Schön, Theodor von
Aus den Papieren des Ministers und Burggrafen von Marienburg Theodor von Schön (Band 4): Anlagen zum 2. Theil, Scharnhorst — Berlin, 1876

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Gefahr sähe und den König nnd Sie nicht warnen sollte.
Was der König, unser Herr, in seiner Weisheit zu beschließen
geruhen wird, muß niir und uns Allen recht sein, aber immer
wünsche ich Jhn vor allen Anderen, wenn eine schwere Zeit
kommen sollte, mit der Klarheit ansehen zu können, die dem
Untertan nur die Ueberzeuzung giebt, mit Muth und Treue
seinem Könige ergeben gewesen zu sein. ich lege die Er-
klärung in E. D., eines edlen Mannes, Hände, den ich als
solchen erkannt habe und ehre, und der selbst in großer Ge-
sahr ist, wenn die Verhältnisse in unserem Jnnern bleiben,
wie sie sind, in seinem Alter den Ruhm verkleinert zu sehen,
den edle und große That ihm gebracht haben.

Und damit anch nicht der Schein der Unklarheit bei
Denen, die mich nicht kcnnen, mich treffe, so schließe ich
mit der Aeußerung, daß, wenn von einem neuen Ministerinm
die Rede sein sollte, von mir, nach dieser Erklärung, nicht
die Rede sein kann. ich will Nichts, als daß es dem Könige
nnd meinem Vaterland^wohlgehe und wenigstens mit ruhigem
Gewissen nach dem Orte meiner Bestimmung zurückkehren.

Berlin, den 18. Iuni 1817. Schön.

3.

Staatskanzler Fürst v. Hardenberg (eigetthändig)
an Schön.

Ew. Excellenz

gütiges Vertrauen erkenne ich sehr lebhast nnd werde nicht
ermangeln, Sr. Majestät dcm Könige die mir mUtgetheilte
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