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8 W V — Ü4
§. 12. Die Gerichte zweyter Instanz kann
man eben auf zweyerley Art betrachten: als ein
ordentliches, und außerordentliches Gericht. Von
der ersten Art ist die Regierung, das Wechsel-
gericht zweyter Instanz, als wohin von den un-
teren Gerichten appellirt wird. Von der zwey-
ten Art ist das Landrecht, wenn dahin von dem
unpartheyischen Gericht appellirt wird. Wie
auch das unpartheyische Gericht selbst in Bezie-
hung auf die von den unterthänigen und dienst-
baren Magistraten dahin ziehende Appellation.
§. iz. Die dritte Instanz ist das Landes
Gubernium, und das Wechselqericht dritter In-
stanz in Rücksicht auf die daselbst anzusuchen kom-
mende Revision, und Restitution in integrum.
§. 14. Wir gehen der Ordnung nach, und
wollen jede Instanz mit ihren Gegenständen, und
dahin gehörigen Geschäften betrachten.

in. Hauptstück
Von den Grundobrigkeiten
-5.
<7^ie Grundobrigkeit oder Grundherrschaft ist
jene, welcher die Gerichtsbarkeit über den
unterthänigen Grund und Person zustehet. Da-
her der Unterthanen erste Instanz in bürger-
li-
 
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