Hager, Georg [Editor]; Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (2,5): Bezirksamt Burglengenfeld — München, 1906

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Münchshofen.

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(Fig. yg.) DieFlügel haben Volutengiebel mit Obelisken. (Fig. y^.) Die Voluten und Schtoß.
Obelisken scheinen moderne Zutat zu sein; auf der Ansicht Hämmerls und auf einer
Ansichtskizze von i8g8 in der Sammlung des Hist. Ver. in Regensburg sind die Giebel
glatt. Das Ganze im Stil der deutschen Renaissance. An einem Türgewände des
westlichen Flügels die Jahreszahl vypy. Im westlichen Teil des Schlosses ein Hof,
der an der Nordseite zwei Laubengeschosse mit je vier Korbbögen zeigt.
Westlich steht in Verbindung mit dem Schlosse die SCHLOSS KAPELLE Schtoß-
HL. KREUZ und ST. MARGARETA. Matrikel R., S. 398.



Bau der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der nicht eingezogene Chor ist
durch einen auf Pfeilern ruhenden Korbbogen vom Schiff getrennt. Zwischen den
Pfeilern und den Umfassungswänden hohe, schmale Durchgangsöffnungen. Schiff
flachgedeckt, der Chor Hach mit Anwölbung, in welche Stichkappen einschneiden.
Westturm mit Haube.
An der Hachen Decke Fresko der Brodvermehrung; in den Ecken die Gestalten
der vier Propheten Jesaias, Jeremias, Ezechiel und Daniel. Ende des 18. Jahrhunderts.
Hinter dem Altar an der Ostwand Christus am Kreuz. In Ol auf Leinwand gemalt;
sehr dekorative Arbeit des r8. Jahrhunderts.
ln der Schloßkapelle ein Bild von Lukas Cranach dem Älteren, das wir nicht
zu sehen bekamen. (Mitteilung des Herrn Geheimen Sanitätsrats Niedermayer in
Regensburg.)
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