Schön, Theodor von
Aus den Papieren des Ministers und Burggrafen von Marienburg Theodor von Schön (Band 4): Anlagen zum 2. Theil, Scharnhorst — Berlin, 1876

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Tagebuch

(Seite 20, Thcil II, Baud III).

1.

Einleitung?)

Dem, der aus Preußen kam und dort das voUe Leben ge-
kostet hatte, traten selbst die einzeluen Mängel und Schwächen
der sonst vorzüglichen Männer anfregend entgegen. So ist
Alles, was von Scharnborst gesazt ist, zwar richtig, aber nur
dann, wenn man den Begrisf eines Volkes vollkommen vor-
aussetzt. Gneisenau uud Grolmann ahndeten, daß es hier
nicht blos auf Linien-Truppen und Alliancen und diplo-
matische Kunststücke ankomme, aber theils stauden sie zu
untergeordnet da, um ihre Ahndung entwickeln zu köuneu,
theils machte ihre Erziehung als Linien-Soldateu sie un-
gewiß. Als gute Geister waren sie empfänglich für die neue
Zeit, aber um ganz für die neue Zeit leben und sterben zu
können, gehörte Entwickelung, welche unbedingte Festigkeit
giebt. Unbedingte Genies, welche bewußtlos zugreisen und

i) Theil II, Bd. III, S. 22: „Zum Tagebuch bis zum 14ten Sep-
tember nur noch Zusätze: —"

Der wiederholte Abdruck als „Einleitung" rechtfertigt sich durch den
darin enthaltenen Hinweis auf die nachsolgenden Tages-Aufzeichnungen.

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