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Badische Post: Heidelberger Zeitung (gegr. 1858) u. Handelsblatt (61) — 1919 (September bis Dezember)

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https://doi.org/10.11588/diglit.3728#0367
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1«>t wird. der aus ALaeordneten des Provlnzicrl-
landtaaes der alten Provinz Schlesren besbeht. die
aus den zu dem Reai-erunasbtziirk Oppeln aehövi-
«en Kreisen ltammen. Da tm übriaen die Ausetir-
mrdersehuna der beiden neuen Provinzen in finan-
zieller und wirtsckaftlicher Hinsicht naturaemäh
oine länaere Vorbereituna erfordert. muh bis^zum
Abschluk des aeaenseitiacar ALkoinmens hierüber
die oberschlesische Prov'mialverwaltuna mrd Ver-
ivetuna durch die bisheriae Srelle als «emeim-
schaftliches Oraan aeführt werden.

* Zm Befinden des Mg. Haase ist keine
Besseruna einaetreten. Es muh mit seinem
Tod in den nächsten Taaen aerochnet werd-en.
da dre Vereiieruna der Deimnuskeln iminer arö-
here ?sortschritte macht. Haase ist äuherst matt
und schläft fastden aanzen Taa.

Badische Politik

Spartakistische Wühlarbeit bei den Kriegs-
gefangenen

Karlsruhe, 6. Nov. Von zulständiaer Seite wird
ui'- aeschrteben: In emisen linksradikalen Blät-
tcrn wurde neuevdinss hestis gegen die a'Ngebliche
„Spartakisten-Nicher^ in den Durchgamigslag.kn
für bei-nlkelirende Kri-egssefangsne gchchrvsben. Dah
sch arfe A>u fm erk>ja m keit feitens dcr Ve-
hörden aegenüberldsrWü-hlarbeit de§
fSpartaku s geiboten ist, bewevs-en abör salhlreiche
Mlege aus der Mitts der Kridgsgesanlven-en selbst,
dve sich darüber beschtw^'ren^ dcch sie wälrrend des
Transoorts somohl wre während des Lagoraiufant-
halts von Algenten belü-stiÄt wordetr stnd. di>e ver-
suchten, die Gefaingewen tn koMnunvstische.m Svnuä
eege.n die Regierung wufzuhehen. Glücklich-tüweise
bat es stch bi^her fast überall gessigt, ldah die
Hei-mkehrer stch S4gen dieseWühlar.
Leit scharf ab le hnend verhalten und des fcsten
Mllens stnd. -am N-enLau dtz deutschen Bcrter.lan-
des tätlg mÄsutw-irken. Cinen Beweis dafür, wöe
die Hcimkehier der pflichttrcnen Avbeit in den
Durchsangslagern danArares Derständnis ontgegea-
br'mgen, liefert eins DankesaLordnung. dte der zu-
leht in Rastatt -abgefertigte HeiinLebcertransvort an
die Lagerkomnuandanlur sandtd. Die Abordnmrg er-
klärte wörllich: „Wir bitteu. den beteiligten Ossi-
«ieren des Lagecs un^eren besondc-ren Dank a..-»-
Lusvrechen für ihrejaufopfernde Tätrskeit
unsd ihre Beniühungen, uns den Aufcnlhalt fo an-
genehm wbe möglich ssstaltet sui haben. Wrr ver-
stchern, dab mtr «lle, wenn wir jetzt in allie Wlinde
Wer ganz Deutfchland serstueut werden. jederzeit
offen und froi erklären werden, datz wir mit Frou--
dcn erkannt hcttben, dah udsers alten Froutoffiziare,
die drmuhen vor dem Fev.id Mit uns durch Dick und
Dimn gogangvn find, auch im neuen Dekutjchland
noch lelb-'ii und m alter Kameradschaft für uns sor-
sen und fur unser Wahl arbeiten."

* Von Ver Murg wird un§ geschrieben: Unsere
IirdustrieLfrlriiebc, Bergwerke und Eisenwerle in
Gaa-gencru, Dapier- und Holzstoifabrik in Gerns-
bach und Weifenbach-Lcmgenbvand beschäftiaen
vie.e Arbeiter. Weitaus die meisten stnd aüs den
ttmliogenden Orten. Diche eälen nack^Disnssffchkutz
in ihpen Betriebsn nach Hause A. arbeiten oa fast
alle ein>e klein-e Landwirtschaft zu Hause häüen, im
'-äusUchen Betvisb weiter. Wäre es in allen Zndu-

riegegenden so. hätte Spartakus keirven Boden
ür seine wühlerrsche und aufhetzende Tätigkeit.
llnders ist dies schon in den grösteren Lrten, dte
um Kavlsviche und Mannheim herumkiegen. Dort
-stnd ja viple ArLviter Ech in ahnlichsr Lage, Haus
>und etmas Feld zu bositjen; aber vis!e stnd auch da,
namentlich unter dor Mngeren Arbeiterschicht, die
von ernster Arbeit mcht viel wissen wollen. Das
wir an den Arbeitern. die aus dielsen Gsgen-
den kommien und bei LeMng der elektrischen Lei-
tung, dP niänche Gemeinden unseres Muositales
eegenwärtrg erhailten. tätig stnd. Bei oirlen von
Licsen ist kein Fortgang, ksins Arbettslust' zu be-
mervcn. M bie Aufficht nicht Leständia da, dann
wivd aiusüehLrt und Ziscrretten geraucht. Di>e
weniger Einheimischen arbeiten oft weit mehr als
OiNe ganze Korona dcx anderen. Dicse bestehen
meistens aus halbwüchstgen Burschen, die, wenn sie
davongeiagt werdon, stch anscheinend lachend fügen.
Die Einwohnevschcvft des betreffenden Ortes ist
auch sehr unsehalton darüber vnd meint. das -e-ien
wohl von den „Arbeits lo s e n". Die Regievung hat
M frU) dle „Avbeitslosen" unterstützt. das stcht un-
sere Vsoölkerung nun alle ein. Die ReaievuiW
hat stch zu frülhe von dicffen gleichfakn veracwalti-
sen lasfen, jetzt hat sie diesen Pfcchl im Fleisch;
sie wird ihn fobäld nicht wiedcr auszieheii 'Lon-
nen.Statt energisch solchen Lsuten entgegenzutre-
> ten und ziu vorlangen jede sebotene Ärbsit
annehmen zu >müssen, griff man nrit E-lacehanL-
schuhen zu, -gab übevall nach und zaUt nun für
Nichtstun hohe Löhne. Eut ists, dasi auch in diesen
EoLenidsn den Eiiuvohncrn vor Aug/'N gciführt
wird, wie es mit den „Arbeitslosen" steht, wo im
Frühjahr viele sog- dcmiolratische Stimmen abge-
seben wurden. Dte koinimienden Wahlen werden
absr zrigen. wie schnell sick die Sttmmuiigni der
Murgtäuer wieder seändert habcn. Kein Men/sch ist
znfrieden, über dle Masinahmen der jetzigen Ncgie-
rung gegenüber den Arbeitslosen, da man im
Murgtal nicht gcwohnt ist, stch von der Avbrit l o s
SU machen.

Aus Badsn

Murntal. 4. Nov. Die Kälte setzt auch für
unsere Eegend etwas früh ein. Rübciv und zum
Teil Dickrübeu stnd noch heimzubringen; sogar
. Kartosfeln lind nock m der Erde. Gestern sahen
^ w'-r sogar lvä'te Aspfel. die aber teilwsise durch
.diie Kälte gelittsn haben. vom Baum nehmen. Die
Kastanisn hängen auck noch; die kalte Witterung
dürfts auck diesen n:cht von Nutzen sein. Ddeses
'Zahr pff-anztsn unsers Murgtälor etwas mehr
Kartofseln. so datz die Not nicht so grost werden
w rd. wie im voric.sn W''nter. Vvele lerntsn doch
endlich sinsehen. datz das Pflanzen von Vceren-
obst alloin nickt allss Heik bringt. Dteses wird
bei den enormen Proisen zwar viel Geld e'nbrin-
gen. aber einen eigentlichen Dorteil kann von die-
sem insofern nremand haben. als fllr Kartoffeln
und anderes Eemüse. das dte Aecker nicht auch noch
daneben bringen. der Erlös für Beerenobst hinge-

geben werden mun. Eine Getre^dcgegend ist das
Murgtal ja nicht: gehamstert kann hier nie wer-
den: doch hatte man hier ein gutes Zahr. da für
Be>eveii- und anderes Obst viel Eeld etngenommen
werden konnte. Dank unsever Regierung stnd ja
Höchslpreise gesetzt. die stch nicht alle Leute. na-
mentltch die des Mtttelstcmdes. leisten können.
Nicmnrnd kann begreifen. wie man tmmer von
einem Abbau der Lebensmittel in Versammlungen
unb felbst im Landtagc spricht. dabel aber regi -e-
rungsseit'-g Höchstpreise setzi. die fast
unerschwinaltch sind. Die Kohlen- und
Brennholznot ist auch im Murgtal anzutreffen und
viele Fanülien sehen mit Vangen dem kommenden
Winter en>t>gegen.

Freibnrg, 4. Nov. Nach einer Milteiliulnia der
Generaldnektion der Staatsersenbahnen con den
Stcrdtrat wird diü Jwdetriebnahme der sämtlichen
Kraftwagenlinicn Freiburg—St. Peter—
St. Märgen und Fre'cburg -Todtnau erst iii einrger
Zeit ersolgsn können, da die Venzwerre Gcmgonau
die schon vor einisen M-onatcn büstellten Wagen
bis jetzt nicht fertigftcllen konntM .

Lörrach, b. Nov. In den letzten Tagcn stnd
sranzösisiU Kontrolloffiziere auf her Festung
Iste i n erschienen. um oen Stand der Schletfungs-
-aickeiten in Augenschein zu nehmen. A-ugenblickl-ich
werden «evade die Panzertürme gessprengt. Die De-
tonationen stnd wciithin hörbar. Die Auschiitttm'g
oer unterirdischen Eänge deni Rhetn entlang, ist
vollendet. Die Sprengungsarhriten dürften stch
noch mehrere Monate hinziehen.

Uebeclingen. 4. No>v. Da die Er 0 stherz 0 gi >1
Luisse vl->n' Balron anf der Mainau wcgen Brenn-
stcffmain-gels nicht mchr i'i dsr Lage rvar, ihr vräch-
tiges Palmenhaus weiter orha'lt'on zu könn-en, hat
die StaLt Ueberlingen für thren weltckckann-
ten Stadtsartcn dcn grölrten Terl der kosstibaUen
Pflanzeii orworben.

Aus Stadt und Umgegend

Protestversammlung Ler Wirte

Dsr Wtrto-Veretni Hcidelbers batte gestern nach-
mittas zu emer Protestversammlung «in.
geladen. Die Darsammlung iatzte einstimmig sol°
gendc Entschliichung:

„Die hcute wm 5. Nooember 1919 im Saale d:s
.Zuchsbau"^ versanvmelten HeidLlberger Hotetters
und Wirte lsgen einmütiaen und schärfsten Pro-
t e st edn gegen dve zur Zeit wieder durchgesührte
rückstchtS'lose Durchichnüffelung oer gastwirtschaftli--
chen Betriebö und gegcn die Stempeluns der Edst-
ftättdnlnLaL'sr zu sewerbsmäßigen Schloichhändlern.

Die Vevsammlung verkenni nicht die schwierige
Laige unseres Ernährnngswsssns und ist ihresteils
willens, an der Bekämpsung des sewerbsmähigon
sSchleichhandols, Lebensmitt-elwuchers und SchicLer-
tums teilzuneihnren. Eine Nrsserung unseres Ernäh-
rungswosens jcidoch wird mit don rigoraen einseitt-
gem Mastnahmcin segoil dve 'Wirtr allcin ni.ck>t er-
zielt. Sre ist nur möglich durch rcstlose, strenoste
Erfassung der Lebensnrtttol beim Produzenten und
durch schärfftcs Vorgehen gogen pflichivergessene
Erzouger und Händler, die ösfentlich bewirtschaftete
Waron zurückhalton und verteuern.

Wir vcrlangen völlige Gleichssdolluing sämtlichcr
Devbraucher (und su Len letztoren zählen cruch die
Wirte) in Straffnaß nnd behördlichen Verordnun-
sen. Da ttotz wiedevholter Vovstellungen aiuch sei-
tens der städtisschen Bcchörden dre Bölieferung dcr
EMtätton durchidie Verssorgungsstcllcn sich stetig
Vtzr>chlechtcrt, da incckessondere dre Kartoffelversor-
gung gäiizlich verssagt, sind wir vor die Besschluß-
nahme gostellt, unsere Küchenbetriebeam IS^
DesLmiber -u schlketzen und unssere Angüstellten
zu entlassen.

Mir bodcmevn, wenn durch dicffe Mahnachme vie-
lon Personen bdigen Standes (Arbettern, Kaufleu-
teu, Sttqdenten ussw.), die in dsn Gaistwirtlchaftsbe-
triäben ihre Versowsung sischen unld finden müssen,
dadurch die Derpflegungsmögl'.chkett ssnomnien
wird. Man wrvd cüber anch rn diesen Kreissen Ver-
ständnrs für unsser Dorgehen haben bei der drohen--
d-.n Gefabr eittechvenldcr Bc.strafung, der wir b-i die.
scn Durchsuchungen täglich ausgeseht sind.

* Von der Universttät. Wie wir hören, rvurde
Geh. Hosrat Prof. Dr. Salomon, Direktor des
Geoloaffchen Instituts. von der Darierischen Aka-
demiie der Wissensschaftcn, mathein.-physiSailischen
Klasse M München und von der Senckenbcrgii-
schen Näturforschrnden Eiffellschaft in Frank-
f-urt a. M. zum korrespondierenden MttÄied se-
wäUt.

* Vadisch-Pfälzischer Vuchhändler-Verband. Am
Sonntag, den 2. Nooember. fand zu Karlsruhs
die Hauptversammlung des Vadisch>-Pfäl-
zischcn Buchhändler-Verbandes statt. auf dcr sehr
wichtige Punkte zur Beratung standen. Jn einer
elnmüttg gefatzten Entsschlietzung erklärte die Ver-
scnnmlung datz das werktätige Bürgertum nicht
weiter in der Lage und gowällt sei. die forkwäh-
rend neuen Belastungen zu erttagen und die ustr-
losen Ford.'rnngen der Angest-Nten zu bewilligen.
Dnrch die fortgesetzten Bewilligungen von Aus-
gaben für Teuerungszulag>en und Deihilfeni für
Staatsarbeiter würden d-e Finanzen des
Staates vollends zerrüttet und an eine
Gesundung -er wirtschaftlichen Derhälttttsse sei
nicht zu denken. Bei der Vorstandswahl wurden
wiedergewählt bezw. neugewählt: Eckardt-
Heidelberg. 1. Vorsitzender; F r e i h e n-Heidelbrg.
1. Schriftführer. Hoffmann-Karlsruhe. Schatz-
Mister. G's rlke-Kaiisierslautern. 2. Vorsitzender
Frisch-Frei>burg. 2. Schriftführer. Nemnich-
Mannheim. Troschütz-Karlsruhe: Langi-Lan-
dau, Beisttzer. Als Ort der nächsten Hauptver-
scrminlung für Frühjahr-1920 wurds Heidel-
bera gewählt.

» Der Eesangoerein „Harmonie"-Weststadt hat
auf Sonntag nachmittag tm Lokal zmn „Westhof"
eine autzerordentlichs Generalverstmnimlung oin-
berussen. Zunächst erledigte nvan geschäftliche Anae-
legenheiten. Die Vorstandswahl hatte folaendev
Ergebnis: 1. Vorstand Sparkassenbuchhalter A.
Krieaer; 2. Borstand StaLto. Oberpojtassistei't F.

Pantle; Ächristführer Kanzleigehilfe H. Mcch-
koider; Kassier: Eisenbahnschlosser Ad. Soimner;
Kontrolleur Malerinotster Müller; BibUoth-'kar
Waanermeister Karl Holz; aktive Beisttzer O'oer-
postschassfncr Z. Hufnagel; Milchhänoler Franz
Busch; Eärtner M. Schau; pajsive Beisitzrr Eiicn-
bahnbctriebsassist>ent A. Vachmann, Lokomot-o-
Mirer I. Kenne, Eärtnereibesttzer G. Schw'ückardt;
Revisoren Fabrikant H. Botz. M-asschinist Eg. M-
sckcr: VerMüsungskoinmisiion dio ckktivei'
attedsr E. Eerkardt. Hönia. Weitz. L.

Eg. Fi-
r.r M.t-

glieder G. Ger^rdt, Hönig, Weitz. L. Busch rind
Pcter Weigel.'Weiter erncknnte die autzerorvent-
Uche Eenevalvsrssammlung ihr lanaiährtaes ver-
dientes attives Atitglied H. Eleich sen. zum
Ehrenmiiglied.

* Die Els.-Lothr. Flüchtlingssürsorge hat im
Oktober auf dem Bahnhof hier an 1500 durchre-i-
sende Vertriebene Erfrisckuiigen oerteilt und über
500 mit Essen verpflegt: an 600 Flüchtlinge wurden
Zcchlungen im E^am'.betvag von 52 701,35 Acark
(darunter an Badener 22 455,15 Mark) verteilt.
Das städt. Bekletdungsamt hat «inen'gro-
tzeren Posten Wäsche und Kleider zur Berfüguin»
gesbellt. Bei der Ortsgruppe des Hilfsbundes sin,d
die berdcn Vorlitzenden Dr. Orth und Iussttzral
Dr. Huber von hier weggezogen: Lis zur Neu-
wahl des Vorstaudes führt Eeh. Nat Bertels -
m an n die Eessckäfte.

* Der Odcnwaldklub mackt am nächsten Sonn-
tag seine letzte diesjährige Wanderung wiedett
nach Sckönau und Neckarsteinach. aber auf ande-
ren Wegen als am 21. Scptember. Von der Büä-
renbach geht cs steig hinauf zum Qcrmmerskopf
und am Sto'meraatter wioder hin-ab an den 4 aus
oiner Wurzel masiia eniporschiesienden Buchen vor-
bei zum ehemaliaen Lindenbacherhof. Nach kur-
zer Frühstücksrasst in Schönau führt die Wanderung
auf Walbpf-aden zum Kreuzbaum und in weitem
Bog-en um Darsbera herum tns Neckartal. und
nach Neckarstemach. Kurz vor dom Abstteg eröff-
net stch plötzlich ekn packender Blick auf den steilen
Kegel der ebemaliigen Burg Hundheinc und tiess
hiuunter nach Neckarhausen. Da die Bahn nicht
mehr fährt. muk nach dem Mittagesten noch von
Neckarssteinach nach Neckargemünd zu Fust gegai--
gen werdn. Die Marschzeit beträgt 6 Stunden.

* Etadttheater. Morgen Fveitag seht Win letz-
ten Mäle das Singsptel »Hannerl" von Franz
S chub« r t in Szene. Montas. 10. Nov. s:>langt
zur Erinnerung an Schillers Geburtstag
vesten Tvauerspiel „Kabale und Liebe" zur
Aussfühnms.

* Dße ehem. 14-Zäger wollen stch Hier kamerad-
schaftlich sußcmnmenschlphen. um stck tm gegebenen
Fall auch segenseittg üRersMtzen zu köniren. (Siehe
Anäeige).

*' Polizeibericht. V-erhaftet wurdittr cin
Kauffnann oms Bielefeld weaen Diebsstcchls. weil
er tm Zigarrengesschäft Alstode «luem Stuoenten
die Geldtassche entwendet yatte, ein Krcvftwaigen-
fühver weaen UeÜ'-rtrrtung der Vekkchrsordnung,
da er vhne FichrerMin von Speyer nach Heidel-
berg sefahren war. Zur Anz-ei-g-e kamen 4
Wirte wegen Uebertretung der Polizeistunde, zwei
ssiändlerinnen wegen HöcUtPreisübcrschroitung mit
Aepfcln.

* Diebttahl, Bei emer Verstelgttung in ditt
Kloinschmidtsttaste wurden einer Frau Mei Eeld-
beutol mit 245 Mark Jnhcelt -aus der Handbasche
entmendet. — Im Chem. LaLovcttorium wurde
otn Fcchrrad im AZerte von 30V Mark gesstoihkn.

* Zur Postbeförderung sind wivder zugelal-
sen: Sendungm mit barem Eeld der Bankinstt-
tutc, für die Volksernährung wichtigy Behörden-
packete (Leücnsmitttlkartenpag.'tr! iMv.), Hefe-
pcrkete nnd Krregsgefangenenpakete in Durchganss-
lasern.

Schlierbach, 6. Nov. >Jn der Nacht vom 31.
Oktpber zum 1. Noveniber wurden aus deni Hosse
eines Landrvirtes 5 Hühner im Werte von 60 Allk.
gestohlen.

Wieblingen. 5. Nov. Uns wttd geschrieben:
Ain Montcrg wurden zwei Stück Vivh notgesschlach-
let und zwei hiestgen Dcetzgern zusewiesen. Vom
Lcibensmtttelamt Wieblingen wurden seineiHrit 125
Evchnm cmf den Kopf fesrgcsetztt Das Meissch hat
nach amvtlicher Widng 8^ Zentner ergeben. An
dte Kundl-'n der zwei Mvtzger wurden etwa 4 Zent-
ner Fleisch vcrausgabt. In der Ecmeindcrats-
sttzung am Dienstag wurdo der Bürgermeister
über den Veichleib des übrigen Fleffches znr Rede
gestellt. Auck er weist nicht. wo es hingokoinmen
ist. Es ist Sache dcs Eemeinderats. dast er sosort
dafür sorgt, und die Sache aufLärt. Einer der bei-
den Metzser soll Mne Kunden fvrtMchlckt hcvben.
weil er kein Fleifch mehr hatr«? (!!) Das vorhan-
dene Fleisch hätte b:i gcrechter Berteiluna für den
g-anzen Ort gut gelangt.

Mannh-im. 6. Nov. Diejenigen in Hasst 'beffnd-
lichen Personeir. dte megen Beteilig'Ung an
den Unruhein im Februar und Iuni verurteilt
wmden oder stck noch in Unteriuchungshast Lofin-
den, ftnd aus Mannheim enffernt worden.

Wicoloch. 6. Nc>v. Nus der Nervenheilanstalt
nmrde ein Fcchrrad im Werte von 400 Mark ge-
stohlen.

St. Leon. 6. No-v. Diebe drangen in verschie-
denL Scheuern cm und entwcndeten Dabak und
iKanÄblätter im Werte von 600 Mark.

Gerichtszeitung

Ein Todesurteil

Konstanz. 4. Ilcov. Der 19 Jabre alte Kellner
Willy-Kumm wcrv wegen Raubmords ange-
klagt. Er bat auss dcr Straste' Singen-Böhlingen
om 23. Iuli dcm Kcmssmann Vcrlentin Lau.mann
aus Konstanz durch. smei Schüsto von hinten getötet,
rhn dann in ein Wädlchen' gesschleppt und dort be-
rcurbt. Der b'isbw unbesttastc' Mördcr war tir
schlechte Hände ger-aten, batte Schuldcin gemiacht und
isst dnrch seind Gläulbis'r zur Zahlung gcl^ängt
worden. Das Schwurgericht veruirteilte r-hn
zmn Tode und AberkennuiLg der ibittgerlicheil
Ehrenrechte auss Lobensdauer, emrpfiehlt Wi albor
der Gnade der Resierung.

Turnen, Sport und Spiel

* Rasenssport. Ersebniste cms Verbandsspielcn
aim letzten Sonntag: Viktoria Nustloch 1 — Olym-
pür Wieslock 1 6:0. BfB. Leimen l — Fv. 1016
Plaink!st>adt 1 1:4. VsB. 2 Leimen — Fv. 1916
PlmikMdt 2 2:2. Sporffreunde Dostenheim 1 —
Vtttor^ Wioblingen 1 2.6. Sportssreunde Dosten-
hoim 2 — Viktoria Wieblingen 2 2:2. Sportvcr-

ein Sanohausen 1 — Phönir Handschuhs>heim 1
2:1. Olympia Kirriack ' — Spoltvcrein Mann-
Leim 1 11:0. FVgg'. 1010 Eppelheim 3 — Viktoria
Wieblingen 3 11:0.

„Unkemitnis oder Voshcit?" Unter dieser
Ueberschrift komimt der „Pfälzcr Bote" auss
die ibm vorgeworfeue lügenhafte Verichterstat-
dung uber die Worte des Pfarrers Fuhr. bei der
Heidelberger Helfferich-Verfamiiilung in einem Ar-
ttkel Bandwurm zuriick. Und was beweist er? Das;
n>ach den „Gefetzen der Lsgik" — wUcher? —
Pfarrer Fuhr hoch das katholische Volk und nicht
das Zentrrvni trefseii wollte! Also was 2000 Hörer
richtig verstanden lMen, ist falsch Was aber ein
einzi^r fanatischer. Reportcr abfichtlich verdreht',
must richtig bleioen, dmnit nur sa uicht zuaestan-
den wird, dast nran ein üb'.es Spiel tteibt. Ee-
sckicht nun dieses Austerachtlastefi dcr eiiffachsten
Anstandsreaeln „a-us Unkenntnis oder Boshlnt?".

Letzte Drahtberichts

Bal^ikum-Werber in Verlin

Verlin, 5. Nov In den letzten Tagen sind
zwei Zentralstellen der An werbung für das
Baltikum in Berlin ausgehoben worden. In
der einen wurde der Sohn des Eenerals v 0 n der
E 0 ltz anketroffen. In seinem Besitz fand stch ein
als verttaultch und geheim bezeichnetes Schrift-
stück. das dtt Namen verschiedencr im Auswär-
tigen Amt tätiaen Herren enthielt. die von
dort aus als Vertrauensleute die baltische Sache
fördern. Dtenstag soll Hauptmann K von der
Eoltz. oin Vruder des Generals. ver-E
haftet worden sein. weil er die Lieferung von
Waffen und Munition an die Eisserne Diviston im
Baltikmn mtteilstützt haban soll. Eine Bestätigung
dl-eser Nachricht war bisher noch nicht zu erlangen.
Ncber 1 MiMon gemünzteo Gold beschlagnahmt
Manilheim, 5. Nov. Letzton Freitag ssoll hier ein
Güterzug eiugela'ufan sein, bei Lc-in die Ach.en
eines plombberten Wasens heiL geworden^ waren.
Bcim Herausncchmen des Inhalts fiel eins Kiste
durch außerordentlichc.Schwere auf. In dieiser Kiste
wmde gemünztes Eoldgeld festseftellt, das
nach dem.besetzten Gebiet geleitet iMrdsn folltcl,
Der Mert dceser Sendung w'rrd a>uf über 1 Mil-
Non Acark gcsschätzt. Dls Untersuchung ist einge-
lcitet.

Hinterlegung der Natifikationsurkundcn

Die Newyorker Timeo meldet aus Parvs, d-cch dje
Alliierten: di« Ratifikationsurkunden nicht vccr Lem
20. November hinterlegen werden, in der Hoff-
i.ung, datz die Vereinigten Staaten bis dcchin rati-
fizieren werden.

Berlin, 6. Nov. InssolM Stillegung der dcut-
schen VaHnen 001m 5. bis 15. November ha-t fickdie
oeüffche Lnftreederei ontschlosten, . dün Be-
trieb -auf oen Linien Derlin-Lelpüig Breslau-
Hamburg und Warnsmündo wieder aufzu-
nehmen. Megen des grostsn Mangels an Be-
triübsstoff kann cs sich ssedoch nur um ein fehr bi.'-
schränktcVi Matz handeln.

Paris, 5. Nov. Die Elemenceau nahe-
stehenden Personen. haben, wie vrrlautrt. die Ab-
ficht, den Ministerprästdenten unter allsn Umstän-
den zu halten. Die Paroke CV.'M.'nc«M ist be-
reits der Ha-uptton in der Mihlkampagne._

Israelitischer Gottesdienst.

Freiiag abend 5^/i Uhr Saiüstag Predigt.

WlttermigSdeabstHtiiiliieii i>er BiiiiWeil W.

Am 6. November 1919, inorgeuS 7 Uhr.

Wärme-
Grade
n. Cels.

niederst. ^ höchster

Wärmegrad söit
gesterii

Wind-

richtung

Himmel

Lufkdr.

mm

2.3

-3,0

5.6

S.W.

ttüb

734,9

Niederschlag 4,0 mm

Mittclwerte von gcstern:

Temperatur 3.3

' Dunstdnick 4,6 mm

' Relative Feuchtigkeit 8",0 ff.

Wasserstand am 6. November 1S19.

' H e i d e l b erg , 1,04 m._

KckleiißiiM Mer 11.

Ehemaligo Jägcr 14 werdeu höflichst gevetcn mn
Angabe ihrer Adresse. Zweck: Engcreo kamrrLd-
schäftlicher Znsamnienfchluk und aegenseittge
Unlcrstützttrrg. 3458

Jm Auftcag: F. Steichert, Hauptstr. 114, Tek. 1431
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