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empl^wurs. Er Heist ein Grundhold, und sein
Grund smpk^rsuOs. Der Herr hat das äomi-
nium äireÄum, und der Unterthan das äomimum
mile. Alle gerichtliche Macht der Grundobrig-
keit entstehet aus dem Rechte des Grundeigen-
thums. Hieraus entspringet das Recht, die
öffentlichen Gewalt in bürgerlichen Fallen/ und
verübten Frevel zwischen Untertanen mit Mas-
sigkeit in Geld, oder mit Arrest zu bestrafen;
die geringe Verbrechen/ welche unter des Grund-
herrn seinem Dachtrauf begangen werden / zu
züchtigen; Steuer und Nobat zu fordern; bey
Veränderungsfallen das Laudemium zu nehmen;
Verlassenschaften abzuhandeln; Gerhaben zu stel-
len; Abteilungen zu machen; Grundholden an-
zunehmen / oder zu entlassen; derselben Kinder zu
Waisendienst zu gebrauchen/ und über alle indem
Gerichtsbezirke liegende und verkaufte Güter
Kauf- und Schirmbriefe zu erteilen. Dee
Grundherr darf keinen höhern Zins oder Steuer
anschlagen, als nach Maaß der jährlichen Lan-
desanlagen. Er muß sich seines Rektifikations-
urbariums halten / nnd nach solchen verhältntß-
mäßig der Landesanlagen die Stift anschlagen.
Z. B. Ein Untertan diente von seinem Grund
r Pfund: so hat er hievon nach der dermaligen
Landesanlagen io -zfach nicht mehr, als io
Gulden 6 Schilling zu stiften, sodann werden
ihm die exrra poldulstn angeschlagen, und der
übrige Naturaldienft, wie er mit solchen rektlft-
cirt ist, angerechnet.
§. 19»
 
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