Schön, Theodor von
Aus den Papieren des Ministers und Burggrafen von Marienburg Theodor von Schön (Band 4): Anlagen zum 2. Theil, Scharnhorst — Berlin, 1876

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Ew. Hochwohlgeboren es durch und durch empsinden, wie
mir Jhr Brief eine segnende Weihe, und der ernenerte und
bestärkte Glauben an Jhr Vertrauen zu mir eine unerschntter-
liche Stntze meines Wollens geworden ist. Jetzt kann ich
Jhnen nnr mit Worten danken; mein besonnenstes Be-
streben, Ihres Vertrauens mich werth zu zeigen, soll Jhnen
ein besserer Dank sein. ?nx votrm, rief mir Jhr Brief noch
vor der Eröffnung zu; die deutschen Worte: — das „xnx
vodi8" könnte Andern ein Fingerzeig aus Ew. Hochwohl-
geboren werden — Friede sei mit Euch! seien künftig sür
Sie ein Zeichen von mir. —

Erlauben mir Ew. Hochwohlgeboren, Sie nm die Be-
antwortung solgender Fragen zu bitten:

1. Wo liegen des Staatskanzlers alte Güter?

2. Was halten Sie von Gneisenau als Mensch und als
Feldherr?

3. Welche Männer von Krast und freiem, sichern Geiste
sind Jhnen dnrch Jhre letzten Verhältnisse zu Dentsch-
land bekannt geworden?

Zwar warte ich von Tage zu Tage auf Nachrichten, die
rnich abreisen lassen oder noch zurückhalten; aber im ersten
Falle erwarte ich vorher noch Jhre geneigte Antwort. Haben
Sie aber die Gewogenheit, Jhren Bries an mich nicht an
den Prosessor, sondern an den Negierungsrath Graff zu adres-
siren; Jhr voriger Brief wäre beinahe in die Hände des
Professor Gräs gekominen, er schickte ihn wieder anf die Post
znrück und ich erhielt ihn erst gestern; oder noch sicherer sügen
Ew. Hochwohlgeboren der Ausschrift hinzu: Adr: Ersen ot
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