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Badische Post: Heidelberger Zeitung (gegr. 1858) u. Handelsblatt (61) — 1919 (September bis Dezember)

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https://doi.org/10.11588/diglit.3728#0275
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gelrefert bekouunen. »ii
Semeinden. -ie j» k
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deren tztelle übrrlalsci
haben.

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leisen, daß wir bei Lu
orstellig geworden sind,
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e hat diese Aiüchs
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ung bestehe und zunW
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nspielsweisr der bench
d Weinheim-Land. Ǥ'

nützren nnt allrr
-seu werden, vrnn ^
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dieser Sache forM-

- 18. Oktober 1919.

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1

.reine

Ladische Poirtik

Euangelische Landessynode

Nach der -weiten öfsientlichLn Sitsung hat sich
die Landessynode a-ilf de-n nüchsten Donnerstag
vertaat. ZnJwiMn halten die verfchiedenen Kom-
missionen chre vttzunrren ab. Zn der Verfas-
iunsskomm iss ioin sind bereits div erstzeir 40
Paraaraphen des Verfassunssentwurfes besprochen.
Die Sprenssleinteiluna der GroMadtsemienden
wird gegenwcirtig durchberaten. Zn der dritten
Kommission für allas »rein - k i r chl i ch« Fra-
gen beschästigte man sich mit der Ausgestaituns
des evangolischsn P r e-s s ew e s e ns.

Die badische Eisenüahnschulk Wie schon Le-
richtet wurdc, hatte Nnanzminister Dr. Wirttz
in Ler letztc'ir S'chunis. des Hausbaltausschusses dev
Landtass mitseterttj dt-e badichs Staatseisenbahn
bcreite besondere Sorven, da die schmebende Schl'-ld
dur'EüseubabivschuldentilamrgLkasse zurzett t ä Ll i-ch
u m et w-a 1 Million Mark zunehmc. Zn Er-
gänsumg dicser MtterluirL sei' berichtet. datz vom
17. Sevtemiber bis 15. Oktob-er. die EisonLabnschuil-
dcn von 85 Miillionm aiuf 116F Mill., d. h. um 312 !
MiTl, M. sestiesen Znd. Zn dii'fer^Sllnrnre ist üller-
diirgs der Baucruifwand enthalten.

^ Zuuahrne d«r Unregelnräkrigkciten im Göter.
vcrkehr. Die Genetcvldivettisn der bad. Staars-
babiren wetst in ihosm Nachrichtenblatt davauf hrn,
dak. dre UnrogelnvähigLeiten im Eäterwerrehr einen
eans evschreckend-en Umfaug airgeiroinmen haben.
Täslich sehen wertvolle Miter oerloucn. Dio Ur-
sacho dieser UnrogelmährÄeiten steht die GeneraL-
d'roktion terls- in mmrgelnder Aufsicht, tsills in
unsenüsender Veachturrs der Worschriften füik d'en
LrMittelungs-, VerlaLe- und Verschichdiensi, teils
in lmpfleglicher Behandlung der Eüter. Dte
Fotge sind zahllofe Ersntzanfprüchü ver Gvschädlg-
ten. MähreM die Höhe der im Beveich der Sad.
Staatsbahnen verfügten EntschädigungsraHlMigen
im Zcchre 1914 noch 130 000 M. betrvs, erreichte
sic im Jahr« 1918 die Sunime von über zroov Mtl-
l'i.nen (2163 000 M) und in den ersten siehen Mv--
naton diesas Jahres foMr schon 1676000 M. Dte-
Genevalidirekiion fvrrcht im ZufammenhaNL mtt
diesen Tatfachen die lsnmartunL -aus» dah. nachdenc
nuunrohr der- crlte Stamnr der Eifenbhner wiodsv
fast vollrähLia dem Beruf ruDmkgegeben isst, jsder
iLinselke- seilla ernstr Pslicht datin stsht. den alten
guten Nuf der bad. EiseNbahn roieider restlos hev-
tzustellen.

Aus Baden --

Festbesoldete nnd Teuerung

Karlsrnhe, 18. Okt. Eine vom badischen Be-
amtcnbund, dene badtschen Eifenbahnerverband. dem
Verband des deutschen»Vcrkehrspersonals und der
Arbeitsgenieinschaft der Neichspostbeamten einberu-
fene. von über 4000 Personen besuchte ProtesL-
versammluna 'n Karlsruhe nahm nach
eingehender Ausspvache eine Cntschliehung an. dre
tn folgenden Forderungen gipfelt: st«irastie
Bestrafung aller: Schieber und- Wucherer nur mtt
Zuchthaus. jede Beförderung von Schleberware
ist zu unterbinden. Beamte und Arbetter müsfen
-'hrer S ch w.e t g epf'k i chb entbunden -werden. die
Zwangswiritschaft musi vorläufia fo.rb-
Lsstehen. die Verbraucher sind Ler allen Matz-
ncchmen zur Hilfe Seizuziehen. der verteuernde
Zwischenhandel soll möglichst ausgeschaltet wer-
den. dageaen jst der aenosfenscha.ftliche
Einkauf und Vertrörb der Bedarfsartikel zu fdr-
dern. an d^e Festbefoldeten sind wettere finan-
z te tle Bei h tlfen und eine austerorbentliche
Veschaffungsbeihlrfe- zu leisten Züm
Schlutz wendet sich d^e Drtfchlkesiung crn Vtv L and-
wirte mit der dringenden Bittv, ihre Erzeugnisse
.der Allgemeinheit zu angemessenen Preisen zur Der--
füsung zu stellen.

Zn der Dersammluncr nahm auch Miirtster
Remmete das Wort und sprach über SKleichhan-
drl und Schiebertum. Zm Kampf gegen dvese zwer
UeLel müsiten alle gesellschaftlichen Kretse zusam-
menstehen. politische GLgensätze seien
a >irszusHalte n. Die Aufhebung der L e d e r -
zwangsbewirtschaftung sei ein Unglüll.
Ein Heer von Beamten führe heute schon dte Kon-
trolls durch. D'-e Bemühungen dsr badischen Re-
gierung eine- Ueberwachung des Postua-
ketverkehrs zu erlmlt-en. seien an der Haltung
der Reichsbehärden gescheitert. Finanzminlster Dr.
Wirth warnte vor einem Streik. durch den Lir
nötigen 75 Millionen für die Beschaffungsbeihilfen
nicht beigebracht werden könncn

Möhringen bei Engen, 19. Okt. Zu einem re-
oelrechten Gsfecht kmn es Mtschen 40 Vauern
aus Eigeltinsen, Orsinsen und Neute und der
D e nd u rm eri e. als die Bauern oexsuchi'^i'. zur
Nachtzoit 1000 Zentner Obft ncickv TuttlingM zu
bcingen. Dae Baurrn ncnsften aber ihr Obft tm
Stiche laffsn. Es wucde beschlagnahmt.

Ihe^:

Aus dem Leserkreise

Bedrohte K^artosfelversorgung

guirg" in Nr. 238 - dr-r „Bäd. Post" evhalten wir
Auf 'das Eingesandt „Bedrohte Kartoffellverfo^-
folgeitde Zuschrisst:

Dks Kartosfellversorgung bat rn diesssm Zahre
schlocht eingeseht. weil die Ernte noch nicht üeen-
dct i-si. H«uptssLyllch fehlt es Äen grotzer«n Betnv-
Lcm an MvbcätLrrcrften, som-it kcrnn irkcht Abliofe-
rrmg und Ernte Lletchzeitig ausgüsührt wetden. Ls
wäve deÄhalb sshr zu begrüben, wcnn die Stadter
jctzt kommen würdon und bej dev Kartoffelerntr
belfen wollten, und sicher wird iihnen dor Väuer
rne iihre Kartoffeln liefern. Schon set't einige^
-Jahren bestobt auf dem Lanbe die Sitte. Äaft der
Nichtselbstverforiger da bei Ler ArHeit Mft, wo er
sciina Natuvalien her bekommt.

Mehrere Landwirte.

Aus Ltadt und Umzsgend

Weitcre Norlagen au -ea Bürger-
ausschutz

Nem Bürgerausschutz siud zwei roeitere Vor-
lagen zugegangen. Bei der einen handelt es stch
um die

Crwerbung des Anwefens Kornmarkt S.

Es ist von Wert für dia Stadt. ihven Liegen-
schaftsbesitz am Kornmarkt. wo ihr das Haus Nr.
II gehört u. wo die städtische Sparkasse neLlerdings
das Anwesen „Prinz Carl" gekauft hat. tunlichst
zu vermehren. üm sich dauern.den Einflutz auf die
Verwendungsart der Eebäude in nächster Umge-
Lung dss Nathauses zu sichern und unliebfamer
Spekulation vorzubeugen. Jm vorliegenden: Fäll«
sprechcn noch curdere Rücksichten mit. Wenn Hei-
delbera seinen Nuf äls ..der Vcrterlandstädte länd-
lich schönste" nicht einbüsien will. müffen wir ne-
ben der landschaftlichen Anmut des. Neckcrrtals auch
dvs baukünstler.sch wertvolben Vilder unserer alten
Strasien und Plätze nach Möglichkett zu erhalten
strivben. Eine der reizvollsten Platzanlagen der
Altstadt war früher der Kornnrarkt. ehe seine S8d-
seite durch den misffarbenen Vacksteinbau am Ein-
kang zum Burgweg verunziert wurde. Jetzt ist
der Stadtvevwaltung Gel-eaenheit geboten. di^
Hand auf dieses. Bauwerk zu legen. um ihm zu pas-
sendex Zeit durch Verernfachung der unruhigen
Dachaufbauten und Auftrag eines. glatten Derput-
zes ein weniger störendes Llusfehen zu geben und-
derart dib frühere Platzwirkung wieder annahernd
hsrzustellen. Der AufwLnd für diese -Verbesseruna
wcrd durch den Mietertnrg verzinst 'und getilgt
werdeir können.

Di^ Kaufsumme beläuft sich für das Haus samt
Ladeneinrichtuna auf 65060 Mark. dte Vamkdsten
werden annähernd 2500 Mark betragen, an Zahres-
mrete gehen 4560 Mark ein^ sodatz stch eine Brutto-
rente von 6-5 v. H. ergeben wird.

Der Stadtrat strllt den Antraa. der Bürgermls-
schutz wolle der Erwerbuna des Grundstücks Korn-
markt 3 zum Preise von 65 000 Mark und. dec
Deckung diefer Kaufsunrme mrd der Kaufkosten in
Hähe von 2500 Mart aus Anlehensmitteln zur-
stimmrn.

Der 2. Antrag betrifft die Erwerbuna des Läd-
chens Nr. 17 an der Heiliggeistkirche. Der Stadt-
KemLinde wurde auf ihrcn Ai-t vra von> drr Staats-
behörde das Borkaufsrecht auf das der Frau El.se
H uder gehörige Lädchen Nr> 17 an der Heilig-
geisttkrche übertragen. Der Aadtrrtt hat in der
Sitzmlg vom 17. Septembcr ds: Zs. bescNoffen. in
den zwischen der- jetzigen. Besitzerin und^der Ehe-
frau des Steuerboten Plstlipp Vaium abgeschlosse-
nen Kaufoertraa als Käufer einzutreten. Dsr
Kaufprsis beträgt 2000 Mark> Es ist wünschens-
wert. dasi die Lädchen an der Heillgaeisttlrche nach
und nach in ktm Besitz der Stadt konnnen, da nur
auf diese Weise eine Eewähr dafüp gegeben isü das;
die Bauten in einem Zustand erhcrlten werden. dser
das Stzadtbild. nicht beeinträchtigü Zwei LaüchLN-
(Nr. 8. und 16) sind bereits E'.gentum der Stadtz

Der Stadtrat beantrcmtz dep Bürgerausschutz
wolle genehmrgen. daf; das Grundstück LgS.-Nr. 173.
um deu Preis von 2M0 Mcrrb erworbsn und dai?
disfe Summe nebst .den Kauflosten aus Anlehens-
mitt-eln aedeckt werde.

Stadtrat Marer' uud die Erwerbslosen

Zn einer Erklärung im Anzeigenteil drr
.Aad. Post" vom 14. Okt griff die Kommission der-
Erwerbslosen nnd Notstandsarbeiter H.eidelberKS-
den Stadtrctt Sm i l M cr i'e-r: wLgen .Mrer Aeutze-
rung zu ungunsten dcr NotstandMöecter crn. Zrer-
auf antwortkt nun Herr Ma-er:

D',e Herren Pvotestl-er: bätten rir dis Verfamm-
lung kommcn solleil. dann liätten sie gehört. daf? ich
ausdrücklich bemerkte: „llnter denNotstmrdsarbeitern
tin Walde befinden sich ncrtürlich eine Anzabl
Leute. (Krreksbefchädigte. Kellner. Kaufleute uswZ.
von oi?neu man n cht die aleiche Arbeit verlangen
kamr. wie von einem geubten Holzhauer. Aber. so
führte ich weiter aus. es geht dcch übers erträgliche
Matz hmaus. wsnn für das- verkaufte Holz Zehsr-
tauseilde wenig«r vereinnahmt werden. als Arveits-
löhne ausgegeben werden müssen."

Wie sieht es nun in Wirklichkeit mit den Lei-
stungen der Notstandsarbeiter aus.? Nach Mittei-
kungen Lrs Fprstamts wurden bis zmn 1. Oktbr.
von den Notstandsarbe.tern zugerichtet: 64',75 Frft-
meber Stammholz. 3542. Ster- Bronnholz und 14592
Wellen. Die ZurichtuilLSkosten betraaen insgefamt
13 3 6 6 8 Bkar k. der Erlös ans dem Holz 8 2 614
Mark! Vor' dein Kriüg betrug der Akkordwhns für'
die Aüfbereituiiq eines Sters -rtwa. 1,7V—1.80 Mk..
jetzt werden dafüp als Höchstsatz 8—10 Mark be-
zcchlt. Nimmt man. selbst einige hund^rt Ster al's
gestohlen an — wre die Kommisswn behcruptet-—,
sö kämen höchstcns ein'ae Tauscnd Mark Mehrwert'
für das geschlaqene Holz heraus. Also auch unter
den für die Notstandsarbeiter- günstiaften BerhAt-
niffe mühti: dsse Stadt iinmcr noch das Hal'z her-.
schenken und den Holzhauerlohn drausSrzahlen. Und
gegen dieso Mihwirtschaft habe ich mich aLwandl
und .ly-igen solche Dinge werdr. ich mich wenden. so-
lange noch eine Spur von Kraft in mir steckt. Denn
mer derartsge Zustände oerteidiqt^ der schadet der
Arbeiterschast mehr, als die qrötzten Scharfmachrr
dies tun könntcn!

Auf d:e personliche Nnpöbelunl, einzugshen.
halte ich nicht für notwendig. Von L:ut>cn. di«
wie obengenannte Komm'ffion sieben Personcn
start deni Herrgott den Taa ab—kaufen und dafür
die gleichen Lohnsätze Leziehen. wke ihre im Wetter
drautzcn stehenden Kolleg-ep, laffs ich mich, aus-
nahnlsweise auch einmal zur Arbeit. aufsordern."

Es ist gut, das; man sich auch einmak von dieser
Seile energisch gegen die Auswüchse dcs Notstands-
arbeiterwefcns wcndet.

Neue Kartoffelhöchstpretse

Das Attnisteriunl des Znnern macht LeLannt,
Äast der Preis für einen Zentn-er K artoffslir
iu oen Fällen, in denen. der Erzeuger unmtttelbar
an den Derbraiucher liefert ab Acker oüer Keller
8.75 Mk. frei Verlckdestelle des Versirndortes- einW.
der Kostjen des Ginladens dasolbst hochsstens S ML
und bei Lieferung vor das H.au§ deq VerHraucheps
höchstcns 10 Mar? hetrügt

» 2 Motorspritzen und -Leitern stnd ftlr dke
Meuermehr in deutschen Fabriken Lestellt wvrden.
Gs handekt sich ckber nicht um Hoidelberg — hter
"at man das nicht nötig — fonderr, pm
a g e n.

* Liberale Volksplrrtei. Die für heute vorgese-
ö'.ne zaoanglose Zusammenkunft im ,>Weitzen
Bock" musi auf beute über 8 Tage vevschobsw
wcvden.

* Die Deutschnationale Bolkspartei hat den

Abg. Pfarrer Dr. Ritter - Berlin zu einenr W>r-
tragscvbend gewonnen, der crm Dienstaa. den 21.
Okt. tn- der Türnhalle alm Kltngenteich stattfindet.
Pfarrer Ritter vertritt in der Preuhischen Landes-
verfammlung den WcchlbPirk Hrssen-Waldeck mrd
hat fich als Abgevrdneter besonders dem Kultus-
etat (Kunst und Mffonschcrft) gewidmet; frühcr ist
er selbsst mit wisscnichcrftlichien Arbeiten, u. a. über
dve Rleligionsphilosophiü Ka-nts und über das Pro-
blem des Geists im Neun Testcrment hervorgetre-
ten. Er steht dec iungd'rutschen ZugendbLWcguirs
nahe und ist Mitaroeiter der Berliner Fichtehoch-
schulgemeinde. Jn Hridelberg wird er Mer das
Thema „Sozialisnrus u.nd Nattoi.nal-
st«a t„ sprechen. .

* Die Eemeinschaft. Drr Bortrag von Profeffor
Ehrenberg „Der Heros. und setn Gott" (am
Di-enstag. obsnd. im Kaufmännischen V.erein) wird
von dem Gilsaiineich ausgehen, das vor zwei Wo-
ctzen zur VLrlesuns kam. D.ie heidnischen Religto-
nen find. dre Zeit des hsrvifchen Menschen, deffen
Wlrltailter Stück für Stück durch die Religionen
-aufgezehrt wrrd, und mit de-m Christentum ganz
vsvschwindet

* Nietzschc-Vortrag. Dex dritte Vsrtrag Dr.
Ernst Wa.chlvrs findet am DienstaL den 2l.
Oktober, abends 8 Uhr im „Schwarzen Schifs" in
Neuenheim statt. Dae Themw lautet: Die Geburt
der Tvagödie aus dem Geiste der Müsrk; llrb'r dic
Zukunft unserer Bildungsrrnstalten; llnzLitgemätze
Betrachtungen.

* Die Arbertöüenrrinschaft. der iüdischLn. Zu-.
gend veranstLltet rm Mittwech. den. 22. OktQdrr,
abonds hLlb 9 Uhr- im Saalc. des Kaufnrüi-.niscHhl
Vereins eiilen BürtragsabLnd. bci d:iu lliuve-csi-
tätsprofeffor Dr. Gu nTel-Gretzsn über «Dre
Volksart Zsraels" sprechen wird.

* 'Der Lehrgang dcs Vererns. dcr Frcmldmnen
junger Mädchcn ist abgesihlojsen. Der Ztvecl war
Mm Verein neuo Mitarboit-.'rinilLn zu wcröen und
jugendliche Krässte zuzusühren. Aber die Fragen,
vio zur Behandluna kanren, wären für w-eitere
KlLu-e von Frau-en und Mädchrn von groff-nr Zn-
tereffe gcMesen und hättcn fichrr liü viclen den
Wüufch wach werdew laffen, selbst an soztaler Arbeit
teilzunehmcn. Aus verchiedcnen badffch-'n und heff
sischen Städtcn und aus der UimsrbunL Heidelberüs
waren Eäfte da uird botcir in Vortrüeien und in
der Ausfprachs fehr viel Anregung und Wissen.
Es waren mcistens Frauen. dvs übsr ihre eigenen
Arheitsgebiete sprachen. Von der ..Freundinnsn-
arbsit" und aus der „NrÄe-lterinneirbL'lLeguirL"
wuüde berichtet. Es murden Vorträae gehalten
über den „Wert dor Organifation" üK:r: ..Zügend-
rHlege", „Berufsberrrtnng" und „hüasliche Lehr-
ftllllenvernnttluirL" Wsiter kamen zur Bchand-
lnng- der „ArbeitsnachwLis-'ff das „Auswairderungs-
nresen" und die „Bahnhofsmifsian." Di'e ff-hr ange-
rc-gte Aussprache, die- stch jeweils an dis ein-
zxlnen Vorträae anichlos;. und. in 2:n „llebungen"
am Nachmittag fortgeffchrt wurde. lteff erkennen,.
wie eifrig alts Tcilncihini.'rimlen. bLi der Süchs wa-
ren. Es. gi:t jetzt inanHe lieb'e alte Mnsgabe untep
cinen nenn Gesicbtswinkel ein.zustLllen; neue Kräfte
die wach-geworden. stnd^ gilt es-zu sichten:'dre gu-
ten muf; inan ,einordiren und nutzvar mrck>:n. den
böfen'-mii aufmerHainer Vorsicht begegnen. llnere
J ugirird und vor-allem di-e weiblichc ZuMnd,
steht vor einrm DastinskLmpf' drr süp a'l: Schrch-
ten un'errs V-^kec härter s-ein wird, als je und
als man'sich hi.nle schon oorzustellen wa-gt: Aüch dio.
Gchckhmn. die ihrec warten. werven grötzer Pin
dcnn Da.. braucht sie hrüireiche Hünde,. dro sie
schützen. Dic Kucstsitnuhmer: gtngen alle. rn demr
Bswutztsseln gcstärkt auseinander, in einer Gemer.'r-
schast von Giüsrnirungs^LiwffLN mitzubauen aar eineT-
Leffsven Zukunft' unsi-res Volkcs.

s Erhöhte Weinhöchstprelse. Das Ministerium
des Znnern hat das Laildespreismnr nach Anhö-
rung oon SnchVerstünd'gen ermächtist. für Wsine
von h-ervorragcnder- Laa.- und BesschLffenheitz stnen
ZuschLa« zu de-n Höchstpreisen zu Lewühren. (Damit.
rst di-r- Rcisierung. den zc-lffrmch.m Wsinfchl-n d-ir ba-
difck-en. Wetnballern mtgegLNgewmmeu). Ferncu
weift das lxrüischs Landcspreisamt in einer. Derbs-
sentlichunA darauf bin. datz die- Höchstprerse unbe-
drnat eilrychalteir wcrden müffen. Äuch die Bff-
zahlung! oo.n Trinkgeldern oder. fonstigen Eeschen-
len werden als Höchstpreisilbsrschreituns- ange-
sehen.

* Die Nomanfortsctzung mutztc aus tcch-ischen
Gründen heute ausfallen.

Tnrnen, Spork und Sprel

Affoc- ations-Futzball

V. f. B. Heidriberg — Sportlluü Darmsstadt L:0.
Das gostrige Li gafp ie l sah dt-e HeidelLerger in
dsr Führung. Darmstadt wnr. besonders in der
zwe'ten Halbzeit, zuine st bedrängt und loiintL sich
nur rv-cnig freispiclen. Mangelftdes Schutzocrnwgen
des hiesigcn Sturms verhlnderte aber e-in grötzercs
Resultat. Kurz vor der Pauss gslang es Heidel-
bsrg. einen vöm- Darmstädter Torwart abgeprallten
Ball elnzudrücken ünd tn der zweiten Halbze.t durch
ernen gut plaz^ertsn Schutz des Mittelstürmers die
Punktzal.l zu erhöl.'en. Bei Darmstadt gesiel die
Hintermannichaft: der Sturm war energielos und
ohne sichere Kombinat.onsgabe. Auch die V. f: B.-
Stürmer- lictzen manches vermiffen. während di'e
sehr guts. Vi.rts.iü'gung und der Torwächter ganz
auf ihrem-- Postcn wnren.

V. f. B. 2 — D. s. R. Mannheim 2 2:5. 3 5:1.
4 8:4: Die zweitc Mannschaft HeidrlLergs muffte
sich dem stürbttzen Gegner beugrn. die übrigen
konnten nnch- hübschcm Spiel. siegen. Zm ganzen
ein erfolgreicher Tac^.

LigL-Eraebn.i,se inr- Odenwaldlreis

WfiS. HeidelbLrg — Sportklub 05 Darnl.staLt
2:0.. Sportv. Mannheim-Waldholst — Phönir-
Mannheim 5:0. — SporLklub KäfertL-l' — Versi-
ntsmrg Neckarau 2:1. — VfR. Manncheim —

Olympstr. DarmstaLt 3:1.

* Rngby. VsB. Heidelberg — Sportklub 1660

FranHurl 6:8. -

* Hocken. VM. Mannheim — Zockeu-Abtkg.
des HÄdewerger RuderkluÜ 6:2 (3:1). Dhe HM-
key-Ädteilüng des Heidelberger Ruderklüb crvff-
nete chre -Miltrerspielzeit mit einem Wettiprei ge-
gen die erste Mannschaft des DfR. Miannheiim, die
^ur Zpit dts ssptelstärllts Elf de« iOberrhejnkreifes

ist. Zu der erssten HalLtzeit herrscht eift^ Ueber-
vor, trotz des Resultats 2:1
Heidelberg läfft MMicherr günftigen
vor dam gegnerffchen Tor durch. Unent-
»loffenhett umnwgenützt. Nach d«r HalbzeiL Vann
Mannholm noch vkr Tooe einjenden^ denen Lrt-
delbera nur noch «inr eptaegensetzrn vmn. Aei

Manicheim waren Dr. Vassermniln, Röchling, Nod-
lieh wohl die besten Spioter, bsi Heidelberg W.
Meyer, Schwertz Funk, und die Verlcrdigung.

Gerichtszeitung

* Schöffengericht Heldelberg.'Zn> der öfsentlrchen
Sitzung vom Samstag. den 18. Ottober. wurdrn
Johann Schmetz und Zakob Rösch von Cppcl-
hei-m wegn Dicbstahls zu 1 Üezw. 2 Monaten Ge-
fängnis verurteilt. Die wegen Körperverlctzung
angetlagten Zohann Vühler und Otto Meder
von Mannheim wurden freigesprochen. Die Beru-
fung des Zsaak Marx von Baiertal (Bevgrhen
gcgen die- Verordnungen üLer den Verkehr mit
Zucht- und Nutzvieh) wurde verworfen. WUHelm
Karch oon Schatthausen erhielt wegen Vergchens
gegen die Verordnungen über dle. Flcischüerjorgmrg
100 Mark Geldstrafe. Friedrich Scho 1 l von Mük-
kenloch wcgcn Diebstahls 8 Tage Zaft und Lüdwig
Machmaier von Sandhausen wegen Vergehens
gegen die Berordnungen- über den Berkehv mit
Zucht- und Nutzvieh 30 Mark Getdstraf«.

Letzte Drahtberichte

Partcitag der- Deutschen Dolksparter

Lelpzis, 20. Okt. Die im Lerpzig. ihren Par-
ieitas abhaltende De.u.t sch e Vol k's v crr tci
stimmrte- eimnn Programm su, rn dcin es hL'rffff stc
m:vde Lem Wiedoraulban des Neiches mib allln
Miittoln fördern un-d rnr. Nalmieir il^-er pvlitischeu.
Grundsätze auch innerhalb dex- jetzig,m Staatssorm
imbarbeiten. Sie forderl Wiedehherstellnngr der
rnhmovlleir -.chiwarx-weitz-roten Rc'ichsfarbeir. Der
e-uste Referent GE. Rat C a'r o wandte sich gegen
die Zerstückclung Prentzens, denr besonders Hanno-
vcr.. und. das RhL-iniland.'unen-dlich viel. zu- danken
HÄten. Die Rslle deo emrslstaatltchen Monarchen
seü unter allerr Umständsn aus-gsfvielt-. Cine- Wte-
derkechr. müffe nicht- -keichten. Herizens' als ausgeWo>-
!fen beWichnet werden. Der 'Nikg-. V 5 g.l. s x- spLgq
über Arbeiitsgemelnschait nnd wirtschastliche DU-
d.cng und sagte, dis ArbcitsteilunL habe einen- bd-
dEerlichrrr Abstand des- ArbeiterN van dem. W^rle,
das er schcvffe, herbeigcifüLrt. Dis sc/c-lsssche' Lk-e-re,
dic. d«adurch. entstehs, müffte üLerwunLrir werder:.
D'-esr fei nichtz nur ecn dsutsches, soirLern cin ALl:-
problienu. Es gelte, Len Aubeitcr- cruch durch, AL-
t:eirl--etetlignng. crm Wercke- zu. nrteroffkerrn. Zmri
Sbücklohn müffe d.i-e Mine Alktie trsten. Er var-
nisprännen uud Qualitätsprümi-en mützten d'«4
Prr du.ktiioität: heben.

Wieu,. 20. Okt. Zn den nächsten Wochccn. -miid. rn
Wrcn erne Ta g*e s.z ertn n g in. f r a n z,o f i f ch r
Surcrche erjcheineir. Es scheint, datz dicsse Grün-
cMrg'die DeribreituTrg des franzostfchen Z-astbels auf
LLiir. Valkcm beziweckt.

Hamburg, 20. Aug. Der Abtransvort. -be.uti-
f ch e-r A.u swando ver nach Südamerika. hat. be-
rrits -bsgonnLn. Diie. Auswanderun-ken ncchmsn täs-
l:-ch cm Unl-fang zu. Jn den nächsten TagM wer-
den wieder Tvansporte nach Argentmien evbsehen.

Verlin, 20. Okt. Wie wir von Mt unterrichteter
SLite höven, rst- ÄLs MüLdirng van ckiner Ernstellüng
der Lr-s-fsriLng oon Lmerrka.ni.Lche« Le-
bans-m rtbebn mcht zutEend. Die dcut-che
Regierung rst vielmehr bestreüt^ weiteve Licre-
rungsabkommen zum- Abschlutz zu bringcin.

Braunschwei.q, 20. Okt. Zn der Nacht zum Svnn-,
tag wurde in Vraunschweig durch unermittetts Ver-
Lvecker ei,r schwerer Ansckilag auf das Kreisgxfä.lK
nis unternommen. Etwa 20 Handgranaten wurden
geschleudert:

Bersailles. 19. Ott. UrLgual> hat am 16.
Oktober den Fr i ed ensv ert uag ,mt Deutsch-
land ro t i f i z i e r 1.

* Einsteüunq des Sonntagsverkehrs *auch in
Trchsen. Zn Sachsen wird nach einer. Dresdener
Meldung vom 26. Oktober ab a,n dw Sonnta-
g.sn der gesamte Personenverkehr ern g estel lt
werden.

MkMBeckOiiM öerBiiWM Psß.

Äm 20^-Oktobcr 1919, morgens 7 Uhr.

Würme-
Grade-
n. Cels.

nieberst. ^ höchster

Wärmegrad seit
gestern ^

Wiud-

richtung.

Hilnmek

^ Lufldr.

MIU

2.2

1.6

10,5

still

Skeüel

760.9

Nieberschlag
Mlttelwerts von. gestern:
Teurperatur 6.6

Dunstdruck 6,7 inm

Relative Feuchtigkeit 9?,3- ff»

Wasserstande arn 20. Sktsber!9l9

Herdelücrg: 1,15m, Heilbroirn: 0,24m
nnd iir Reckarsteinach: 0,57- m


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