Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 59.1908-1909

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Kleine Nachrichten.

509. Zierstück von Joseph Mauder;
aus den „Jugend blättern". Eigener Verlag
Earl Aug. Seyfried.

dauern und wir erhalten der Natur vollkommen
kongruente Bilder. Welche ungeheure Tat! Glück-

310. Illustration von tvilh. Rögge;
aus den „Jngendblättern". Eigener Verlag
Earl Aug. Seyfried.

liche Mptik! Wie weit hat das Bild bereits das
Wort überflügelt! —

Der Verlag Georg D. W. Tallwey macht den
Schluß im Reigen unserer Notizen. Tr hat uns unter
anderem ein sehr hübsches Album gesendet „Tin
Schattenspiel, des Rindes vier Jahreszeiten", das
man den Titern ehrlich empfehlen darf fein Bruch-
stück daraus in Abb. 2^6). In grauen Silhouetten
auf weißem Grunde wird da der Rinder Freud
und STctö mit einem starken Beigeschmack von Humor
geschildert. Tin verdienstvoller Band, der dem
Zeichner und dem Verlag alle Thre macht.
Aus dem „Münchener Jahrbuch" (Abb. 299
bis 302) kann ich mir nicht versagen die
Schnitzerei von Ludwig penz aufzugreifen
(Abb. 299); welch prachtvolle Arbeit ist doch
diese so schnittig gesehene und behandelte Figur.
In der Sammlung „Der deutsche Spielmann"
kommt Julius Diez nochmals zu Wort (Abb.
303 u. 30-f), und keineswegs schlecht vertreten
ist AngeloIank (Abb. 305—308). Tine wahre
Lust und Freude, derlei „Illustrationen" zu
sehen, zu sehen, was ein Rünstler von Temperament
mit sehr wenigen Mitteln zu erreichen weiß. Diese
breit und keck hingehauenen Skizzen — sind sie
nicht ganze Bilder? Diese Bilder zu den Gedichten
Fontanes — sind sie nicht Zeitillustrationen ersten
Ranges? Der Feldherr, der mit dem Tod in die
Schlacht saust — macht Jank das nach, bitte!

Moritz Btto v. Lasser.

(Meine (Nachrichten.

(Vereine, (Museen, Schuten, -Auosteü'ungen,
(WettöewerKe gc.

te Vereinigung zur Förderung deutscher Runst
im Auslände (Vorsitzender: R. Platz, Geh.
Reg.-Rat, Friedenau-Berlin) hat sich die Ausgabe
gestellt, hauptsächlich in Nordamerika das Absatz-
gebiet deutscher Runstwerke zu erweitern. „Noch vor
vierzig Jahren kaufte man in Amerika von den
Runsterzeugnissen des Auslandes fast nur deutsche
Werke. — —■ — Nach den amtlichen Mitteilungen
des Dreusur/ Departement in Washington betrug
im Jahre sst06 die Tinfuhr von Runstgegenständen
nach den Vereinigten Staaten aus Tngland das
Fünffache, aus Frankreich das Vierzehn-
fache der deutschen Tinfuhr." Der „Rünstler-
verband deutscher Bildhauer" hatte die ersten ein-
leitenden Schritte getan, um diesem Übelstand ent-
gegenzuwirken; der auf seine Anregung hin gebil-
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