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Badische Post: Heidelberger Zeitung (gegr. 1858) u. Handelsblatt (61) — 1919 (September bis Dezember)

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https://doi.org/10.11588/diglit.3728#0289
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3. Oktober 1919

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und Höchstpreise festkcset;t würdcn. Die Folge da-
von sci aewesen. das, die Preise dcs Obstes aesun-
ken seicn. Von dcn Zwetschaen hätten die Bren-
nereicn tt?re:ts viel aufaekauft und man bätte ac-
^en e'nc Anzaül von Vrennereien deshakb Straf-
verfahren cinleiter. müsscn. Vesonders stark fei die
Nachfroae nach Mostobst nnd es bestehe in Baden
einu Mostobstpsychose. Der Reaierunn sei. es un-
möalich. allen Ansmüchen entsprechcn zu können.
Die Neaieruna müsse der Bebauptuna entacpcn-
tretsn. dak zuvtel Obst nach aukrrbalb P.aoens
geloinmen sei. R^aienrna werde mit Nachdrnck
darauf binwirkcn.. dak die Einfuhr von Mostobst
aus dcr Schweiz gestattet werde. Die Negierunq
habe alles aetau. .um der Landw^tschaft. den Fa-
bill-.- ur.d den Vcamten aeniicfeno Obn und Most-
obst zuzuteilen. Seit dem 28. Septcmbcr -st aus
Baden kein Zeütner Obst hinausgeaanaen.
Mostobst übcrhaupt nicht. Ls ist sallch.
wcnn behauz'tct wird. ern Händler in Berlin habc
am Berkaufe badischen Obftes aroke Verdienste ac-
macht. c-r hai -1000 Mark verdient. Das Obst. das
aus Baden hinausaeqanaen «st. stammt zum aröst-
ten Teil aus dcr Schweiz. Der Reaieruna soll man
zutraucn. daft ste d:e Interessen der einheimischen
Bevölkerunq wahrt. Obstsendunqen sind nur als
Kompcnfat'.onsstucke hinausaeaanaen. nach Bayern
qeqen Käse. nach Norddeutschland acaen Msche. und
nach dcn Ko-!lena,.chikten aeaen Koblcn

Minister Dr. Wirth teilte dem Hause mit. dast
die Zufuhven von Kohlen aus Norddeutschland so
aerina selen. dast di« Vadische Eiseabahn I ur
noch kle.i'e Vorräte habe. Der niedriqe Wasser-
stand des Nheines mache bei der Kohlenversorquna
b-esondev? Schwieriqke'ten Man müsfe mit weite-
ren Einschränkunaen im Eisenbahnbetriebe rechnen
Hierauf vertaqt stch das Haus auf den 29. Okt
nachm. 4 Uhr.

mänenwaldungen die zwisclx'a dem Waldbvsiher-
verband und dem Domänenärac einerseits, dem
Badisch),r Landarbeiterverba,d und dem christlichen
Eewerkschaftskartell -curderecseits vereiiwarten
Richtlinien -u beachten stnk. Weqen Bsnrestung der
Stundenlöhne. Bildung von Lohnklasten u. a. m.
wird mit dcn genannten ArbeLtervertrebern dem-
nächst in Karlsruhc eine Besprechung abgehLlten,
deren Ergebnis den Forstämtern alsbaid mitge-
tent wird.

Karlsruhe. 21. Okt. Der Verband Ladi-
Icher Gewerbeschulmänner Lat an das
Staiatsministerium die Bitte gerlchtet. für das se-
wevbuche Schulweion aus der ocganisierten bericfs-
tatigen Eewerbelehrerschaft als Vertrauens-
mann in das Unterrichtsministertum ein iKÄÜe-
gialmitgliod berufen zu wallsn. Auch der Verein
der Handelslehrer hat ein ähnlich.'s Ansu-
chen aestellt. Die Volkss-hullrhrer- und Mittel-
ichullchrerschaft haben bereits ihre Dertreter im
Unterrichtsministcrium.

Aus Baden

Badische Politik

Deutsche liberale Volkspartei

Pforzheim

Nachdem in h.chter Zeit in fast allen gröstercn
StaLten und OrMaften Dadsns Orüanisationen
der Deutschcn llberalen Volksvartei geschassfen wur-
den, ist nunm/^r auch Pfoccheim diesem Beispisle
aefblgt. Es ist d-m früheren Geschäftsführer di.'r
alten Nationalliberalen Partei Pforzheinis. Er-
hard Lang, der mit der Bildung einer Orts-
gruppe der Deutschen lib-ralen Doilkspartei be-
traut wa-r. gelungen. disse nach Ueb.rwinduna sro-
her SchwietigLeilen am hiesizen Plahe zu bilden.
Die nrugebildete Gruppe wird iihre Aufsabe zu-
nachst darin erblicken. den ZustrmmeNfchlust aüer
derjenigpn srüheren Nationall'b'ralen. die 'stch bis-
her keiner der bestehenden Parteien anzuschliesten
oermochtsn, soroie allsr Parteif.^mde. die auf dem
Loden der Deutfchen libsraleu Bo^ksoattei stehen,
herbei-ttführsn zu^gemeinsamer pUitischer Betäti-
gung

Die Zollgreuze zwischen Baden und Elsast-
Lothrinqen

Das Landesfinanzamt in Karlsruhe hat be
kannt gegckben, dast Mr dvn uumittclbaren B'r-
> kelhr Awichen Elfast - Lothringen und Baden als
jZollgvenze die Landesgrenze gilt. Bei denr
!Lrückenicmf Kchl ist di-e Grenze des von den fran-
.iMchen Truppj.'n Lesetzten Gebiets die Zollinis.
>Die Linfuhr von zallpflichtisen Waren aus Mast-
- ^dtlhringcn darf nur auf einer Zollstraste über eine
Zollsdelle und innerhalL der göset;lich vorseschrie-
vsnen Tag^szeit erfolgen. ZollsteDm Nnd Lisher in
Weil-Medlingen, Weil-Leopaldshöhe, Neuenburg,
Breisach, SasLach a. Rh.. Wsiswetl a. Rh.. Dun-
Lenheim, Schutterwald, Nühl, Offenburg, Am>en-
weier, Neufreistedt, Greffern, Wintersdorf uiü,
Plittersdorf errichtet. Lntlang der Zollinie wur-
den Grenzaufsichtsstatwnen einserichtct.

* Die Arbcits- und Lohnoerhältnisfc der Wald-
arbeiter. Die Forst- und Domänendkrektion hat an
sämtliche Forstämter die Mitteilung gelangen läs-
fen, dast Lei VerMung der HolAauevei in den Do-

Doaon und holte aus Saiten Klang. von dem er
»ufste, dast er den BerLkindern etwas sagen konnte.
llnd ste sanAen dazu.

Er lietz sie plaudcrn. Der Peter spann feine
unl^wußten Dichtungen immer freicr aus, seine
Phantasre trug ihn in schimmernde Hühen, lüest in
oer Erde dunklem Schost erborgene SäKtze hell
für ihn erglänzen.

Eva lerrite das Lachen wie-der. das nrcht wehe-
tut. Sie versast, was ihr Lebn verdnnkeln wollte,
vergatz dast rohe Hand dvm Schleier dsr Iusend-
nMMD, der ihr stolzester Vesist war, vorzeitrg
einen schlrmmen Ritz zugefügt hatte.

Sie fand Freude, Dertrauen und Liebe wieder

Der Wettermacher las rhnen wunderbare Dinae
aus leinen vielen dicken Büchern vor, er erzählte
aus der Welt der Städte, di>s ihnen ein so unbe-
kanntes Reich war wie andern Kindevn die Lande
von Tausendundeine Nacht.

Wie schön waren die'e Sonntaqsstunden.

.Klinghart blickte manchmal heimlich sein Han-
näbild an und nickte ihm zu, weil er stch der Fer-
nen in gecheimnisvollen Weitsn nahe fichlte: ^vie
kaum in andern Augenblicken.

Auf der weiten frischgrünen Mätte. wo der Lach
entjpringt, dcr ein wenig wsiter unten stark und
bvausend vom steilsn Felsen ins Tal stürzt, steht
ein schmuckes Haus. Sein>e Fensster sind wie helle
Mckliche Augen. der Blumensarien. der es um-
kränzt, wie Luntes Fsstgrivcmd. Usber dsr Haus-
tür ist mit künstlich schönen Lettern fauber und nett
ein Spruch vemalt:

Gsh nit vorüber. Wandersmann. s

Versönn dir eine R-ast.

Nimmr. was das Haus dir hiieten Ijann,

Kehr ein, Lu lieber Gast!

(Fortsestung folgt>

(!) Aus dem Markgräflerland. 17. Okt. Der
Herbst ist in den meistsn Orten des Markgräfler-
lanä>es üxndet. Nur in einzclncn Orten wird noch
koherbstet, da durch die schlechte Wittermvg das
Herbsten ausaclfeht werden mustts. Mittwoch ünd
Donnerstaa hat cs gsschneit wie mitten im Win-
ter, sadast teilwoiie die Rebbcrae mit Schnpe bv-
Leckt waren. Käufe sind noch keine abgeschllffsen,
da sämtlicho Rebbcsistsc dcs Markgräflcrlandes
keinen VZein abgoben. Da das Landespreisamit
d.'n Höchstpreis des Weines mit 350 Mt- das Hsk-
toliter festsestte. währcnd der 4Vein-des Kaiserstuh-
kes mit 370 Mark Das s>ektoliter verLanft. hc«w.
vom Qandesprrisamt festgssstzt rvurde und die Lss-
sevsn Weine dcs Markgraflerlandes den befsep.'n
Lasen des Kanerstuhlss elenb-irtra sind. DasHervst-
crträgnis öleibt weit hinter dem Erträanis d/.'S
Iahres 1918 zurück. es ist im Mairkaräflerland mit
einem Drittel Herbst zu rechncir. Man kann es dort
nicht Legreifen, wis das Landespreisaiint für alle
Werne des Markaräflerlandes nur eincn Prers fest-
sestte, der in 'onstigen Iahren. da aeringe Weine
um 100—200 Mark niedriger verkauft wurden.

Aus Stadt und Umgsgend

Dcr Kanrpf geyen die Schieber

Das Landesvreisaml schreiLt un^:

Um dbe Bcrschleppung von Getrcide. Mehl, O-bst,
Wern. Kartoffeln usw. über dcü Rhsln und üb^ dre
Grenzen des Landes -wrrk am<r zu Lekämpfen, sinkb
.dcm Rhern und der übrigen Greuzen entlantz starle
Eeirdarmericposten, ünterstüht r-on Fahirdern des
Lmrdsspreisanrtes, aufgc'stellt uud fti -gcnde Kolon
nen eingerrchtet worden, die ha.wtsächlich den
Straheirverckehr und drn Verkchr zu Masscr zu kon-
trollbercn haben. Schmuggler uird Schiebcr werden
rücksichtslos verhaftct, bci 'Fluchtversuch must
von d evSchustwaffe Ecibrauch gemacht werden.
Die Kontto'lle tritt a: ch bei Nacht ern, cb.i-.so in den
Zügen. Auch dcr g-esamte Eütcrverkchr ws-rd unter
dcr Leitung von Ersenbahnbeamten zusammen mit
Fahndern eine verschärfte Kontrollle er
fahren. Eine Lefonderc A'.lfmerksamleit wrd auch
den sSchiÄbungen mit V ennhol; im Ooenwabd, in'
bechnldäre im Forstberiik Schönau, geschenkt wer-
den. Wer nach dresen Marnungen noch sci-n unsan-
beres Harrd-werk werter treibt, der hat- es irur fich
selbst zuzuschrorben, wenn auf ihn. geschossen wird
und schwere Strirfen übcr. rhn. verliängt rveiden.

* Von der Univrrfität. Wie die ..Hochschulkor-
respondenz" orfährt. hat Ler a. o. Professor für ex-
perimcirtelle Immunitätslehr,.' und Therapie an der
llniversität Frankfurt a M.. Dr. med. Hans
S ack- s, «eii*:n Nuf als a. a. Profcffor rnd Seiter
der w-ffenschaftlichen Abteiluna des Institnts für

Theater und Musid

Max Ncgcr-Abcnd

Die Zweifelsfraae, ob -der ieü'ac Reaerkultus
mehr aus eine Laune oder auf eine pietätvolle
Pflicht der Dankbarkeit aegenüber den^ grostsn
Meister der Vanationen und Fugen zurückzuführen
ist, kann ohne weiteres nicht aelöst werden. Tat-
sächlrch erwcckt es aber doch den Anschein, als ob
das Verstän^nis für Reqer. dessen Werk aar Vielen
nicht nur ein Buch. sondern eine aanze Bibliothel
siebennral versiegelter Bände war. wächst und die
Zahl seiner Gerreuen von Taq zu Taa zunimmt.
Freilich überwältiaend qrost ist sie auch hente noch
nicht. Aber das kritische Urteil und M't ihm die
Liebe zu Regsr wird rnehr und mehr gestärkt uud
das ist für den, der von Anfana an. wenn auch
nicht ein beqeisterter Anbeter. abcr wärmster För-
derer Neaerscher Kunst war. eine qros^ Freude.
dre noch vermehrt wird. wenn sich zwe: soTch her-
vorraqende Künstler. wie Will'- Iinkerst und
Enianuel Gatscher so in Rcqer einfühlen,
dast ihre Vorträqe'auf zwef Klaoicren einen un«e-
trübten Genust bilden. D >e Varlationen und Fuae
über e-'n Thema von Mozart. die wir erst im FrAi-
jahr ds. Is. in einem der Bachvereinskonzerte un-
ter Peppens Leituna im Orchcster gehört haben.
verlieren freilich bei der Uebertraaung sür zwci
Klavöcre an sinnlicher Klanqfarbe. aber. — und
das 'st der arötzte Vorzua dieser Vearbeitung —
die Klarhett der Durchführuna leidet keinen Ab-
bruch. wie denn z. B. d>e 6 Variation eiir IKines
Meisterwerk für sich ist. Auch die weiteren Vor-
träae. Variationer und Fuacn über e'n Thema von
Beethoven und die arandiose Introduktion. Paffa-

experimentellc Kvcbsforschuna an der Unrversität
Heidelbera crhalten. Prof. Sachs. ein geborener
Schlesier (qeb. 1877 zu Kattowitzs promo-
vi-erte 1900 in Leipzia. arbeitete daim
unter Weiaert an der Senckenberaischen
Änatomie in Frankfurt, und seit 1901 als Assistent
Lei Paul Ehrlich am. Franksurter Institut sür
experim»ent!elle Therapis. wo er 1905 zum Mitgliöd
und später zum etatsmästigen Mitglied ernannt
wurde und 100? das Prädikat Professor erhielt.
Bei Eröffnung der Universität Frankfurt (1614) er-
folgte seine Ernennunq zum a. o. Profeffor. Der
Gclchrte ist Mitbegründcr und Mityerausgeber
der »Zeitschrift für Immunitätsforschung und er-
perimentelle Tcherapio " (tznt 1908). Sein Speziak-
arbeitsgebiet ist Imnlunitätsforschung und Sero-
diagnostik.

* Die Kaijerin feiert heute ibren 61. Geburts-
tag. Fern von der Heinrat verbrinst sie den Tas
an der Seite des Bkannss, dcm sie durch viele
Iahre eine treue Gefährtin war und dem sie auch
jetzr im Eril Trost und Bststand ist. Iedsrzeit fern
vom volttischen Eetriebe, war die Kaiserin stets
das Vorbild einer deutichen Frau und Mutter, de-
ren iJntereffen aber niht nur der engeren Familie
palten, sondern sich immer gerne den Arm/.'n und
Aevnrstcn ihrer Landcskindsr zuwandten. Ihr w.ch-
rer religiöser Sinn wiro ihr auch üb.'r die jetzigen
schweren Tage hinweahelfen.

* Zuruhesetzung. D.er Stacktsanzeiqer meldet.
die ZuruhÄsetzung dss Geh. Rats Dr. Clemm,
L-audeskommiffärs für die Kreise Mannheim, Hei-
delberg und Mosbach.

* Writers Einschränkungen im Eisenbahnver-
kehr. Von Donnerstag. den 23. Oktober an r.<r-
den auch an Werktagei' ein: Anzahl Personcn-
züge eingestellt. auch eine Anzah! Schnell-
züae mird wohl ausfallen müffen. Bei weiterer
Verfchärfung des Kohlen- und Lo1o>motivenman-
gels must mit dcr völlisen E i n stis l l u n g
dcs Perfonenverkehrs a-srechnet wcrden. Wer unbe-
dingt r«isen must, wird gut daran tun, sich an
den Schaltern vorher nach den Zügen zu eriun-
digen.

Die Polizeistundc. Zur Ersparnis vcni
Brennstoffen und Btteuchtunasmitte'n hat das
Ministerium des Inuern die P o l i ze istu n d e
auf 10 Uhr verleg', an Sa'iistac-en und FciertE:n
dürfen die Wirtschasten bis 11 Uhr geösE ble'-
ben. Nach 8 Uhr oürfsn keins warm»:n cvpeisen
verabreicht werden.

* Gasspcrre und Kochstundcn. Dic Ze tunqen
- brachten am Freitaa dsn Bericht d-r Sitzuna weaen

dcr drohenden Kohleukatastrophs: und darin anch
dcn Vorschlaa der Vorfitzenden dcs Hausfrauenvcr-
eins dast moraens das Gas nicht nur von 7 bis 8
Uhr.' fondern von halb 7 bis halb 8 Uhr brenncn
möqe. Durch zahlreiche Anfraqen vcranlastt. b.ttet
uns d^o Vorsitzende des Hausfrauenvereins uun.
aufnchmen zu woll,:n. dast diefe zwei Morqenstun-
den nicht nur für das Kockzen des Frühstücks d -enen
sollen. sondern. dast das unbcdinat abends herqe-
richtete Eemüse und die Suppe in diesen frühen
Moraenstunden vora.'kocht werden müsi.n. um dann
in der KochkisLo weiter zu dämpsen. Von 11
bis 12 oder 1 Uhr tann man kem Mittaqeffen ko-
chsn. Die Hülscnfrüchte müssen soqar abends r or
qekocht werden. stehen üb,.r Nacht in der Kochkrste.
werden danu frü' morams noch einmal aufqekocht
und wbcdvr in die Kochkiste aestellt. Ohne Koch-
kiste aibt es kein autes Mittagesfen
mehr und ir.rt ihr werden die Hausfrauen die
Gas- und Kohlenknapphe t in dn: Küche nicht aar
fo schmerzlich empfuiden.

» Kriegsteilnehmer. ber denen die Zablung von
GeLührniffcil noch im Rückstand ist, wcrdest auf die
heutiae Bekanutmnchiing dcs Adwicklungsamts des
fr. 14. A.-K. ausmerksam aemacht.

* Aerzteverein Hsidclb rg-Land. In einer am
9 Oktobcr abaehaitcnen. von zahlre chen Land-
ärzten dcs Kreiscs Heidslbera bssuchten Verfamm-
luna wurde einst-mmia die Gründuna eines
Acrzteveveins Heidelbera-Land als Zweiaoraanisa-
tion im Rahmei' des ärztlichen Kreisvereins Hei-
delberq. E. V. beschloffen. Mitqlied des Verems
kann nach den Satzunaen jeder im Kreis Heid.'l-
bcrn praktizierende Lanoarzt werden. wenn er

caalia und Fuqe,op. 06 verstärktcn d.u Eindruck
den d)e beidcn K'ünstier bereits nach den ersten
Anschlaaien auf die leider nicht allzustark« Hörer-
schar verursacht hatien. Man kann das Erqrbn-s
des Abends dahin zusammenfaffen. dast wir die
beiden Herren bittcn. nns rccht bald wieded cine
Reaer-Stunde zu bescheren.

Die Vrücke zwischen den Klav'erwerlen bildzten
8 Lieder ReKcrs. zun: Teil bekannte. zum Tett we-
uiqer Allaemeinaul. Es zeiqte fich dabei die
Zwiespältiakeit Reqcrschen Schafs-cils auf dcm Ee-
biete der Liedvertonung. Wo er sich dem volkslied-
art'aen Charakter nähcrt, spricht er. selbst wenn
der Klavierteil noch so fiauriert achalten ist. durch-
aus zu Herzen. In den andcren Liedern aber. wi-e
z. V. ..Allein". ..Flieder". auch „Evelinde" traqen
diese doch nur cinen qewiffen kunstaewerbl-chen
Eharakter. den man bestaunt. aber nicht uubedinat
anerkennen kann. Vielleicht wird es Reqer umae-
kehrt aehen. wie Nichard Straust. Währcnd man
deffen Liedcr sinaen wird. wenn seme Orchester-
werke mtt wcniacn Ausnahmen der Veraeffsiiheit
anheimacfalleil sind. wird man Neqers Orchester-,
Klavier- und Orqelwerke noch spiekon, wenn man
sich seiner Lieder.- ebenfalls nur mit weniqen Aus-
nahmen, kaum noch entfinneir kann.

Die Sopranisttn Hanna Fehr erreichte n-cht
die künstlcrische Höhe ihrer Mitspieler. dennoch
sei mit Beranüqen festklcstellt. dast b-s auf ein'«e
Mänqel in der Aussprache und im Anfatz die Art
der Sttmmqebuna und des Vorttaqes weit über
dem Durchschnitt des üblicheu Konzertierens stan-
den. Iedenfalls aehörte der Reaer-Abenü zu de-
nen. die man nicht so leicht verq'stt. X.

Mitalied eincs Staudesoere'nes und dcs L.ipziaer
wtttjchaftlichen Vcrbandes ist. Der Verein bezweckt
die besondcre Vertretunqmnd Fördtc-runa der land-
ärztlichen Interessen.

* Stadttheater. Nächsten Freitag aelangt von
Herin. Petersz inszeniert zum erjten Male die
Aomödie „Helden" von Bernhard Shaw zur
Aufführung. D.ie Hauptrollen werden gespi'clt von
den Damen v. Hel/molt, Schott, Mar-ow und den
Herren Michcls, Saar, Fork ZroiNniaer und Fai-
sott.

Wcrt- und Einjchreibcpakete, ausgenomanen
solche, mit Geld, Juwelen und Wertpapieren, inrch
Verlin, Ort (ohns Vorort'?) wevden von Pri-
vatpcrsonen vom 20. bis einschliestlich 25. Oktober
nicht anseno.mml.'n.

r. Neckargemünd. 21. Okt. Das Doktor Fi-
scherscheKurhaus. Neckarqemünd. ainache.tte
durch Kauf in den Besitz des Herrn Arch ttekten K.
B r u a ü er aus Baden-Baden über. Dem V-cr-
nehmcn nach wird es einem aenieinnütziaen Zw.ck
zuaeführt werden. Ein kleiner Te^l des Geländes
wurde von der Firma I. F. Menzer. Ncckar-
ldemünd. zur Abrundunq ihres anarenzenden Ve-
sitzes erworben.

Turnen, Sport und Spiel

- Ruaby-Fnstball

V- f. V. Heidelbcrq — Sportkluü Frankfurt 188V
5:3. Das am letzten Sonntaq iii Frankfurt NlM
Austraa aickommene Nuabywettpsiel sah. wie es
zu erwarten war. Heidelbera im Zeichen einer ae-
w9icn Ueberleaenhsit. die einen zahlenmästia stär-
keren Ausdruck hätre finden können. wenn nicht
der Frankfurter Schiedsrichter die Spielfehler sei-
nes Bereins allzu nachsichtia behandelt hätte. In
der ersten Halbzeit erranq Frankfurt einen schönen.
einwandfreien Bersuch. dem Heidelbera in dcr
zweiten Halbze t seiiierfeits einen Versuch folqen
liest. der durch einen ^n ausaezeichn-cij.r Manier
ausaeführten Goaltritt Karl Fronzas zum Trefser
erhöht wurde. So blieb Heidelbera knappcr S'.e»
qer.

^ Futzball. FG. P hönl x-Heidelberq 1 — TffB.
Wiesloch 1 1:1. FB. Pbönic Heidelberq 2 —
VfB. Wiesloch 2 2:0. FN Phönix Hefdelibcrg 3
— VsB. Wiesloch 3 9 .3 *FT. Phönix-Heidelberg
4 — VsV Wiesloch 4 2.1. — Trotzdem FC. Phö-
nix mit Ersatz zum Verbandchpiel antrat, ver-
mockst-e er 'ein an Technik und Zuisammenarbeiten
Len Meslocheru weit überlegencs Spiel vorführen.

Aus dem Leserkrreise

Eiu B.ttd der Zeit

Wir haben zur gegenwärtigen Zeit wohl die
sröstte Not an Kohlen. Tausende von Aröeitern.
sind wegeu des Koihlenmangels brotlos. und ihre
Zcchl wird sich währcnd des Winters ins unHählige
steigern. Vetriebe, die zuc Volksernährung unent-
dohrlich sind. müffen rvegen Kohlenkuapphrit meh-
rere Tage still liegen, und bei deu mastgebeuden
Stellen öftcrs oergsblich um Kohlen bitten. Dem-
gegenüber siehr man auf der Heidelberger Messe
an Kinos und Karuffels die Loksnwbile voll rau-
chen, was doch lediglich der Vergnügungs.fucht diestt
und. bei der oben schreiend.'n Not. hierfür kein Be-
dürstlis vorliegen dürftr Es ware wohl hoch ast
der Zeit, dast hierin Aenv::ung gcschaffen wird.

BLB.

Letzte Drahtberichte

Neue Kommniristenputsche?

Berlin, 22. Okt. An dcr Schweizer Eren-e wm,
dcn Kuriere der deutschen kommuniftischei»
Ju ngburschenbewegung abgefatzt. Si,
hattsn Briefe bei sich, aus denen hervorgehen soll.
dab für die Ze-tt vom 7. bis 9. Nctvemiber zur Fe i ef
der Nevolution in Deutschland eine neue A 5'
tion der kommunilstischcn Organisation rn Aus.
sicht geirommen wurde.

Die Arbeiterkonferenz in Wafhington
Verlin, 21. Okt. Dem deutschen Gewerkfchcffts«cr-
band gmg durch neutrale Vermittlnng die Erklä-
riung LN, dab der Oberste Nat dcr all'ierten Regl'e-
rungen die Zulaffung der deutfchen und öster-
reichifchen Delegierten -als vollberechtigte Mttglie-
der zu dev Konferenz ompfohlen hat. D'»e deukich^
Regierung enffchloß sich nuninehr, Delegierto
nach Wa shington zu enffenden. derei?Abrcifs
ver.ausstchtlich gemeinschaftlich mit den österreichi-
schLM Delegierten erfolgcn foll.

Amstcrdam. 21. Okt. Die „Times" melden aus
Alexandrven. dast eine groste Kuntzgsbuna für dre
Unabhänqiakeit Aeqyptens am Frettaa abaehaltcn
wurde. Es wurde qerufen: „Wea mR Militär!"
Aeaypt'.sche Truppen und Pol zei trieben di«
Dkcnschenmafficn „ohne arosts Vcrluste an Menschen-
lebcn" auseinand'.'r. _


öä' !8sWil W

Wärme-
Grade
n. Cels.

niederst. ^ höchster

Wärmegrad seit
gestern

Wind-

richtung

Hiinmel

Lustdr.

mm

2.3

2.0

11.0

SO.

klar


Niederschlag
Mittelwerte von gestern:
Temperatur 6,6

Dunstdruck 6,7 mm

Relative Feuchtigkeit 78,8
 
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