Hager, Georg [Editor]; Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (2,5): Bezirksamt Burglengenfeld — München, 1906

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V. B.-A. Burglengenfeld.

vgl. EDUARD RosENTHAL, Gesch. d. Gerichtswesens Bayerns, Würzburg 1889, S. 60, 94.)
Es nahm also eine ausgezeichnete Stelle ein. Sein Gerichtszwang erstreckte sich
auch über die PHeggerichte Schwandorf, Schmidmühlen, Regenstauf. Die Angabe
der zum Landgerichte einst gehörigen Hofmarken und Landsassenämter schwankt
zwischen 44 und 64. (Neub. Roll.-Bl. 1900, S. 157 f.) 1803, bzw. 1804 gingen die
Pflegämter Schwandorf und Regenstauf im Landgericht Burglengenfeld auf.
Mit der Auflösung des Herzogtums Neuburg 1808 wurde unser Gebiet dem
Regenkreise zugeteilt. 1811/12 wurde das Gericht Regenstauf als Landgericht wieder-
hergestellt und von Burglengenfeld getrennt. Bei der neuen Territorialeinteilung
des Königreichs im Jahre 1838 wurde das Landgericht Burglengenfeld dem Kreise
Oberpfalz und Regensburg zugeteilt. 1857 wurden 8 Gemeinden von Burglengenfeld
dem Landgericht Regenstauf zugewiesen. Als 1862 die Organisation der Bezirks-
ämter geschaffen wurde, ward Burglengenfeld der Sitz eines Bezirksamts. Der Umfang
des Bezirksamts blieb der gleiche wie der des bisherigen Landgerichts. In gericht-
licher Hinsicht zerfällt das Bezirksamt seitdem in die Amtsgerichte (bis 1879 Land-
gerichte genannt) Burglengenfeld und Schwandorf.
In kirchlicher Beziehung gehört das Gebiet seit den ältesten Zeiten zum Bistum
Regensburg.

LITERATUR.
Die in Heft IV, B.-A. Parsberg, S. g— 17 gegebenen Literaturhinweise haben
in der Hauptsache auch für das B.-A. Burglengenfeld Geltung. Wir notieren außerdem:
Zu 1. Geschichte. JOHANN GEORG FESSMAIER, Diplomatische Skizze von
dem alten Vitzthum-Amte Lengenfeld, s. 1. 1800. — KASTENMAiR, Gesch. d. Gerichts-
bezirks Burglengenfeld, VO. I (1831), 260—266. — J. v. FiNK, Beiträge z. Gesch. d.
Landgerichts Burglengenfeld, VO. 111 (183g), 327—418. — Orro RiEDER, Die pfalz-
neuburgische Landschaft, deren Leben und Wirken, ihr Behördenwesen und inson-
derheit ihr Marschall, Neuburger Kollektaneenblatt, Bd. LXIV (1900), LXV (1901),
LXVI (1902/03). — M. DoEBERL, Entwickelungsgeschichte Bayerns, Bd. I, München 1906.
Die spezielle ortsgeschichtliche Literatur ist bei den einzelnen Orten ange-
geben.
Zu 3. Kirche und Schule. Die ehern, pfälzische Kapuzinerordensprovinz
und das Schicksal ihrer Klöster in der Oberpfalz, Hist.-polit. Blätter, Bd. 106 (1890),
S. 108—ng.
Zu 6. Topographie u. 7. Karten. Landrichteramt Burglengenfeld mit den
ehemaligen Ämtern Burglengenfeld, Regenstauf, Schwandorf) Schmidmühlen und Kall-
münz, Neuburger Taschenbuch für 1807, S. 49—64; 1808, S. 4g—84. — Repertorium
d. topographischen Atlasblattes Burglengenfeld 1827, S. gg—62. Historische Merk-
würdigkeiten. — RiEDER, Neub. Koll.-Bl. 1901, S. 28 — 33, 33 f., 81—92, 98 f. —
ÜHRISTOPHORUS VoGEL, Pfarrer zu Regenstauf, Libellus chronologicus et topographicus
des fr. PHegambts Lengfeld im Neuburgischen Fürstenthumb vnd Landgricht Burckh-
lengfeld auf dem Nordgau 1600. Mit der Karte (tabella topographica) des Pfleg-
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