Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 5.1907

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CLAUDE MONET, VUE DE LONDRES

MIT GENEHMIGUNG VON DURAND-RUEL, PARIS)

ERINNERUNGEN
AN DIE IMPRESSIONISTEN

VON

GEORGE MOORE

Wir standen auf, um sie zu begrüssen — Manet,
Degas, Renoir, Pisarro, Monet und Sisley. Sie
waren unsre Meister.

Eine Bretterwand, nur wenige Fuss höher als
die Hüte der Männer, die an den üblichen Marmor-
tischen sassen, schied die Glasfassade des Cafes von
seinem Hauptraum. Zwei Tische in der rechten

(FORTSETZUNG)

Ecke waren für Manet und Degas und ihren Be-
wundererkreis reserviert. Mit Freuden erinnere ich
mich, wie ich mich danach sehnte, in diesen Kreis
aufgenommen zu werden und mit Manet zu
sprechen — mit Manet, den ich allmählich als die
grosse neue Kraft in der Malerei erkannt hatte.
Abend um Abend verstrich, und ich wagte nicht

Es trifft sich glücklich, dass zur selben Zeit, wo Moore hier den Versuch begann, dem Leser vielgenannte und leider
oft schon prinzipienhaft erstarrte Namen menschlich näher zu bringen, eine wunderschöne Ausstellung französischer Kunst
bei Paul Cassirer stattfand. Wer an den Werken der Faureschen Sammlung, die dort zu sehen waren, ein mehr als äusserliches
Interesse nimmt, wird notwendig auch Moores Erinnerungen- mit Teilnahme lesen; und wer sich von diesen Aufzeichnungen
gern unterhalten lässt, wird an die Ausstellung mit doppeltem Vergnügen zurückdenken. Um den Reiz dieser Wechselwirkung
länger zu erhalten, sind hier einige der Werke aus der Sammlung Faure, Bilder von Manet und Monet, reproduziert worden.
Sie werden manchen Satz des geistvollen Engländers, der die oft gehörte Behauptung widerlegt, nur Deutsche könnten auf
die Impressionisten „hineinfallen", lebendig erläutern; und die fein gedachten Sätze wiederum werden über das unmittelbare
Ziel hinauswirken — wie es alles Vortreffliche thut — und aufs Glücklichste als ein verspäteter Ausstellungsbericht gelten
dürfen. (D. Red.)

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