März 1704 (sic! vielmehr
1703) ein Treffen zwischen den kurbayerischen und kaiserlich-fränkischen Truppen
vor, in welchem der kaiserliche General-Feldmarschall Lieutenant, Markgraf Georg
Friedrich von Brandenburg-Ansbach, tödtlich verwundet wurde.« Erneuert an Stelle
der Originaltafel, welche an einer Mauer bei der Brücke befestigt war und nach
Berlin gekommen sein soll. Vgl. Bayerland V (1894), Nr. 4g, zweites Blatt. — PAUL
DtETRiCH, Beiträge zur Geschichte der Stadt Burglengenfeld, Burglengenfeld 189g,
S. 117. — Kunstdenkmäler der Oberpfalz, Heft IV, B.-A. Parsberg, S. 143. — FALCKEN-
STEiN, Anna!. Nordg. I, 12. — v. REisACH, S. igi f. — VO. XX, 418; XXIV, 388.

Glocken: 1. Johann Scheichshorn von Regenspurg, 1671. Dehrn. 0,36 m.— Glocken.
2. Johann Ulrich Scheichshorn in Neuburg, 1702. Dchm. 0,32 m.
Ehern. SCHLOSS, jetzt Brauerei. Vom n. bis in das 14. Jahrhundert saßen Schloß
im Orte die Emhofer; dann folgten die Kegler, bis gegen Mitte des ig. Jahrhunderts
die Amringer. Am 1. August 1323 wird Wilhelm von Schlammersdorf, am 31. De-
zember iggg Oswald von Gleissenthal als Besitzer genannt. (Reichsarchiv München,
Urkk. des Gerichts Burglengenfeld.) Hans Georg von Gleissenthal, Prälat des Klosters
Speinshart, Vizedom in Amberg, J igSo, vgl. dessen Grabstein in Neustadt a. Kulm.
Dann dessen Schwiegersohn Tobias Herstenzki von Herstein. JuliusVisconti, Ji6g6.
166g Karl Ferdinand Freiherr von Muggenthal. Von 1670—1769 die Maifei. Von
1769—1800 die Rummel.
Ganz einfacher zweigeschossiger Bau von 1816—1817. (VO. IX, 2gi.) Im
Obergeschoß ein Saal mit auf die Wand gemalten Landschaften von ca. 1820. Der
bei v. REISACH, S. 134, erwähnte, 1816 abgebrochene »alte hohe Thum« ist auf der
Ansicht der Hofmark Emhof von Georg Hämmerl in Schloß Dietldorf noch sichtbar.
(Fig. 27.)
ETTMANNSDORF.
VO. 111, 416; VIII, 18; XVIII, 228—230, 2g2; XXIII, 310; XXIV, 217, 220, Literatur
231, 242 ff., 246, 2g2, 270, 273, 276, 279, 287, 289, 297, 30I, 303, 309, 317, 320,
332 h, 37°. 372, 376- 381, 384. 39°. 393. 395. 404. 413. 415 f-. 421. 426, 489,
496, 377, g8o; XXXVI, go. — Neub. Koll.-Bl. 1900, S. 171; 1901, S. 82, 84;
1902/03, S. 77. — SPERL, Vierteljahrsschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde,
herausgegeben vom Verein Herold, Berlin XXVIII (1900), 428.
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Fig. 28. Emhof. Grundriß
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